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Poetry Slam

Poeten dichten um die Gunst des Publikums

Jeder der elf Teilnehmer erhielt im Anschluss eine Urkunde und ein Buch.

Jeder der elf Teilnehmer erhielt im Anschluss eine Urkunde und ein Buch.

Wittstock. Als einen Wettstreit der Dichter könnte man das englische Wort „Poetry Slam“ übersetzen. „Ich wusste vorher selbst gar nicht, was das überhaupt ist“, sagte Klaus Falk am Mittwochabend in der Wittstocker Bibliothek. Der DJ aus Berlinchen moderierte den wahrscheinlich ersten Poetry Slam, den es in Wittstock bisher gegeben hat.

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Nachdem auch Klaus Falk zuvor kräftig mit Beiträgen auf seinem Youtube-Kanal die Werbetrommel für die Veranstaltung gerührt hatte, durfte sich das Publikum an dem Abend über 17 Gedichtvorträge von insgesamt elf Teilnehmern freuen und am Ende über die drei besten von ihnen abstimmen.

Klaus Falk (l.) interviewte die Gäste.

Klaus Falk (l.) interviewte die Gäste.

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Über 160 solcher Abstimmzettel hatten Bibliotheksleiterin Georgia Arndt, ihr Mitarbeiterteam und Mitglieder der Bibliotheksfördervereins an dem Abend ausgeteilt. „Schön, dass wir damit auch so viele junge Leute in die Bibliothek locken konnten“, freute sich Georgia Arndt.

Dichter waren zwischen 16 und 85 Jahre alt

Die konnten sich mit Cocktails und Snacks versorgen und natürlich den Dichtern lauschen. Den Anfang machte Uta Köhn mit ihrer „Ode an die Pomelo“. Dreimal hörte das Publikum an dem Abend Sebastian Stötzer, der voller Humor auch auf nachdenkliche Themen zu sprechen kam. Älteste Teilnehmerin war Käthe Schön. Damit die 85-Jährige besser ihre Texte lesen konnte, lieh ihr Klaus Falk seine Stirnlampe. Die Liebe zu ihrer Heimat Wittstock prägten Käthe Schöns Gedichte.

Verena Graap rechnete in ihrem Gedicht „Die Großstadt“ mit ihrem Wohnort Potsdam humorvoll ab und Ruth Lübke fragte sich, wie sie ihre Zeit sinnvoll einsetzen könne. Extra aus Nordrhein-Westfalen war Detlef Wolf angereist. Er sinnierte über das Fernsehen, gerne auch mal länger als die maximale Vortragslänge von fünf Minuten.

Sebastian Stötzer sprach humorvoll nachdenkliche Themen an.

Sebastian Stötzer sprach humorvoll nachdenkliche Themen an.

Ihren ersten großen Gedichtvortrag hatte Marie Becker an dem Abend. Die 17-Jährige sprach in ihrem Gedicht „Sie“ alltägliche Probleme junger Leute an. Dazu gehört auch die Prägung durch die sozialen Medien, wie Hanna Knop in ihrem Beitrag deutlich machte.

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Poetry Slam ist wiederholungsverdächtig

Über Menschen und gefühllose Aliens philosophierte Anthea Protz und Antonia Kölpin über die Beschränktheit in ihrem „kleinen Teich“. Die Zeit spielte in Lisa Langerwischs gleichnamigen Beitrag die Hauptrolle.

An der Bar gab es leckere Cocktails.

An der Bar gab es leckere Cocktails.

Am Ende hatte das Publikum die Wahl und kürte Verena Graap, Ruth Lübke und Marie Becker zu den drei besten Dichtern des Abends. Sie erwartet im September ein Schreibworkshop mit dem Berliner Krimiautoren Stephan Hähnel. Alle anderen Teilnehmer erhielten eine Urkunde und ein Buch.

Angesichts der vielen Besucher kann sich Georgia Arndt sehr gut vorstellen, einen weiteren Poetry Slam zu veranstalten, wie sie sagte.

Von Christian Bark

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