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Bad Belzig

Feuerwache: Plötzlich ist der Turnplatz wieder im Spiel

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Belzig schon wieder im Blickpunkt. Die Standortfrage scheint noch nicht endgültig beantwortet.

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Belzig schon wieder im Blickpunkt. Die Standortfrage scheint noch nicht endgültig beantwortet.

Bad Belzig. Vier Wochen nach der Entscheidung über den künftigen Standort des neuen Gerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr sieht sich die städtische Verwaltung mit einem neuen Problem konfrontiert: Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos) hat die Mitglieder des Hauptausschusses in der jüngsten Sitzung nämlich darüber informiert, dass die für den Kauf des Areals an der Brandenburger Straße eingeplanten 190 000 Euro – inklusive Vermessungskosten – wohl nicht ausreichen werden. Ganz im Gegenteil.

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„Es steht jetzt eine Summe von 470 000 Euro zur Diskussion. Im schlimmsten Fall könnten es 630 000 Euro werden“, so der Rathauschef. Bis zur Stadtverordnetenversammlung in neun Tagen hat er die Fraktionen gebeten, „Ideen für einen Plan B zu entwickeln.“ Die Lage scheint ziemlich ernst. Das Stadtoberhaupt bat – noch mehr als sonst ohnehin von ihm üblich – um lösungsorientierte Zusammenarbeit, um sachliche und transparente Gespräche.

Eigentümer haben Preisvorstellungen geändert

Weiter wollte er die plötzliche Preissteigerung für das rund 12 000 Quadratmeter große Areal in Nachbarschaft zum Mischfutterwerk allerdings nicht kommentieren. Die Abgeordneten könnten sich zu den Details im Rathaus informieren, hieß es

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Aus der CDU-Fraktion hatte es schon in den vergangenen Wochen mehrfach Nachfragen zur Verbindlichkeit der Zusagen gegeben. Die Eigentümer der betreffenden Liegenschaften hatten sich im Vorfeld zwar mündlich bereit erklärt, die Grundstücke an die Kommune zu verkaufen. Nach dem finalen Beschluss der Parlamentarier für das Vorhaben hätten sie jedoch ihre Preisvorstellungen geändert.

„Die Verwaltung hat jedenfalls ordentlich gearbeitet“, sagte Roland Leisegang lediglich. „Wir bitten um Zusammenarbeit und hoffen, dass professionell mit dem Thema umgegangen wird und Sie sich nicht zu Stammtischdiskussionen hinreißen lassen“, so der Appell des Verwaltungschefs.

Haushalt ohnehin nur mit Auflagen genehmigt

Ob die Stadtverordneten den Preisforderungen der Grundstücksbesitzer nachgeben werden oder es überhaupt können, ist momentan eher fraglich. Immerhin hat die Kommunalaufsicht der Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark den diesjährigen Haushalt mit den geplanten Kreditaufnahmen für den Bau der Feuerwache bereits kritisiert und lediglich mit Auflagen genehmigt.

Einer ersten Machbarkeitsstudie zufolge wird der komplette Neubau ein Kostenvolumen von insgesamt 4,5 Millionen Euro haben. Nicht eingerechnet ist die für den Erwerb des Grundstücks erforderliche Summe. Um dem daraus entstehenden Haushaltsdefizit entgegenzuwirken, sind Steuererhöhungen für die Kur- und Kreisstädter wahrscheinlich.

Turnplatz könnte wieder ins Gespräch kommen

Sollten die Grundstücksbesitzer wiederum auf ihren neuen Forderungen beharren, könnte der Turnplatz erneut Teil der Diskussion werden. Ursprünglich hatten Verwaltung und Feuerwehr dieses städtische Areal für den Neubau ins Auge gefasst. Eine Bürgerinitiative machte jedoch dagegen mobil. Nachfolgend wurden im gesamten Stadtgebiet geeignete Alternativen gesucht. Die Wahl fiel schließlich auf das benachbarte Areal, als ein Baugrundgutachten etwas überraschend die Tragfähigkeit des Areals bestätigte.

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Der Bürgermeister gab zusätzlich zu bedenken, dass die knapp 12 000 Quadratmeter große Fläche bislang kein Bauland sei und erst durch die entsprechenden Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung als solches ausgewiesen werden könne.

Von Christiane Sommer

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