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Bad Belzig

Waldspielplatz kann aufgemöbelt werden

Im Wohngebiet Klinkengrund kann der Nachwuchs hoffen, dass der Waldspielplatz aufgemöbelt wird.

Im Wohngebiet Klinkengrund kann der Nachwuchs hoffen, dass der Waldspielplatz aufgemöbelt wird.

Bad Belzig. Ahmat Khald unternimmt zuweilen schon mal einen Ausflug auf den Waldspielplatz am Rand des Wohngebietes Klinkengrund. Dort kann der Neunjährige mit seinem Fahrrad schon mal ein paar Runden drehen. Doch der einstige Vorzeigespielplatz in der Kur- und Kreisstadt ist ein wenig in die Jahre gekommen, hat der aus Syriens stammende Junge festgestellt.

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Das bestätigt auch Alina-Sophie Kirsch. „Auf der Halfpipe kann man eigentlich schön auf dem Hosenboden hinunter rutschen“, sagt sie. Doch mitunter kann das gefährlich werden. „Denn zuerst müssen Müll und Flaschen zu beseitigen, die achtlos weggeworfen wurden“, lautet die Erfahrung der Achtjährigen. Zuweilen bleiben die Jungen und Mädchen dann doch lieber auf Distanz und nutzen lieber die Innenhöfe zum Spielen.

Programm noch nicht genug genutzt

Nun aber gibt es allerdings berechtigte Hoffnung, dass auf dem Gelände hinter dem altersgerechten Wohnblock neue Attraktionen entstehen können. Dem Verfügungsfonds des Programms „Soziale Stadt“ sei Dank. Der jetzt ausgeschiedene Quartiersmanager Carsten Tarrach vom Verein Soziale Arbeit Mittelmark hatte die Initiative ergriffen. „Es ist wirklich schade, dass die Möglichkeiten bisher noch nicht ausgeschöpft werden“, sagt er. Das sei aber eine Erfahrung, die er mit Kollegen in anderen märkischen Städten teilt. Dabei wird jeder Betrag, den ein Spender bereit stellt mit Geld –von Bund, Land und Kommune –aus dem Förderprogramm verdoppelt. „Vermutlich gibt es Zurückhaltung, wenn das Geld nicht zweckbestimmt abgegeben werden soll.“

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Zum Auftakt hatte es einmal einen Anschub von städtischer Seite und einem Einzelhändler gegeben. Nunmehr haben Stadtwerke Bad Belzig 3500 Euro, die Wohnungsbaugenossenschaft Klinkengrund 2000 Euro und Edeka-Marktbetreiber Michael Wipfli 2000 Euro in das Budget eingezahlt. „Es wäre schön, wenn das als Vorbild taugt, sagte Stadtwerke-Sprecher Heiner Dörrwald bei der Scheckübergabe unlängst im Stadtteiltreff „Klinke“.

Kleingeld hilft ebenfalls

Es verdoppeln sich mithin auch kleine Summen. So haben Lothar Lehmann und Inge Leiheit schon mehrfach die Erlöse ihres Trödelmarktes für den guten Zweck, den sie regelmäßig am Rathaus veranstalten, konkret bei den Aktivisten des Programms "Soziale Stadt" eingezahlt. Ein Viertel der zehnjährigen Laufzeit ist jetzt vorüber. Gestärkt werden sollen vor allem Lebensqualität und Miteinander in dem Plattenbauviertel.

Den fachlichen Rat, wie die neue Ramp für Skater und Radler nun aussehen kann, holen sich die Protagonisten in Brück. Dort besteht die derzeit modernste Anlage im Hohen Fläming. Ein etwa vier mal vier Meter großer und 50 Zentimeter hoher Pymardienstumpf soll für die Rollbrettfahrer beschafft und montiert werden, heißt es. Kosten von rund 8000 Euro sind dazu veranschlagt.

Förderung gemeinsamer Aktivitäten

Damit die Rechnung dann wirklich aufgeht, braucht es gewiss auch noch einen Hot-Spot für freies W-Lan. „In der zunehmend digitalen Stadt sollte das realisierbar sein“, hoffen Tarrach und seine Nachfolgerin Lydia Näther. Wie sie berichte, gibt es auch noch den Aktivierungsfonds. 10 x 250 Euro hat sie zur Verfügung, um beispielsweise Bastelrunden, Seniorensportgruppen oder Nachbarschaftsfeste zu fördern.

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Stadtteiltreff „Klinke 1“, bad Belzig, 033841 / 44 75 77.

Von Rene Gaffron

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