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Ferch

Ferienanlage will mehr Platz für Bungalows

Annette Bräu unterstützt Rainer Müller als Resort-Betreuerin im Betrieb des Resorts.

Annette Bräu unterstützt Rainer Müller als Resort-Betreuerin im Betrieb des Resorts.

Ferch. Schritt für Schritt zieht Moderne ein im Fercher Resort Paradies Schwielowsee. Mehr als die Hälfte der Bungalows der einstigen Ferienanlage des Energieversorgers Gasag sind renoviert, der Veranstaltungssaal in der alten Villa hergerichtet und bald können die Gäste über W-Lan durch das Internet surfen. Rainer Müller, Professor für Pharmazie an der FU Berlin, hat das Areal vor etwas mehr als zwei Jahren übernommen und seither rund 250.000 Euro investiert. "Ich finde es wichtig, dass so etwas erhalten bleibt", sagt er. Auf die Idee brachte ihn seine Frau, mit der er seit 2004 unweit der Anlage in Ferch lebt. Der Einsatz macht sich bezahlt: Im vorigen Jahr zählte das Resort mit Blick auf den Schwielowsee etwa 3000 Übernachtungen und konnte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln.

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In die Zukunft schauen Rainer Müller und seine rechte Hand im laufenden Betrieb des Resorts, Annette Bräu, zuversichtlich. Aber: "Es sollte die Möglichkeit geben, die Anlage noch zu erweitern. Wir brauchen ein paar Bungalows mehr, um eine langfristige solide Entwicklung zu sichern", sagt Rainer Müller. Derzeit befinden sich auf der 2,5 Hektar großen Fläche 15 Bungalows, eine Mehrzweckhalle, eine Villa sowie ein eigener, Fußball-, Basket- und Volleyballplatz. Gerade Bungalows mit Wasserblick wären bei den Gästen gefragt, doch die Flächen liegen teilweise im Landschaftsschutzgebiet (LSG). In der aktuellen Debatte um eine Änderung des Flächennutzungsplanes in der Gemeinde Schwielowsee wurde auch über die einstige Gasag-Ferienanlage gesprochen. Inzwischen kristallisierte sich aber heraus, dass das Ministerium eine Entlassung aus dem LSG bei einer Voranfrage der Verwaltung nicht bestätigte.

Zu DDR-Zeiten errichtet

Seit 65 Jahren existiert die Ferienanlage bereits. Sie wurde vom VEB Energiekombinat Ost für Betriebsangehörige errichtet und betrieben. In der 1915 erbauten Villa befand sich die Küche, von der aus alle Feriengäste in Vollpension bekocht wurden. Übrig blieb aus DDR-Zeiten bis heute der Nostalgie-Club „Ferchi“ mit den typischen Lampen, Gardinen und Mitropa-Geschirr. Nach der Wende wurde das Energiekombinat mit der Westberliner Gasag zusammengeführt und die Anlage stand weiterhin nur Betriebsangehörigen offen. Einige von ihnen sind noch heute Stammgäste in Ferch. Einmal im Jahr kommen Gasag-Lehrlinge für eine Schulung an den Schwielowsee. Solche Veranstaltungen helfen, das Resort auch im Winter konstanter auszulasten, sagt Rainer Müller.

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Neun DDR-Bungalows, die mit 50 bis 55 Quadratmeter vorrangig Familien ansprechen, sind jetzt voll modernisiert, haben neue Fußböden, Möbel, Kühlschränke und Fernseher. Aktuell gibt es insgesamt 34 Betten für Erwachsene und 32 für Kinder. Preislich rangiert der Aufenthalt im Resort Paradies Schwielowsee zwischen dem auf einem Campingplatz und dem im 3-Sterne-Hotel. „Unser gehobener Bungalow-Stil ist eine Ergänzung zum bestehenden Angebot im Ort“, erklärt Rainer Müller.

Vereine können Anlage mietfrei nutzen

Vor allem dient das Resort aber auch den Vereinen. Mietfrei können Ehrenamtler der Volkssolidarität, der Feuerwehr, des Fercher Unternehmerverbandes oder des Karnevalsvereins das Gelände nutzen. „Die Anlage hat sich zu einem Mittelpunkt des sozialen Miteinanders in Ferch und Schwielowsee entwickelt“, so der Betreiber. Am Wochenende schlagen zum Beispiel die Karnevalisten ihr Festzelt auf dem Platz inmitten des Resorts auf und feiern das Ende der fünften Jahreszeit. Die Tanzgruppe übt dafür kräftig in der Sporthalle nebenan.

Rainer Müllers ganzer Stolz ist der Veranstaltungssaal in der Villa. Den Aufgang, beginnend am Uferweg, hat er mit Statuen umstellt, die an Sanssouci erinnern sollen. „Da es eine historische Villa ist und Sanssouci in der Nähe liegt, bot sich hier an, Sanssouci etwas nachzuempfinden“, erzählt er. So wurde auch der Saal entsprechend mit Kristallleuchter, Goldspiegel und Gemälden rund um den Alten Fritz und Preußen gestaltet. Im Salon Sanssouci finden nicht nur Konferenzen und Schulungen statt, sondern auch Hochzeiten, Geburtstage oder Jugendweihen.

Resort steht jetzt allen offen

Seit Rainer Müller das Resort Paradies Schwielowsee übernommen hat, steht es nicht mehr nur Gasag-Mitarbeitern zur Verfügung. Gäste des Energiekonzerns erhalten allerdings Rabatt wie auch Schwielowseer, die eine Unterkunft für ihre Besucher brauchen.

Wenn in der Villa Veranstaltungen stattfinden, kann entweder ein Catering bestellt oder Plätze im Restaurants des benachbarten Hotels „Haus am See“ reserviert werden. „Alle touristischen Einrichtungen in Ferch ergänzen sich und arbeiten auch zusammen“, berichtet Rainer Müller.

Von Luise Fröhlich

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