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Tornow

Bolle erntet die dickste Knolle

Fred Bolle  mit dem 514 Gramm schweren Siegerexemplar, und die Zweitplatzierte Birgit Sommer mit einer 429 Gramm schweren Kartoffel.

Fred Bolle mit dem 514 Gramm schweren Siegerexemplar, und die Zweitplatzierte Birgit Sommer mit einer 429 Gramm schweren Kartoffel.

Tornow. Alle Wetter! Die Tornower konnten es für ihr Kartoffelfest am vergangenen Freitag nicht besser haben. Als sich ein wunderbarer Spätsommertag dem Ende neigte, kamen die Dörfler zu ihrem Höhepunkt des Tages.

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Der von Ortsvorsteher Uwe Tackmann ins Leben gerufenen 1. Anbau-Wettbewerb hatte mit 20 Teilnehmern eine gute Resonanz gefunden. Sie vermehrten die Knollen der Sorte „Rote Emmalie“ - kurz auch „Emma“ genannt - nach Kräften und mit erlaubter Unterstützung wuchsfördernder Substanzen. Dennoch schafften es die Roten nicht, bis zum geplanten Termin 22. September erntereif zu werden. Das lag am Wetter.

Fred Bolle mit dem Siegerexemplar.

Fred Bolle mit dem Siegerexemplar.

Kurzfristig gab man den Erdäpfeln noch eine Chance bis zu diesem 5. Oktober. Dann konnte die Siegerehrung stattfinden. Gewinner in der Kategorie „Schwerste Kartoffel“ wurde Familie Bolle, deren größtes Exemplar 514 Gramm auf die Waage brachte.

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Die Bolles und auch die Zweitplazierten Birgit und Lothar Sommer (429 Gramm) hatten ihre Aussaat mit Hinterlassenschaften ihrer Hühner gedüngt. Was den Massenertrag betrifft, ist aber wahrscheinlich Pferdedung die bessere Wahl. Familie Will erntete von 10 Saatkartoffeln rund 40 Kilogramm der „Roten“. In der Kategorie „Höchste Anzahl von mindestens drei Zentimeter großen Kartoffeln innerhalb eines Pfundes“ siegte Familie Sommer. Beim Ausbuddeln waren 54 Miniknollen zutage gekommen.

Im nächsten Jahr soll es eine Neuauflage geben

Den Besten galten die Glückwünsche der Kontrahenten. In Augenschein nahmen Mitmacher und Zaungäste diverse Kartoffeln mit außergewöhnlichen Formen. Einig ist man sich in Tornow: Im nächsten Jahr soll es eine Neuauflage geben.

Welche Sorte dann in den Boden kommt, steht noch nicht fest. In diesem Jahr war es die „Kartoffel des Jahres 2018“, gezüchtet auf einem Bauernhof im niedersächsischen Barum. „Sie schmeckt würzig und hat eine ausgesprochen feine Konsistenz“, lobt Wilfried Stegmann die Knolle. Er ist Sprecher des Arbeitskreises, der die Auszeichnung seit 2006 vergibt.

Die als „vorwiegend festkochend“ typisierte Frucht blüht hellviolett mittelfrüh an 130 bis 150 Reifetagen. Kenner schätzen sie als geeignete Grundlage für Salat- und Pürreegerichte und auch als Pellkartoffel.

Von Wolfgang Hörmann

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