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Wahl in Werder

Christian Große: Weiter Vize in Werder und wohl bald CDU-Kreisschef

Manuela Saß und Christian Große beim jüngsten Kreisparteitag der CDU Potsdam-Mittelmark.

Manuela Saß und Christian Große beim jüngsten Kreisparteitag der CDU Potsdam-Mittelmark.

Werder. Christian Große (CDU) bleibt der erste Beigeordnete und damit Vizebürgermeister in Werder. Die Stadtverordneten haben Große bei ihrer Sitzung am Donnerstagabend in geheimer Wahl mit 19 Ja- und mit elf Nein-Stimmen wiedergewählt. Am Freitag kommender Woche will er sich außerdem als Nachfolger von Saskia Ludwig zum neuen Vorsitzenden des CDU-Kreisverbandes Potsdam-Mittelmark wählen lassen. Ludwig hat wie berichtet angekündigt, sich nach mehr als 20 Jahren an der Spitze des Kreisverbandes zurückzuziehen.

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Bislang einziger Kandidat als CDU-Kreischef

„Saskia Ludwig hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, Kreisverbandsvorsitzender zu werden“, berichtet Große auf Nachfrage. Diese Frage habe er ihr daraufhin mit einem „Ja“ beantwortet, erklärt er weiter. Anschließend sei er vom Kreisvorstand einstimmig nominiert worden. „Bislang bin ich der einzige Kandidat, aber natürlich haben andere die Möglichkeit, sich ebenso zu bewerben“, erläutert der Nominierte. Der Parteitag, bei dem die Wahl erfolgen wird, findet im Sitzungssaal des Schützenhauses auf der Insel Werder, in dem ebenso die Stadtverordneten tagen, statt.

Christian Große will CDU-Bürgermeister stärken

Als neuer Kreisvorsitzender will Große dafür sorgen, dass die CDU bei den Kommunalwahlen 2024 im Kreis „wieder als erster über die Ziellinie geht“. Um im Kreistag Potsdam-Mittelmark wieder stärkste Kraft zu werden, sei es notwendig, die Orts- und Kreisverbände stärker zu motivieren. Weiterhin seien er, Mirna Richel, die gerade gewählte CDU-Fraktionschefin im Kreistag, und alle Kreistagsabgeordneten sehr gespannt darauf, welchen Kandidaten SPD-Landrat Marko Köhler als seinen neuen Beigeordneten vorschlagen wird. Den vorgeschlagenen Kandidaten werden die CDU-Mitglieder ganz genau prüfen. Große selbst hat die Stichwahl um den Landratsposten im Februar dieses Jahres verloren und sich später als Beigeordneter beworben. Seine Bewerbung zog er jedoch wieder zurück.

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Suche nach engagierten Kandidaten

Ein weiteres Ziel Großes ist es, Kandidaten für die Wahlen der Stadtverordneten und Gemeindevertreter zu finden, „die wieder richtig Lust darauf haben, sich für ihre Region zu engagieren“. Lediglich auf diese Weise ließe sich die jeweilige Zahl der CDU-Vertreter in den Gemeindevertreter- und Stadtverordnetenversammlungen erhöhen, um dort Mehrheiten zu gewinnen. „Damit würden CDU-Amtschefs wie Kerstin Hoppe in Schwielowsee, René Mertens in Ziesar oder ebenso Manuela Saß in Werder deutlich gestärkt“, erläutert der Werderaner.

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Unverzichtbarer Partner für Manuela Saß

Großes zweite Amtszeit als Beigeordneter in Werder beginnt am 1. Januar 2023. „Ich bin mit einer Mehrheit von zwei Dritteln gewählt worden und freue mich auf die nächsten acht Jahre“, sagte Große am Tag nach der Wahl. Er blicke nach vorn, um die Aufgaben, die bevorstehen, zu meistern. Vor der Beigeordnetenwahl wurde zunächst darüber abgestimmt, ob die Stelle öffentlich ausgeschrieben werden soll. Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) schlug vor, darauf zu verzichten. „Wenn wir die Stelle ausschreiben, dann käme am Ende auch nichts anderes dabei heraus“, erläuterte Saß.

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Stadtchefin sucht Vizebürgermeister-Kandidaten aus

Weil das Vorschlagsrecht bei ihr liege, würde sie ihren Beigeordneten, mit dem sie in den vergangenen acht Jahren gut zusammengearbeitet habe, immer wieder vorschlagen. „Er ist ein unverzichtbarer Partner an meiner Seite“, erklärte die Bürgermeisterin. Bevor über den Vorschlag abgestimmt wurde, lieferten sich Befürworter und Gegner einen verbalen Schlagabtausch. Schließlich konnte Saß bei der namentlichen Abstimmung 18 Ja- und elf Nein-Stimmen und eine Enthaltung verbuchen.

Verbaler Schlagabtausch vor Wiederwahl

„Wir sind an einem Punkt, der geradezu nach einem Neuanfang schreit“, sagte etwa Nadine Lilienthal (SPD). So habe die Bürgermeisterwahl, bei der Manuela Saß lediglich 54,8 Prozent der Stimmen erhielt, gezeigt, dass sich die Werderaner neue Gesichter und einen neuen Politikstil wünschen. Eine Ausschreibung der Stelle wäre deshalb „logisch und konsequent“ gewesen. „Wir stimmen dem vollumfänglich zu, sagte dazu Anika Lorentz (Stadtmitgestalter/Ingo Krüger).

Beigeordnetenstelle ist „kein Rettunganker“

„Herr Große erfüllt seine Aufgaben nicht für alle Werderaner“, erklärte Markus Altmann (Bündnis 90/Die Grünen/Claudia Fehrenberg). So habe er es bislang nicht geschafft, den Bau der dringend benötigten Anbauten für die Karl-Hagemeister-Grundschule und das Ernst-Haeckel-Gymnasium zu organisieren. Außerdem sei die Vizebürgermeisterstelle in Werder kein „Rettungsanker“ für die Beigeordnetenstelle in der Verwaltung Potsdam-Mittelmarks, fügte Altmann hinzu. „Der Landkreis hat meinem Beigeordneten übel mitgespielt“, sagte Bürgermeisterin Saß. „Christian Große ist der geeignete Mann für Werder und seine Arbeit ist sehr erfolgreich“, sagt Dirk Lutze (CDU).

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