Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Bad Belzig

Jesse bringt frohe Kunde: Geldregen für Denkmalschutz und Klinkengrund

Baustaatssekretärin Ines Jesse (2.v.l., SPD) hat in Bad Belzig Förderzusagen für das Projekt „Soziale Stadt“ im Klinkengrund und die Sanierung der Altstadt übergeben. Mit dabei waren Bürgermeister Roland Leisegang (li.) und der SPD-Wahlkreisabgeordnete Günter Baaske.

Baustaatssekretärin Ines Jesse (2.v.l., SPD) hat in Bad Belzig Förderzusagen für das Projekt „Soziale Stadt“ im Klinkengrund und die Sanierung der Altstadt übergeben. Mit dabei waren Bürgermeister Roland Leisegang (li.) und der SPD-Wahlkreisabgeordnete Günter Baaske.

Bad Belzig. Für den Denkmalschutz und die soziale Stadtentwicklung können in Bad Belzig jetzt neue Projekt angegangen werden. Möglich wird dies unter anderem durch Fördergeld vom Land Brandenburg.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Das hat Ines Jesse (SPD), Staatssekretärin im Brandenburger Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, am Montag in Bad Belzig übergeben. Förderbescheide im Gesamtwert von 270.000 Euro hatte sie im Gepäck ihres Kurzbesuches bei Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos) und weiteren Vertretern des Rathauses. Das Geld stammt aus Töpfen des Bundes und des Landes.

Treff „Klinke 1“ wird ausgebaut

Mit dem aktuellen Förderbescheid stehen weitere 250.000 Euro bereit für das Projekt „Soziale Stadt“ im Wohngebiet „Klinkengrund“. Damit werde unter anderem der Umbau des Gebäudes an der Hans-Marchwitza-Straße 1 unterstützt. Dort soll der Stadtteiltreff einschließlich der Außenanlagen neu gestaltet werden. „Unter anderem bekommt die Bad Belziger Tafel einen Anbau für ein Kühllager“, erklärt Bürgermeister Leisegang. Geplant sei der Umbau für die Jahre 2020 und 2021.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Fördertopf für soziale Stadt

Das Wohngebiet „Klinkengrund“ wurde 2016 in das Programm „Soziale Stadt“ aufgenommen.

Dazu gehört ein Verfügungsfonds. Dabei werden Einzahlungen von Bürgern, Geschäftsleuten und Kommunen auch von Bund und Land aus der Städtebauförderung verdoppelt.

Über die Vergabe des Geldes entscheidet ein Gremium aus Klinkengrund-Bewohnern, ansässigen Unternehmen, sozialen Einrichtungen und städtischen Vertretern.

Zudem wird die weitere Gestaltung von brach liegenden Flächen in dem Wohngebiet unterstützt. Unter anderem der weitere Ausbau des Spielplatzes am Kindergarten „Tausendfüßler“, der teilweise auch öffentlich nutzbar werden wird.

Mehr Lebensqualität für alle Generationen

Bislang wurden aus dem Bund-Länderprogramm „Soziale Stadt“ allein für den Stadtteil Klinkengrund insgesamt 892.000 Euro bereitgestellt vom Land. „Wir unterstützen mit den neuen Fördermitteln weitere Projekte, die die Lebensqualität für alle Generationen im Wohngebiet erhöhen“, so Jesse. „Die Förderung des sozialen Zusammenhalts in den Stadtteilen ist eines unserer Ziele in der Strategie Stadtentwicklung und Wohnen mit dem Leitbild ’Die Stadt für alle’“, sagte die Vertreterin des Bauministeriums am Montag.

In der Wiesenburger Straße müssen ein Gewölbekeller und eine historische Scheune denkmalgerecht saniert werden. Dafür ist ein Förderung möglich.

In der Wiesenburger Straße müssen ein Gewölbekeller und eine historische Scheune denkmalgerecht saniert werden. Dafür ist ein Förderung möglich.

Darüber hinaus können mit der zweiten Förderzusage vom Montag neue Projekte des städtebaulichen Denkmalschutzes umgesetzt werden. Weitere 20.000 Euro wurden bewilligt. Damit werden bereits genehmigte Summen für die Umgestaltung des Marktplatzes und andere Projekte ergänzt. Inspiziert hat die Staatssekretärin am Montag ein privates Bauprojekt als Beispiel. An der Wiesenburger Straße 11 und 13 sollen ein Gewölbekeller und eine Fachwerkscheune denkmalgerecht saniert werden.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Stadt hofft auf Verlängerung

Für den städtebaulichen Denkmalschutz wurden der Stadt Bad Belzig seit 1993 rund 21,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, heißt es vom Ministerium. Die Stadt wird seit 1991 mit Städtebauförderungsmitteln unterstützt. Bisher wurden rund 36,5 Millionen Euro aus verschiedenen Programmen zur Verfügung gestellt.

„Die Stadtsanierung ist in Bad Belzig gut vorangekommen. Mit den Städtebaufördermitteln konnten bereits viele das Stadtbild prägende Gebäude, beispielsweise die Burg Eisenhardt, sowie Straßen und Plätze saniert werden“, sagt Ines Jesse. „Jetzt steht noch die Umgestaltung des Marktplatzes an. Das wird die Attraktivität der Innenstadt weiter erhöhen“, so die Staatssekretärin.

Noch viele Projekte zu erledigen

Allerdings hoffen die Akteure vor Ort auf eine Verlängerung für das Förderprogramm. Auch das war Thema des Gesprächs mit der Staatssekretärin. „Denn wir haben noch Projekte wie den Bricciusberg, den Stadtgraben oder den Markt, die wir gerne noch mit Hilfe der Städtebauförderung realisieren würden“, sagt Verwaltungschef Roland Leisegang der MAZ. Zudem gehe es darum, die in den zurückliegenden Jahr seit der Wende aufwendig saniert historische Substanz der Innenstädte auch langfristig zu erhalten.

Von Thomas Wachs

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen