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Treuenbrietzen

Stadt hat jetzt drei Ladestationen für E-Autos

Dritte Ladestation für Elekroautos:  Stefan Them (li.), Klimaschutzmanager der Stadt Treuenbrietzen, und Unternehmer Frank Kröger betanken das E-Auto der Stadt.

Dritte Ladestation für Elekroautos: Stefan Them (li.), Klimaschutzmanager der Stadt Treuenbrietzen, und Unternehmer Frank Kröger betanken das E-Auto der Stadt.

Treuenbrietzen.Nutzer von Elektroautos haben ab sofort in Treuenbrietzen eine dritte Ladestation zur Verfügung. Eingeweiht wurde sie auf dem Gelände der Autohäuser von Manfred Borchardt und Frank Kröger an den Bahnhofstraße. Stolz auf die neue Errungenschaft für mehr Klimaschutz in der Stadt ist auch Stefan Them. „Denn damit ist Treuenbrietzen nun fast dreimal so gut wie Berlin, betrachtet man die Anzahl der Ladepunkte pro Einwohner“, sagt der Klimaschutzmanager der Kommune. Weitere Landepunkte gibt es seit Jahren bereits am Rathaus sowie im Energieautarken Ortsteil Feldheim.

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Landkreis hat noch großen Bedarf

Im Landkreis Potsdam-Mittelmark indes gebe es derzeit noch viel zu wenige Möglichkeiten, ein E-Auto aufzuladen. Allerdings steigt die Zahl der Strom-Zapfsäulen. Zu den inzwischen rund 25 Ladepunkten kommen demnächst zwölf weitere dazu, erklärt Barbara Ral. Die Beauftragte für Klimaschutz des Kreises hatte bei Kommunen für ein Förderprogramm des Bundesverkehrsministeriums geworben, das die Anschaffung fast komplett finanziert.

„Die Resonanz bei den Kommunen war sehr unterschiedlich“, erklärt Barbara Ral. Im Herbst plane sie eine nächste Offensive. „Sie richtet sich dann an interessierte Unternehmen, denen wir beim Papierkram und der Auswahl der Technik helfen wollen“, sagt die Klimaschutzmanagerin.

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Barbara Ral die Klimaschutzmanagerin des Landkreises möchte in Potsdam-Mittelmark die Elektromobilität schneller ausbauen.

Barbara Ral die Klimaschutzmanagerin des Landkreises möchte in Potsdam-Mittelmark die Elektromobilität schneller ausbauen.

Die beiden Treuenbrietzener Unternehmer helfen indes schon jetzt, das Netz der Elektro-Ladestationen zu verdichten. „Zu unseren Öffnungszeiten kann hier jeder kostenlos Strom tanken“, sagt Frank Kröger. Der Inhaber eines Autohauses möchte allgemein mit der Zeit gehen. „Denn immer mehr Auto-Hersteller bieten Elektromodelle an und auch wir wollen uns für unsere Service-Fahrten eins anschaffen“, erzählt der Unternehmer gegenüber der MAZ.

Viermal schneller als am Rathaus

Die neue Strom-Zapfstation hat eine Ladeleistung von bis zu 22 Kilowatt und verfügt über den inzwischen standardisierten Ladestecker von Typ 2. Der umweltfreundliche Strom für die Autos fließt aus einer Solaranlage, die auf dem Dach einer voriges Jahr fertiggestellten neuen Halle auf dem Firmengelände arbeitet. Bei Bewölkung komme der Ökostrom aus dem Netz eines Stromversorgers als Kooperationspartner für die größtenteils von den Autohäusern selbst finanzierte Ladestation.

Zwölf neue Stationen im Kreis

Nach Schätzungen des Beratungsgremiums Nationale Plattform Elektromobilität sind bis 2020 bundesweit 70 000 Ladepunkte und 7100 Schnellladesäulen notwendig, um die von der Bundesregierung angestrebte Zahl von einer Million Elektroautos zu versorgen.

Derzeit gibt es bundesweit 7400 Ladepunkte. Pro Jahr kommen allerdings fast 2000 neue öffentliche Ladepunkte hinzu, besonders in Ballungszentren.

Im Landkreis Potsdam-Mittelmark sind aktuell circa 25 Ladestationen nutzbar. Zwölf neue sind über ein Förderprogramm beantragt.

Dort könne nun viermal schneller geladen werden, als an der einfachen Landedose am Markt. „Je nach Kapazität ist ein E-Auto hier in eineinhalb Stunden zu drei Vierteln frisch geladen“, erklärt Frank Kröger.

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„Diese Nutzung erneuerbarer Energien schont unser Klima und die Stromproduktion vor Ort entlastet unsere Stromnetze. So funktioniert Klimaschutz“, sagt Stefan Them. Er ist froh über das zusätzliche Angebot für Fahrer von Elektro-Autos in der Region.

Klimaschutz auch schon mit Fahrrädern

Im Autohaus Kröger ist Klimaschutz schon länger ein Thema. Seit Mai vorigen Jahres sind dort über ein Projekt des Landkreises Potsdam-Mittelmark schon zwei Elektro-Fahrräder stationiert. Klimaschutzmanagerin Barbara Ral will damit mehr Menschen motivieren, für ihre täglichen Wege vom Auto aufs Fahrrad umzusteigen, vor allem im Stadtgebiet.

Die Räder stehen kostenlos als Testobjekte bereit – auch für Kunden der Autowerkstätten. Gefragt sind sie bei gutem Wetter vor allem aber bei Teilnehmern von Veranstaltungen im Energieautarken Dorf Feldheim, die mit dem Zug am Bahnhof in Treuenbrietzen ankommen. Wegen seiner innovativen Selbstversorgung mit Energie sowie des Tagungs- und Informationszentrum wird der Ort besonders auch von internationalen Besuchern angesteuert.

Öffentliche Busverbindungen dorthin sind indes selten. „Der Radverleih ist gut kommuniziert und klappt prima“, erzählt Frank Kröger. Im Sommer vergehe kaum eine Woche ohne Reservierungen für die beiden Elektroräder samt regensicheren Packtaschen und Helmen, so der Unternehmer.

Von Thomas Wachs

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