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Wittstock

Wittstocker Bürgermeister unterstützt Wiederbelebung der Bahn nach Mirow

Die Bahnverbindung ist stillgelegt. Aber das könnte sich ändern.

Die Bahnverbindung ist stillgelegt. Aber das könnte sich ändern.

Wittstock.Die Wiederbelebung der ehemaligen Bahnstrecke von Wittstock nach Mirow (Mecklenburg-Vorpommern) zu forcieren, ist das Ziel von Matthias Dittmer, dem Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Mobilität von Bündnis 90/Die Grünen in Berlin.

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Zugfahrt als Highlight

Seine Argumente: Die Zugfahrt könne sich zu einem touristischen Highlight entwickeln. „Sie würde in einer guten Stunde durch die

Matthias Dittmer ist begeistert von der Idee, die Bahnverbindung neu zu beleben.

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Ruppiner Schweiz sowie die Feldberger Seenlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern führen und schnell zur Liga der schönsten Bahnstrecken Deutschlands gehören. Das wäre Landschaftskino im Zug und ein weiterer Impuls für den aufstrebenden Landtourismus“, sagt Dittmer.

Das Projekt steht zwar auf der Reaktivierungsliste, die der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) im Auftrag der Bundesregierung erstellt hat. Aber welche Priorität das Vorhaben in dem Katalog von bundesweit rund 160 Strecken genießt, ist noch immer unklar – und damit auch die Frage, ob die Strecke wieder belebt wird oder nicht.

Das Projekt nach vorn bringen

Dittmer arbeitet zurzeit daran, möglichst viele Fürsprecher für das Projekt zu gewinnen und es damit in der Priorität nach vorn zu bringen. Vor diesem Hintergrund sprach Dittmer kürzlich mit Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann über dieses Vorhaben. Ergebnis: Gehrmann unterstützt die Reaktivierung dieser Strecke. Ob sie aber in den nächsten 15 Jahren umgesetzt werden könne, sei fraglich. Deshalb möchte er als Übergangslösung den Bahndamm nach Dranse zunächst zu einem Radweg ausbauen. So wäre der Dranser See schneller zu erreichen und als Badesee für die Wittstocker noch interessanter.

Radweg als Zwischenlösung denkbar

Die Zwischenlösung würde laut Gehrmann rund vier Millionen kosten. Diese Summe würde zu 90 Prozent über Fördermittel des Landes finanziert – bei einer Zweckbindungsfrist von 15 Jahren. Die Stadt Wittstock müsse also lediglich 200.000 Euro beisteuern. Planungsbeginn soll 2020 sein. Mit der Fertigstellung des Bauabschnitts über Groß Haßlow nach Dranse wäre 2023 zu rechnen.

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Das Problem: Die Stadt müsse die Kosten für den Rückbau des Radweges tragen, sollte die Bahnstrecke vor Ablauf der 15-jährigen Frist reaktiviert werden. Dann wären auch die Fördermittel zurückzuzahlen.

Das Projekt birgt also ein großes Risiko, so lange nicht sicher feststeht, ob und wann die Bahnstrecke reaktiviert werden kann. Vor diesem Hintergrund wäre für Matthias Dittmer „die einzig sinnvolle Alternative“, den Fahrradweg parallel zum Bahndamm zu führen.

Von Björn Wagener

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