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Entertainment

Lino Friese holt erneut Zirkus-Stars nach Kleinmachnow – Kommt Festival?

Lino Friese (l) holt Clown Tonito Alexis zu seinem zweiten Circus nach Kleinmachnow.

Lino Friese (l) holt Clown Tonito Alexis zu seinem zweiten Circus nach Kleinmachnow.

Kleinmachnow. Seine zweite Circus-Show präsentiert der Kleinmachnower Lino Friese im Juni in den Neuen Kammerspielen – mit dabei sind auch diesmal namhafte Artisten. Das Ziel des 20-Jährigen: Hier ein in der Szene namhaftes jährliches Festival zu etablieren.

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Sein „Star in der Manege“ ist diesmal Clown Tonito Alexis, der vor sechs Jahren in Monte Carlo das Nachwuchsfestival gewonnen hat und für Kleinmachnow ein Engagement in Belgien unterbricht. Tonito stammt aus einer Clownsdynastie, erzählt Lino Friese. Im Vergleich zu Housch-Ma-Housch, dem Star bei der ersten Auflage des Circus, habe Tonito aber mit 30 Jahren einen ganz anderen Stil. „Er stellt sich komplett auf die Show ein, ist mehr Bindeglied, macht weniger eigene Nummern.“

Clown Tonito Alexis.

Clown Tonito Alexis.

Allerdings wird er mit einer Partnerin blitzschnelle Kostümwechsel zeigen und bringt auch einen Hund für einen Programmpunkt mit. Der Künstler ist von sich aus auf Lino Friese zugekommen: Als er die erste Show mitbekommen hat, kontaktierte er den jungen Kleinmachnower mit Interesse an einem Auftritt. So lief es auch mit einigen der anderen Artisten.

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Artistik in 5,50 Metern Höhe

Bei der Gestaltung seines Programms sei ihm wichtig, verschiedene Disziplinen der Artistik einzubauen, so der 20-Jährige. Es sei auch dieses Jahr wieder extrem abwechslungsreich. So wird etwa Sophia Louisa Drgala, Absolventin der Artistenschule Berlin, an einem chinesischen Mast in 5,50 Metern Höhe auftreten. „Das geht gerade noch so, das ist direkt unter der Decke der Kammerspiele“, so Lino Friese, „den Handstand muss sie weglassen.“

"Zirkusdirektor" Lino Friese in seiner ersten Show als Tierdompteur - mit Enten.

"Zirkusdirektor" Lino Friese in seiner ersten Show als Tierdompteur - mit Enten.

Eine Italienerin, die der Kleinmachnower erst im Dezember entdeckt hat, wird eine Seifenblasennummer zeigen. Er ist begeistert: „Das kann man sich gar nicht vorstellen, was mit Seifenblasen alles möglich ist.“ Ein Rollschuh-Akrobatik-Duo wird außerdem auf einem kleinen Podest temporeich zeigen, was es kann und eine Artistin jongliert mit Hüten und Diabolo.

„Es geht ums Freude schenken“

Eine Nummer, in der Lino Friese selbst die Hauptperson ist, wird es dagegen nicht geben. Selbst Ansagen macht er „nur notgedrungen“, sagt der 20-Jährige. Doch warum dann die Leidenschaft für den Circus? „Es geht ums Freude schenken“, erklärt er. „Die Menschen kommen glücklich raus. Das motiviert einen ziemlich stark.“ Er selbst ist im Augenblick fast an jedem Wochenende in Shows unterwegs, um sich Künstler anzusehen. Sollte er noch jemanden entdecken, auf den er nicht verzichten kann, wäre in dem jetzt bereits mehr als zwei Stunden langen Programm auch durchaus noch Platz für eine sensationelle Schlussnummer, verrät er.

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Generell probiert Lino Friese, nur Künstler und Nummern zu buchen, die er auch selbst live gesehen hat. Da sei es natürlich toll, dass in Berlin viele Shows und Künstler zu finden seien. Aber sein Blick geht auch über den Tellerrand hinaus: Zu Weihnachten war er etwa fünf Tage bei einem Weihnachtszirkus im Ruhrgebiet und heute gehe es für zwei Künstler nach Leipzig. Sein Ziel ist es, in Kleinmachnow eine Show zu etablieren, die auch in der Branche einen Namen bekommt. „Ein Zirkusfestival in Kleinmachnow? Das wäre in weiter Zukunft ein schönes Ziel“, sagt der 20-Jährige, der sich noch nicht sicher ist, welche Ausbildung oder welches Studium für ihn am interessantesten ist.

Vier Vorstellungen

Seine erste Show lief am 7. März 2020 als Abschlussarbeit der Waldorfschule – mit riesigem Erfolg. Beide Vorstellungen waren rasch ausverkauft. Diesmal sollen es schon allein deswegen vier Aufführungen werden. Noch ein Grund ist, dass noch nicht vorhersehbar ist, wie stark der Saal wegen Corona besetzt werden kann.

Lino Friese als Moderator bei seinem Circus Varieté 2020.

Lino Friese als Moderator bei seinem Circus Varieté 2020.

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Das ohnehin schon knapp bemessene Gesamtbudget von rund 25.000 Euro möchte er daher auch möglichst noch durch Sponsoren etwas abpuffern. Mit der Planung hat der Kleinmachnower „ohne Stress“ im vorigen Sommer begonnen, nach seinem 1,5er-Abi. Seit Weihnachten betreibt er die Vorbereitungen intensiv. Nun steht fest, dass die Show in den Kammerspielen laufen wird, als Termin ist das Wochenende vom 11./12. Juni anvisiert – noch ist das Datum aber wegen Terminkonflikten nicht fix. Die Tickets sollen möglichst bald über die Kammerspiele zu kaufen sein – online und vor Ort. Mitte März ist anvisiert.

Von Konstanze Kobel-Höller

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