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Kuhlowitz

Verein wechselt Profil, Name und Logo

Eveline Vogel und Johannes Blatt haben das neue Namensschild am Vereinssitz Kuhlowitz enthüllt.

Eveline Vogel und Johannes Blatt haben das neue Namensschild am Vereinssitz Kuhlowitz enthüllt.

Kuhlowitz. Der Arbeits- und Ausbildungsförderungsverein Potsdam-Mittelmark ist – zumindest unter dieser Bezeichnung –Geschichte. Er firmiert ab sofort unter dem Namen „Soziale Arbeit Mittelmark e. V.“ (SAM). Die am 14. März bereits notariell vollzogene Umbenennung ist in dieser Woche bei einem Namensfest am Verwaltungssitz in Kuhlowitz symbolisch vorgenommen worden.

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"Es war nicht allein der lange, sperrige Begriff, der schon seit längerer Zeit in die Kritik geraten ist", sagt Geschäftsführer Johannes Blatt. Vielmehr habe sich das Profil des nach wie vor gemeinnützigen Vereins gewandelt. Gegründet worden war er vor 28 Jahren.

Immer weniger Arbeitslose

Damals lag das Hauptaugenmerk auf der Arbeitsbeschaffung für tausende Erwerbslose im Hohen Fläming, die mit dem Zusammenbruch der lokalen Wirtschaft nach der Wende einhergingen. „Die Zahl der Betroffenen hat immer mehr abgenommen und der Verein musste sich folglich neu ausrichten“, berichtet Eveline Vogel als Vorsitzende. „Die Veränderung ist zwar noch nicht abgeschlossen. Aber die Etablierung als regional verankerter sozialer Anbieter sozialer Dienstleistungen ist gelungen“, schätzt sie ein.

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Visitenkarte des Vereins

Der Verein Soziale Arbeit Mittelmark ist 1991 gegründet worden.

Mitglieder sind der Landkreis Potsdam-Mittelmark, 21 Ämter, Städte und Gemeinden sowie drei Vereine. Vorsitzende ist Eveline Vogel.

Aktuell zählt der SAM-Verein 70 Mitarbeiter. Geschäftsführer ist seit zweieinhalb Jahren Johannes Blatt aus Schmerwitz.

Tatsächlich umfasst das Leistungsspektrum heutzutage vier Handlungsfelder. Der in Bad Belzig bereits seit einiger Zeit tätige Sozialwirtschaftsbetrieb "Hand in Hand" fasst neuerdings Fuß im Umland von Brandenburg/Havel. Die hier und dort beschäftigten zwei Hand voll Langzeitarbeitslosen kommen ergänzend zu den Fachfirmen im Baugewerbe, bei der Metallverarbeitung oder im Garten- und Landschaftsbau zum Einsatz, wie Koordinator Carsten Tarrach berichtet.

Wanderwegeservice hat sich bewährt

Darüber hinaus zeichnet der Verein für den Betrieb der Asylbewerberheime in Bad Belzig, Brück und Kuhlowitz verantwortlich. In dem Metier leistet er ferner mobile Sozialarbeit. Schließlich ist er in der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt und betreibt zum Beispiel eine Wohnstätte in Beelitz-Heilstätten. Nach wie vor steht und fällt der Wanderwegeservice zwischen Havel und Fläming mit dem Engagement der Kuhlowitzer Truppe. Weiter Projekte sind das Quartiersmangement im Wohngebiet Klinkengrund von Bad Belzig, die Neuland-Gewinner-Initiative im Wiesenburger Bahnhof und die Freiwilligenagentur im Fläming-Bahnhof Bad Belzig.

Das neue Vereinslogo symbolisiert eine „runde Sache“

Das neue Vereinslogo symbolisiert eine „runde Sache“.

Diese vier Handlungsfelder sollen mit dem neuen Logo symbolisiert werden. „Die vier Bögen greifen letztlich ineinander und bilden eine runde Sache. Jeweils der betonte Bereich wird farblich markiert“, erklärt Meike Eitel. Die Grafikerin aus Lüsse hat das neue Design entworfen, in dem nun auch die überarbeitete Internetpräsenz erscheint.

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Namensfindung war schwierig

Die eigentliche Namensfindung war ein durchaus schwieriger Prozess, wie Johannes Blatt und Eveline Vogel auf MAZ-Nachfrage rekapituliert haben. Demzufolge sei aus dem Mitglieder- und Mitarbeiterkreis ein knappes Dutzend Vorschläge unterbreitet worden. Vier davon kamen noch in die engere Wahl und der Favorit „Sozialwerk“ erhielt bei der Mitgliederversammlung am Ende des vergangenen Jahres prompt 70-prozentige Zustimmung. Das reichte jedoch nicht aus, weil die Satzung für diese Angelegenheit eine Dreiviertelmehrheit vorschreibt. So musste mit einer außerordentlichen Tagung im März nochmals Anlauf genommen werden, wobei der jetzt gewählte Name „Soziale Arbeit Mittelmark“ dann ausreichend Zuspruch gefunden hat.

Von Rene Gaffron

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