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Tanzen

Let’s-dance-Star Llambi heizt in Geltow ein

Joachim Llambi unterrichtet den Jive. Er ist einer von vier Tänzen, die der Let’s dance-Star in der Tanzschule „Fairtanzt“ in Geltow anbietet.

Joachim Llambi unterrichtet den Jive. Er ist einer von vier Tänzen, die der Let’s dance-Star in der Tanzschule „Fairtanzt“ in Geltow anbietet.

Geltow. Der Schweiß glitzert auf Stirnen und Wangen. Die Tanzpaare sind sichtlich außer Atem. Zu Recht. Der zweite Workshop dieses Tages ist fast zu Ende. Doch Joachim Llambi lässt nicht locker. Ein paar Minuten hat er noch. Er trainiert gerade den Jive mit den Damen und Herren, einer Mischung aus Rock’n roll und Boogie. „So jetzt machen wir das ganze noch mal schneller. Das war ja jetzt Seniorentempo“, sagt er und erntet Lacher.

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Joachim Llambi ist zu Gast in Geltow

Die meisten kennen Joachim Llambi als strengen und gefürchteten Juror aus der TV-Serie „Let’s Dance“. Hundert Paare der Geltower Tanzschule „Fairtanzt“ haben den 53-Jährigen am Samstag in Geltow persönlich kennen gelernt.

Der Dritte „Let’s dance“-Star in Geltow

Joachim Llambi ist ein ehemaliger Profi-Turniertänzer und Jurymitglied in der RTL-Fernsehshow 'Let's dance'. Seine Schüler an diesem Nachmittag sind Workshop-Teilnehmer in der Tanz-Schule Fairtanzt in Geltow. Die Inhaber hatten Llambi eingeladen, vier Kurse zu geben. Er ist allerdings nicht der erste 'Let's dance'-Star. Im Sommer 2016 war bereist die Schwedin Isabel Edvardsson da. Ein Jahr später rockte dann das Tänzer-Paar Oana Nechiti und Erich Klann die Tanzfläche in Geltow. "Es ist schon phänomenal, was Herr Llambi in so kurzer Zeit an Tanzwissen vermittelt", sagt Frank Bergemann, neben seinem Ehemann Danny Bergemann, einer der beiden Inhaber der Tanzschule Fairtanzt. "Und mit so viel Humor. Ich sehe so viele lachende Gesichter."

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Zwischen den Workshops gibt es Pausen. In den können die Teilnehmer Fotos mit dem Promi machen und sich Autogramme holen. Aber auch ein Tanzstar baucht einmal Luft zum Durchatmen. Und so steht Joachim Llambi für einen kurzen Augenblick hinter der Bar und kaut auf einem belegten Brötchen. „Der Spaß sollte immer im Vordergrund stehen“, sagt er auf die Frage, welchen Tipp er für Anfänger hat. „Alles andere ergibt sich dann.“ Mit den Geltowern Tänzern kommt er sehr gut klar. „Es ist ja ein sehr Berlin-nahes Publikum und damit sind sie sehr entspannt. Die Leute sind offen und ehrlich und somit freue ich mich sehr, hier zu sein.“

Technische Tipps vom Tanzstar

Neben dem Jive steht der Cha-Cha-Cha, der Slowfoxtrott und der langsame Walzer auf dem Programm. Beim Foxtrott waren Annerose und Heiko Promnitz dabei. Die beiden tanzen seit vier Jahren in der Geltower Tanzschule und haben schon bei den anderen drei ’Let’s dance’-Promis trainiert. „Ich finde es sehr gut, die technischen Feinheiten vermittelt zu bekommen“, sagt Heiko Promnitz (49). „Das macht den Tanz sehr viel angenehmer zu tanzen.“ Beide schauen natürlich die Tanzshow im TV. „Herr Llambi ist sehr sympathisch“, sagt Annerose Promnitz (50). „Ganz anders als er im Fernsehen manchmal auftreten muss.“

Während seines Foxtrott-Kurses schnappt er sich immer wieder eine Frau, um Schritte zu erklären. Beim ersten Mal ist sie noch sichtlich verlegen. Doch im Laufe der 60-Minuten kommt sie mehr und mehr aus sich heraus. Später sagt Anja Schnellhorn, dass ihr Llambi einmal leicht auf den Fuß getreten sei. „Das war aber mein Fehler, weil ich falsch stand. Aber ab da war die ganze Sache entspannt.“

Sie ist mit ihrem Mann da, ihren beiden kleinen Kindern und der Mutter. Jene hatte ihrer Tochter die Workshopkarten zu Weihnachten geschenkt. „Wir schauen alle die Sendung und sind Fans. Auch die Kinder gucken es gerne. Aber in den Standardtänzen bin ich blutige Anfängerin.“ Mit ihr im Arm demonstriert Joachim Llambi auch, was es für den Mann bedeutet, zu führen. Das hat Schnellhorn nachhaltig beeindruckt. Sie habe das Gefühl gehabt, kaum etwas machen zu müssen. „Es ist, wie er es gesagt hat: Ein guter Tänzer, macht jede Frau zur Prinzessin“, sagt sie und lacht.

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Immer wieder „Slow, quick, quick“

Damit ist sie an dem Llambi-Nachmittag in der Geltower Tanzschule eine Ausnahme. Die meisten Teilnehmer sind fortgeschrittene Tänzer mit mindestens einem Jahr Erfahrung. Und viele tanzen regelmäßig in der Schule von den „Bergemännern“. Aber im Grunde kommen die Tänzer aus dem ganzen Umland. Solch eine Gelegenheit konnten sie sich nicht entgehen lassen. „In den letzten zehn Jahren haben die Tanzschulen ja in ganz Deutschland einen spürbaren Zulauf bekommen“, sagt Frank Bergemann. „Das ist der Popularität von ’Let’s dance’ zu verdanken.“

In dem Workshop zum Slowfoxtrott heißt indes immer wieder „Slow, quick, quick, slow, quick, quick“. Mit kräftiger Stimme ruft Llambi es durch den Tanzsaal. Seine Schüler folgen der Anweisung. Und doch scheinen sie froh, als es am Ende vorbei ist. Nach vielen Lachern und Schweißperlen heißt nun: Entspannung und Foto und Autogramm abholen.

Von Annika Jensen

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