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Gemüse aus Brandenburg

Deutsche Auberginen gibt es nur aus der Mark

Erstmals werden Auberginen in Brandenburg in großem Stil gewerbsmäßig angebaut.

Erstmals werden Auberginen in Brandenburg in großem Stil gewerbsmäßig angebaut.

Fretzdorf. Die dunkelviolette bis schwarze Färbung ist das Erkennungsmerkmal der Frucht: Erstmals werden Auberginen in Brandenburg gewerbsmäßig in großem Stil angebaut. Das teilte der Landesgartenbauverband am Montag mit.

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Die zwischen 225 und 350 Gramm schweren und etwa 20 Zentimeter langen Früchte werden derzeit in Fretzdorf (Ostprignitz-Ruppin) in den Gewächshäusern der „Werder Frucht GmbH“ geerntet.

„Kunden wollen vor allem regionales Obst und Gemüse“

„Die Zeit war reif. Kunden wollen vor allem regionales Obst und Gemüse“, sagte Geschäftsführerin Petra Lack. „Und wir wollten nach dem

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ein neues Produkt anbieten.“

„Werder Frucht“-Geschäftsführerin Petra Lack

„Werder Frucht“-Geschäftsführerin Petra Lack: „Die Zeit war reif. Kunden wollen vor allem regionales Obst und Gemüse.“

In Fretzdorf (Ostprignitz-Ruppin) gedeihen die Pflanzen auf etwa 0,5 Hektar unter Glas. Die Temperaturen liegen bei 16 und 21 Grad Celsius. Die ersten Setzlinge – etwa 15 bis 20 Zentimeter groß – kamen Ende Februar in den Boden.

Bis zu 200 Früchte pro Auberginenpflanze

Jetzt haben die Sorten „Kylie“ und „Angela“ eine Größe von etwa einen Meter erreicht. Pro Pflanze wachsen 100 bis 200 Früchte in der Saison heran. Mit der Ernteschere werden die reifen Auberginen abgeschnitten – viermal in der Woche. Bis zum Herbst sollen nach Angaben von Lack insgesamt 120 bis 140 Tonnen an Berliner Supermärkte gehen.

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Auberginen stammen vermutlich aus Asien. Sie werden dort in vielen Größen angebaut: von klein und kugelig bis zu großen wuchtigen Exemplaren. Sie gehören zu den Nachtschattengewächsen.

Trend: mediterrane Küche und Gemüse aus der Region

„Auberginen sind sehr sensible Pflanzen“, sagte Andreas Jende, Geschäftsführer des Gartenbauverbandes Berlin-Brandenburg. Deutschlandweit gibt es nach seinen Angaben keine anderen Betriebe, die dieses Gemüse anbauen.

Für das zunehmende Interesse sei der Trend zu mediterraner Küche sowie nach Obst und Gemüse aus der Region verantwortlich. „Gärtner sind auch immer experimentierfreudig und beschäftigen sich mit dem Anbau auch von Exoten, die in unseren Breiten nicht so üblich sind“, sagte er.

Seit 2015 gibt es Paprikas aus Brandenburg

Die Nachfrage sei sehr groß und ein gutes finanzielles Ergebnis zu erwarten, sagte Lack. 2015 hatte der Betrieb als erster in Brandenburg Paprika – ebenfalls ein Nachtschattengewächs – unter Glas angebaut.

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Seit 2015 baut „Werder Frucht“ Paprika in Brandenburg an

Seit 2015 baut „Werder Frucht“ Paprika in Brandenburg an.

Zunächst nur grüne und rote, mittlerweile auch orangefarbene. Neue Gewächshäuser entstanden. Pro Tag werden in der Saison etwa sieben Tonnen Paprika geerntet. Insgesamt bewirtschaftet das Unternehmen 25 Hektar Gewächshäuser, vor allem für Tomaten und Gurken. Zudem stehen auf 150 Hektar Obstbäume und Beeren.

„Bei Beerenobst ist noch viel möglich“

Der Präsident des Gartenbauverbandes, Klaus Henschel sieht noch nicht das Endes der Möglichkeiten für den hiesigen Anbau von Obst- und Gemüsesorten, die eigentlich in südlicheren Gefilden beheimatet sind. „Bei Beerenobst ist noch viel möglich, da ist noch nicht alles ausgereizt“, sagte er.

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Auch mit Chili werde gearbeitet. Immer interessanter für professionellen Anbau und Vermarktung werde auch die Aroniabeere. „Es dauert auch nicht mehr lange, dann kümmern sich Obstbauern um das Gedeihen der Gojibeere“, sagte er. Als Superfood werde die Frucht, die bislang importiert werden müsse, immer beliebter.

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Von dpa

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