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Nuthetal

Nuthetaler sind Bundessieger

Mit dem Nuthetaler Familienwegweiser am Mehrgenerationenhaus: Ursula Schneider-Firsching, Karlheinz Richter, Manuela Hartert (v.l.)

Mit dem Nuthetaler Familienwegweiser am Mehrgenerationenhaus: Ursula Schneider-Firsching, Karlheinz Richter, Manuela Hartert (v.l.)

Nuthetal. Die frohe Botschaft haben sie schon mit großem Jubel empfangen, der gläserne Siegerpokal wird ihnen am 28. Mai überreicht: Das Nuthetaler Mehrgenerationenhaus und seine Mitstreiter haben beim Bundeswettbewerb der Generationenhäuser um den Preis „Demografie-Gestalter“ gewonnen. Sieger wurden in fünf Kategorien ermittelt, die Nuthetaler schafften es in der Kategorie „Partizipationsprozesse“ auf den ersten Platz. Juliane Seifert, Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium, wird bei ihrem Besuch am 28. Mai das Mehrgenerationenhaus speziell für die Familienkonferenzen ehren, die einmal im Jahr stattfinden. Bei den Konferenzen kommen Nuthetaler zusammen, um ihre Ideen einzubringen und darüber zu beraten, wie die Gemeinde familienfreundlicher und lebenswerter gestaltet werden kann. „Es geht ums mitreden und mitgestalten. Es entstehen dabei auch Initiativen, die nach der Konferenz weiterlaufen“, sagt Manuela Hartert, Leiterin des Mehrgenerationenhauses.

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So wurde in der Familienkonferenz die Idee geboren, für die Jugend ein eigenes Budget zu schaffen. Inzwischen konnten schon das zweite Jahr Zuschüsse für Projekte der Jugend verteilt werden. Auch der Befund in der Konferenz, dass in Bergholz ein Kinderspielplatz für die Kleinsten fehlt, sorgte für Resonanz. „Der Spielplatz soll im Frühjahr gebaut werden“, weiß Ursula Schneider-Firsching vom Familienzentrum, das unter dem Dach des Mehrgenerationenhauses angesiedelt ist.

An der Forderung nach einem Kinderarzt für Nuthetal ist die Gruppe, die sich dafür einsetzt, weiter dran, auch wenn bisher der Erfolg ausblieb. Die Schulkinder, die etwas mit der älteren Generation unternehmen wollten, haben ihre Idee bereits postwendend umgesetzt. „Sie haben für die Senioren gebacken und mit ihnen gesungen“, erzählt Hartert. Die Kinder sind jetzt sogar einmal im Monat beim „Oldie-Treff“ dabei, wie das Treffen der singenden Seniorengruppe im Mehrgenerationenhaus genannt wird.

Das Preisgeld von 2000 Euro für den Sieg im Bundeswettbewerb soll verwendet werden, um den ehrenamtlich Engagierten „etwas zurückzugeben“, sagt Karlheinz Richter. Wie genau ihnen eine Freude gemacht wird, „soll noch eine Überraschung bleiben“, so Richter.

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Ein Geschenk flattert in den nächsten Wochen in alle Nuthetaler Haushalte: der druckfrische Familienwegweiser. „Es ist eine Broschüre für die ganze Familie. Im Heft finden sich gebündelt Informationen und Angebote für alle Generationen von null bis 100 Jahren“, sagt Schneider-Firsching. Mit Hilfe von Fördermitteln, Eigenmitteln und Spenden entstanden 7000 Wegweiser, die kostenfrei verteilt werden.

Von Jens Steglich

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