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Stahnsdorf

Breakdance im Bülow-Gymnasium

Mikel alias Michael Rosemann (r. mit Basecap) von den „Flying Steps" zeigt Schülern des Musik-Leistungskurses im Vicco-von-Bülow-Gymnasium Stahnsdorf die ersten Grundschritte im Breakdance.

Mikel alias Michael Rosemann (r. mit Basecap) von den „Flying Steps" zeigt Schülern des Musik-Leistungskurses im Vicco-von-Bülow-Gymnasium Stahnsdorf die ersten Grundschritte im Breakdance.

Stahnsdorf. Musikpädagoge Oliver Limbach möchte mit seinen Schülern im Vicco-von-Bülow-Gymnasium in Stahnsdorf über „Musik in Verbindung mit anderen Künsten und Ausdrucksformen“ nicht einfach nur reden. Die Jugendlichen sollen das Thema des aktuellen Kurshalbjahres live erleben und sich mit Profis darüber unterhalten können. Nachdem schon der Musiklehrer von den „Flying Steps“ begeistert war, einer Breakdance-Formation aus Berlin, wollte er nun sehen, wie der vierfache Weltmeister auf seine Schüler wirkt.

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Noch gibt es keine Breakdance-Schule

„Breakdance hat sich seine Akzeptanz in der Gesellschaft hart erkämpfen müssen und ringt noch immer um den Stellenwert, den er eigentlich verdient“, sagt Michael (Mikel) Rosemann. Der Teilhaber und Artist Manager der „Flying Steps“ ist dieser Tage im Leistungskurs Musik des Stahnsdorfer Gymnasiums zu Gast. Nicht nur beim klassischen Ballett gebe es feste Regeln, sondern auch der Breakdance sei eine Tanzkunst mit festgelegten Grundschritten. Mittlerweile gibt es in Deutschland eine Reihe professioneller Tänzer. Eine Ausbildungsstätte für diesen Teilbereich des Hip-Hops gibt es aber nicht. Darum hat die Gruppe in Berlin-Kreuzberg ihre Flying Steps Academy gegründet, in der schon Acht- und Neunjährige die teils akrobatischen Elemente kennen lernen.

„Doch einfach nur eine Breakdance-Show reicht nicht aus, um viele Menschen verschiedenen Alters auf dich aufmerksam zu machen. Da musst du schon etwas Besonderem bieten“, sagt der 42-Jährige zu den Stahnsdorfer Schülern. Als der Gründer der Gruppe, der Deutsch-Libanese Vartan Bassil einmal seine Schwiegermutter in ein Bach-Konzert begleiten musste, kam ihm plötzlich die Idee: Wie kann man Klassik und Breakdance zusammenbringen?

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Zu Beginn erzählt Michael (Mike) Rosemann den Schülern des Musik-Leistungskurses im Gymnasium, wie er zum Breakdance gekommen ist

Zu Beginn erzählt Michael (Mike) Rosemann den Schülern des Musik-Leistungskurses im Gymnasium, wie er zum Breakdance gekommen ist.

Der Opernregisseur Christoph Hagel hatte die passende Antwort darauf und perfektionierte die Shows der „Flying Steps“. In „Flying Bach“ treten acht Breakdancer und eine Ballerina in Kostümen vor einem Bühnenbild auf, begleitet von einem Pianisten und einem Cembalisten. Es geht um die Vereinigung eben jener beiden Musikwelten, die einigen gelingt, aber anderen doch sehr viel Mühe bereitet, beschreibt Mikel das Programm. Man müsse dafür kein Experte sein. Der Tanz erkläre die Musik und umgekehrt, sagt er.

Nach der Premiere des Stücks waren die folgenden 15 Shows sofort ausgebucht, erzählt Mikel. Im Publikum saßen Musikkenner, Familien mit Kindern und Großeltern, Jugendliche. „Wir wollen Breakdance in die heiligen Konzerthallen und Bach unter die Jugendlichen bringen“, spricht Christoph Hagel in einem Videoclip zu den Stahnsdorfer Schülern.

Probieren kommt nach dem Studieren

Breakdancer Mikel war zum ersten Mal im Stahnsdorfer Gymnasium. Doch die 40 Mitglieder der Berliner Tanzformation gehen seit Jahren an die Universitäten und in die Schulen, berichten dort von ihrer Leidenschaft und geben Workshops im Breakdance. Auch die Stahnsdorfer Jugendlichen stellen sich in der Aula des Gymnasiums auf, um gemeinsam mit Mikel einmal die ersten Grundschritte und Handbewegungen zu probieren.

„Es war sehr interessant, die Entwicklungsgeschichte einer Subkultur zur Professionalität kennen zu lernen“, resümiert Heinrich aus dem Leistungskurs hinterher. Zwei seiner Freunde sind ebenfalls Hobby-Breakdancer, fügt er hinzu. „Die Jugendlichen waren sehr interessiert und sehr motiviert. Doch zwei Unterrichtsstunden sind viel zu kurz, um ihnen mehr zu zeigen“, sagt Mikel und ist begeistert. Dass er irgendwann einmal wieder nach Stahnsdorf kommt, dürfte jetzt schon feststehen.

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Von Heinz Helwig

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