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Mittelmark

Straßennamen und ihre Geschichte – die MAZ geht auf Spurensuche

Da fehlt kein „c“: Die Bismarkstraße in Treuenbrietzen erinnert an einen alten Schäfer – und nicht an den berühmten Reichskanzler.

Da fehlt kein „c“: Die Bismarkstraße in Treuenbrietzen erinnert an einen alten Schäfer – und nicht an den berühmten Reichskanzler.

Treuenbrietzen. Ein kleines „c“ kann einen großen Unterschied machen. Die Bismarkstraße in Treuenbrietzen hat nämlich keines – und auch das lässt darauf schließen, dass die Nebenstraße in der Sabinchenstadt, die unweit des Kinos „Kammerspiele“ von der B 2 (Leipziger Straße) abgeht, nicht dem berühmten Reichskanzler gewidmet ist.

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Bismark statt Bismarck – aber warum?

Der nämlich schreibt sich mit „c“. Stattdessen soll die Straße nach einem längst verstorbenen Schäfer benannt worden sein – so erzählen es sich die Leute.

„Es trifft zu, dass die Bismarkstraße in der Sabinchenstadt an den Schäfer erinnert”, betont der Leiter des Heimatmuseums, Wolfgang Ucksche. Lange vor der Straßenbenennung soll der Hirte seine Schafe auf die Weide getrieben haben, erklärt der Museumsleiter. Wann die Namensgebung erfolgte und weshalb gerade Bismark die Ehre zu Teil wurde, weiß Ucksche nicht.

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Sicher aber ist, dass die Straße eine Geschichte verbirgt, die sich erst auf den zweiten Blick offenbart. Nur wer das fehlende „c“ überhaupt bemerkt, nachforscht und ein bisschen Glück hat, erfährt dieses kleine Stückchen Heimatgeschichte.

Hinter vielen Straßen verbergen sich spannende Geschichten

Und von diesen verborgenen Geschichten gibt es einige – in der ganzen Region. Die MAZ will ihnen hinterherforschen, sie sammeln und fragt deswegen Sie. Von welcher Straße in ihrer Umgebung wollten Sie schon immer einmal wissen, warum sie heißt, wie sie heißt? Welche hat einen vielleicht besonders lustigen Namen?

In Brandenburg gibt es die „Kommunikation“

Und bei welchem Weg erzählt man sich vielleicht schon seit Jahren die gleiche Legende der Namensentstehung im Ort – obwohl keiner sich so ganz sicher ist? Dann schreiben Sie der MAZ-Redaktion! Wir freuen uns auf ihre Anregungen.

In Brandenburg an der Havel gibt es eine Straße namens Kommunikation

In Brandenburg an der Havel gibt es eine Straße namens Kommunikation.

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Dabei hat die Entstehungsgeschichte nichts mit zwischenmenschlichem Austausch oder neuartigen Mobilgeräten zu tun. Stattdessen war eine Kommunikation im Mittelalter ein „gedeckter Weg“.

Ein Weg also, der überdacht und damit für den Feind nicht einsehbar war. Häufig wurden Kommunikationen deswegen im direkten Umfeld von Festungen gebaut.

Die MAZ will die Geschichten zusammen tragen – und braucht die Hilfe der Leser

Heutzutage, wo Menschen beim Schlendern durch die Brandenburger Altstadt eher nicht mehr mit einem Pfeilhagel mittelalterlicher Gegner rechnen müssen, ist aber auch diese Geschichte schon beinahe in Vergessenheit geraten. Die MAZ will viele weitere Geschichten nun zusammentragen –und freut sich dabei auf ihre Hilfe.

Welcher Straßenname kommt Ihnen sonderbar vor? Welche Geschichte soll erzählt werden? Schreiben Sie uns an flaeming@maz-online.de.

Von Ansgar Nehls

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