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Bad Belzig

Das will Quartiersmanagerin Lydia Näther für die Klinke

Lydia Näther ist seit Mai neue Quartiersmanagerin im Bad Belziger Klinkengrund.

Lydia Näther ist seit Mai neue Quartiersmanagerin im Bad Belziger Klinkengrund.

Bad Belzig. Die Bürgerbeteiligung ist für Lydia Näther bei ihrer Arbeit das A und O, wie sie selbst sagt. Gemeinsam mit den Bewohnern des Klinkengrunds, der Stadt Bad Belzig und weiteren Partnern wie der Arbeiterwohlfahrt (Awo) oder dem Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM), will die Quartiersmanagerin die Lebensqualität im Wohngebiet verbessern.

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Im Mai hat Lydia Näther ihr Büro im Stadtteiltreff „Klinke 1“ in der Hans-Marchwitza-Straße bezogen und die Aufgaben von ihren Vorgängern Carsten Tarrach und Maik Wieland übernommen. „Inzwischen bin ich angekommen im Klinkengrund“, sagt die 52-Jährige, die zuletzt Asylbewerber in Übergangswohnheimen in Brück und Beelitz-Heilstätten betreut hat.

Lösungsansätze für das Müllproblem

Was sie in ihrer neuen Position erreichen will, hat Lydia Näther klar vor Augen. „Das Müllproblem und die Suche nach Lösungsansätzen dafür stehen für mich an erster Stelle. Denn das stört mich“, sagt die Sozialarbeiterin. „Ich würde mir wünschen, dass die Bewohner sich mehr an Pläne halten und der Müll nicht wahllos rausgestellt wird – sondern zu den entsprechenden Zeiten.“

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Das sei natürlich eine langfristige Sache. Zum Beispiel gebe es dafür auch die Idee von Mülldetektiven – also Menschen, die vor allem abends und nachts Wache schieben, um Müllsünder auf frischer Tat zu ertappen. „Der Müll ist für das Bild des Wohngebiets nicht schön, ich habe dafür kein Verständnis“, sagt Lydia Näther.

Fördergeld für „Soziale Stadt“

Am Montag hat Ines Jesse (SPD), Staatssekretärin im Brandenburger Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, im Klinkengrund einen Förderbescheid in Höhe von 250.000 Euro übergeben.

Das Geld fließt in das Projekt „Soziale Stadt“. Damit wird unter anderem der Umbau des Stadtteiltreffs „Klinke 1“ unterstützt.

Außerdem bekommt die Bad Belziger Tafel im Zuge dessen einen Anbau für ein Kühllager und die weitere Gestaltung von brachliegenden Flächen im Wohngebiet wird unterstützt.

Bislang wurden aus dem Bund-Länderprogramm „Soziale Stadt“ allein für den Stadtteil Klinkengrund insgesamt 892.000 Euro bereitgestellt.

Außerdem führe sie den regelmäßigen Subbotnik weiter und wolle die „Klinke 1“ noch mehr anpreisen, damit die Menschen den Treff besser nutzen – beispielsweise sei geplant, dass die Awo mit einigen ihrer Angebote in die Räumlichkeiten einziehe. Die Außenfassade solle gestaltet werden, um die Sichtbarkeit zu erhöhen und auch innen solle der Treff künftig gemütlicher gestaltet werden.

Um mit allen Unternehmen und Personen im Klinkengrund ins Gespräch zu kommen und zu schauen, wie eine Zusammenarbeit funktionieren kann, habe sie sich bei ihrem Antritt überall vorgestellt, erzählt Lydia Näther weiter. „Bis zum Herbst will ich alle Akteure auch noch mal einladen, um ins Gespräch zu kommen und zu hören, wo vielleicht der Schuh drückt.“

Das Sommerprojekt „Kreativ mobil im Klinkengrund“ des Awo-Familienzentrums Bad Belzig stieß zuletzt auf reges Interesse.

Das Sommerprojekt „Kreativ mobil im Klinkengrund“ des Awo-Familienzentrums Bad Belzig stieß zuletzt auf reges Interesse.

Nach wie vor im Blick habe die Quartiersmanagerin zudem die Trinker im sogenannten Waldcafé. „Bei diesem Thema bin ich auch im Gespräch mit Roland Leisegang als Bürgermeister der Stadt und den sozialen Trägern. Wir müssen da weiter dranbleiben und planen einen Workshop zum Thema Alkohol und Drogen im Klinkengrund und im öffentlichen Raum generell.“

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Sie habe mittlerweile gelernt, dass es besser sei, vorhandene Sachen zu 100 Prozent auszuarbeiten – anstatt immer wieder Neues ins Leben zu rufen. „Ich bin ein Wirbelwind, in meinem Kopf sehe ich immer schon: So oder so könnte es aussehen. Aber manche Dinge brauchen einfach Zeit“, sagt Lydia Näther.

Mehr zum Thema:

> Im Klinkengrund kümmert sich nun eine Frau

> Illegale Entsorgung: Ein Stadtteil versinkt im Müll

> Geldregen für Denkmalschutz und Klinkengrund

Im Zuge des Umbaus der „Klinke 1“ sollen alle künftigen Nutzer ihre Ideen einbringen, damit sie die Räumlichkeiten später gut nutzen und mit Leben füllen können. Die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Akteuren laufe super, sagt Lydia Näther.

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„Der Klinkengrund ist ein schönes Wohngebiet, in dem man sich wohlfühlen kann – aber das Miteinander müsste noch besser werden“, sagt die Quartiersmanagerin weiter. Um die Menschen zu sich zu holen, ist bei Lydia Näther zuweilen Kreativität gefragt. „Zum Beispiel gibt es bei mir jetzt auch Gelbe Säcke – so kommen die Leute in mein Büro und ich mit ihnen ins Gespräch.“

Von Josephine Mühln

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