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Borkheide

Gelungene Premiere für „Baum und Borke“

Das Festival "Baum und Borke" erlebte am Flugplatz Borkheide eine gelungene Premiere. Auch mit dem Musikern der Band Boba Cat.

Das Festival "Baum und Borke" erlebte am Flugplatz Borkheide eine gelungene Premiere. Auch mit dem Musikern der Band Boba Cat.

Borkheide. Die Premiere des Rock- und Popfestivals ist geglückt. „Hierher kann man wiederkommen“, sagt Jo Kartoffel von der Band Boba Cat. „Toll, was sie hier alles auf die Beine gestellt haben“, lobt auch Jona Freas von Fieda, die auf dem Festivalgelände am Borkheider Hans-Grade-Flugplatz veganen Imbiss angeboten hat. Auch die Besucher sind begeistert: „Respekt, der Aufbau ist topp, das Gelände optimal ausgenutzt, tolle Organisation“, sagt Veronika Goydke. Die Borkheiderin besucht häufiger Konzerte und ist von dem Platz rund um das alte Flugzuge Il-18 begeistert.

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Egal ob Musiker, Aussteller oder Gäste – in dem Punkt sind sie sich alle einig: Florian Kraatz und Julian Weicht vom Potsdamer Verein Tumult haben am Sonnabend als Veranstalter des ersten Festivals „Baum und Borke“ in Borkheide ganze Arbeit geleistet und eine perfekte Veranstaltung gezaubert. Daher hätten viele den jungen Akteuren mehr Besucher gewünscht.

Bis zum Samstagabend wurden etwa 600 zahlende Gäste gezählt. Laut Julian Weicht war das jedoch ausreichend. „Es ist das erste Mal, gewissermaßen ein Probelauf. Wir werden in den nächsten Tagen nach möglichen Fehlern suchen und versuchen, alles zu optimieren“, sagt der Organisator in seiner ersten Analyse gegenüber der MAZ.

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Gute Unterhaltung für alle Generationen gab es beim Festival „Baum und Borke“ am Flugplatz in Borkheide.

Gute Unterhaltung für alle Generationen gab es beim Festival „Baum und Borke“ am Flugplatz in Borkheide.

An vieles hatten die Veranstalter gedacht. Der Weg vom Parkplatz und vom Bahnhof zum Festivalgelände am Ortsrand war perfekt ausgeschildert. Lustige Plakate baten zudem um Ruhe und Sauberkeit. Und es schien so, als wenn sich die Besucher daran halten würden. Rund 50 Helfer waren hinter den Kulissen und auf den Wegen unterwegs, um zu helfen wenn nötig.

Das Programm begann schon am Nachmittag kinderfreundlich. Zauberer Jens Mehlhase brachte die Kinderaugen zum Leuchten. Als dann auch noch Lieder aus Disney-Filmen erklangen, waren die Jüngsten und ihre Eltern zum zweiten Mal verzaubert.

Johnny Cash hätte seine Freude gehabt

Am Abend wurde es dann rockig und laut. Johnny Cash hätte an der Darbietung von Remember Cash, einer Tribute-Band, die es seit 2001 gibt, wohl seine Freude gehabt. Ob es Boba Cat – wie frech behauptet – tatsächlich schon seit 50 Jahren gibt, darf angesichts der Mittzwanziger auf der Bühne angezweifelt werden. Aber zumindest gaben die vier Jungs – einer aus Potsdam, die anderen aus Berlin – vor, Sex, Drugs und Rock ’n’ Roll zu leben in der Tradition der Endsechziger.

„Wir haben uns 2011 neu gegründet, da wir 20 Jahre nach Gründung im Jahr 1989 in Mexiko abgestürzt sind, jetzt starten wir durch“, sagt Bassist Jo Kartoffel lachend zur schnell erdachten Vita, deren Weitergabe freilich streng durchgehalten wird. Mit dem Berliner Frank Schelk haben die Jungs einen Fan gewonnen. „Es war eine gute Show und gute handgemachte Musik“, sagt er er begeistert.

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Neun junge Bands eingeladen

Die Veranstalter hatten zur Premiere von Baum und Borke neun junge Bands eingeladen und offenbar den Nerv der Zuhörer getroffen. Sie chillten auf dem Rasen, wippten und tanzten vor der Bühne oder saßen gemütlich auf phantasievoll gebauten Palettenmöbeln.

Den ganzen Tag über gab es beim, Festival „Baum und Borke“ Musik zu erleben.

Den ganzen Tag über gab es beim, Festival „Baum und Borke“ Musik zu erleben.

Die deutsch-alternative Rockband Flash Forward provozierte Jubelstürme im Publikum und die Kölner Band Neufundland brachte ihr Ansinnen gut rüber: „Wir werden niemals fertig sein“ heißt das demnächst erscheinende Album der fünf Kölner. In Borkheide feiern sie auf der Bühne das Unfertige, das Unperfekte. Und so werden den Abend über bis in die Nacht dann auch noch Blackout Problems, Odd Couple, Sind und Finn kräftig vom Publikum gefeiert.

Die Location ist ideal

Den Zuschauern gefiel das Programm: „Professionell, es ist der Oberhammer und die Location ideal“, sagt Torsten Rütz aus Borkheide voller Lob. Der Chef des örtlichen Naturbadvereins hofft auf eine Fortsetzung im kommenden Jahr. Auch die Helfer von DRK und DLRG konnten die laue Sommernacht genießen. „Alles ruhig, keine besonderen Vorkommnisse“, vermeldete Frank Wiens vom Notfallteam.

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„Wenn die Abrechnung am Ende keinen totalen Flop ergibt und danach sieht es nicht vorerst aus, werden wir es im kommenden Jahr noch einmal versuchen“, resümiert Veranstalter Weicht nach der gelungene Premiere des ersten Rock- und Popfestivals in Borkheide.

Von Andreas Koska

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