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Wendegeschichten aus Kleinmachnow

Zeitforscher diskutieren mit Zeitzeugen

Am ehemaligen Grenzübergang Zehlendorfer Damm-Düppel demonstrieren im April 1990 Kleinmachnower aus Angst um ihre Häuser und Grundstücke, die von ehemaligen Bewohnern zurückgefordert werden. Mit der ostdeutschen Lebenswelt befasste sich jetzt eine Forschungsgruppe, die ihre Ergebnisse nun in Kleinmachnow vorstellt.

Am ehemaligen Grenzübergang Zehlendorfer Damm-Düppel demonstrieren im April 1990 Kleinmachnower aus Angst um ihre Häuser und Grundstücke, die von ehemaligen Bewohnern zurückgefordert werden. Mit der ostdeutschen Lebenswelt befasste sich jetzt eine Forschungsgruppe, die ihre Ergebnisse nun in Kleinmachnow vorstellt.

Kleinmachnow. Wie haben Menschen die letzten Jahre der DDR, die friedliche Revolution und den Systemwechsel erlebt und gestaltet? Wie wird heute daran erinnert? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der von Kerstin Brückweh geleiteten Forschungsgruppe "Die lange Geschichte der Wende'" beim Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF). Mehr als vier Jahre widmete sie sich gemeinsam mit Anja Schröter, Clemens Villinger und Kathrin Zöller verschiedenen Bereichen der ostdeutschen Lebenswelt – dem Wohneigentum, der Schule, dem Konsum und lokalem politischen Engagement. Sie besuchten dabei auch Kleinmachnow.

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Dialogreise durch Ostdeutschland

Nun präsentiert die Gruppe auf einer Dialogreise durch Ostdeutschland erste Ergebnisse. Noch bevor die Bücher gedruckt sind, wollen sie sich direkt mit jenen Menschen austauschen, deren Leben vom Umbruch 1989 beeinflusst wurde. An vier Abenden lädt das ZZF-Team zu einem Dialog ein: „Die Wende im Gespräch – Geschichtswissenschaft vor Ort“ – und zwar vom 20. bis zum 24. Januar.

Gespräche in kleinen Runden

Was erwartet die Gäste bei den vier öffentlichen Abendveranstaltungen? Zu Beginn stellt das Forschungsteam in einem moderierten Podiumsgespräch erste Ergebnisse vor und diskutiert diese mit ausgewählten Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus der jeweiligen Region. Nach einer Stunde löst sich das Podium auf und allen anwesenden Gästen wird die Möglichkeit gegeben, in kleineren Gesprächsrunden eigene Erfahrungen und Erinnerungen einzubringen und sich mit den Forschenden auszutauschen.

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Als Buch veröffentlicht

Stationen der Dialogreise sind Meiningen in Thüringen, 21. Januar, 19 Uhr, Henfling-Gymnasium. Moderation: Nancy Fischer (Journalistin und Moderatorin bei RBB und ZDF). Der zweite Halt ist in Garrey (Potsdam-Mittelmark) am 22. Januar. Beginn ist auch hier 19 Uhr im Dorfsaal „Zum weißen Raben“. Die Moderation übernimmt Uta Bretschneider, Direktorin des Hennebergischen Museums in Kloster Veßra. Kleinmachnows große Stunde schlägt dann am 23. Januar, wenn um 19.30 Uhr im Bürgersaal des Rathauses René Schlott vom Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam die Moderation übernimmt. Im sächsischen Leipzig endet am 24. Januar die Tour. Im Zeitgeschichtlichen Forum moderiert ab 18 Uhr Niels Beintker vom Bayrischen Rundfunk.

Nach der Tour werden Texte der Forschungsgruppe sowie der Zeitzeugen gemeinsam mit frischen Reise-Eindrücken und Fotos der Künstlerin Clara Bahlsen als Buch im Ch. Links Verlag veröffentlicht.

Von MAZonline

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