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Stahnsdorf

Hotel am „Stahnsdorfer Hof“ soll in B-Plan festgelegt werden

Der „Stahnsdorfer Hof“ und zwei angrenzende Grundstücke werden von der Gemeinde Stahnsdorf beplant.

Der „Stahnsdorfer Hof“ und zwei angrenzende Grundstücke werden von der Gemeinde Stahnsdorf beplant.

Stahnsdorf. Auf dem Areal des Stahnsdorfer Hofes soll etwas passieren – ein entsprechender Entwurf für einen Bebauungsplan wird ab Dienstag in den Stahnsdorfer Gremien diskutiert. Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger) setzt dabei weiterhin auf die gemeinsame Entwicklung von drei Grundstücken in der Wilhelm-Külz-Straße und einen Planer, der bereits seine ersten Ideen für ein Hotel mit laut Albers bis zu 150 Zimmern vorgestellt hat.

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Der Stahnsdorfer Hof soll einem Hotel weichen.

Der Stahnsdorfer Hof soll einem Hotel weichen.

„Die Veränderungssperre läuft aus“, so Albers, der gerne mitbestimmen möchte, was an dieser Stelle, die nicht nur von ihm gerne als „Eingangstor Stahnsdorfs“ bezeichnet wird, in Zukunft geschieht. Er möchte hier keine Tankstelle oder einen Supermarkt-Funktionsbau, sagt er. Vielmehr baut er hier auf die Stichworte „Tradition“ und „Identität für den Ort“, zudem habe Stahnsdorf noch kein eigenes Hotel. Aus diesem Grund übernehme bisher auch die Gemeinde selbst die Planungskosten. „Und auch, um die Planungshoheit zu behalten.“

Nicht alle Eigentümer sind mit Veränderungssperre einverstanden

Vor drei Jahren hatte die Gemeindevertretung eine Veränderungssperre über das Grundstück des ehemaligen Restaurants und Hotels "Stahnsdorfer Hof" sowie zwei angrenzende Grundstücke gelegt, voriges Jahr wurde diese verlängert.

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Die Begeisterung war nicht bei allen Betroffenen groß, räumt auch Albers ein. Volker Ludwig, sein Eigentümer-Kontakt bei der Hauptfläche, dem 2019 geschlossenen Stahnsdorfer Hof, habe sich zwar nie bei ihm beschwert. „Sie stehen dem offen gegenüber, aber irgendwann ist auch mal Schluss damit“, habe dieser gesagt, so Albers. Vom direkt angrenzenden Grundstück, auf dem ein kleines Haus steht, sei „im Nachgang kein Protest“ eingegangen. Der Eigentümer des dritten Grundstückes, auf dem unter anderem eine Tierarztpraxis untergebracht ist, habe am Anfang mitgeteilt, er wolle das nicht. „Seitdem gab es keine Rückmeldung mehr“, sagt der Bürgermeister. „Das ist der Stand.“

Der „Stahnsdorfer Hof“ war ein Traditionslokal, das 2019 geschlossen hat.

Der „Stahnsdorfer Hof“ war ein Traditionslokal, das 2019 geschlossen hat.

Doch mit der einmaligen Verlängerung wurde diese Möglichkeit ausgereizt. Eine Anschlusslösung muss her, ein B-Plan. Albers spricht hier von einer „Angebotsplanung“: Investoren und Eigentümer können davon Gebrauch machen, müssen es aber nicht, erklärt er. Niemand sei gezwungen zu verkaufen. Was bisher laufe, könne auch weiterhin laufen. Nur abreißen und neu bauen ginge nur im Rahmen des B-Planes – und der soll künftig nur die Zwecke Hotel, Gastronomie, Kultur und Bildung erlauben. Damit hält Albers zumindest auch noch die Möglichkeit offen, dass der Landkreis doch noch mit einem Neubau seiner Volkshochschule an diesen Standort zieht, was im ersten Anlauf mit der Pardemann Villa in der Ruhlsdorfer Straße 1 nicht geklappt hat.

Hohe GRZ für Baufenster über die gesamte Fläche

Das Baufenster ist laut B-Plan-Entwurf über quasi die gesamte Fläche aller drei Grundstücke gelegt. Das heiße aber nicht, dass alles zugebaut werde, so Albers. „Das kann man, muss man aber nicht bebauen.“ Konkret ist eine maximale Grundflächenzahl (GRZ) von 0,6 vorgesehen. „Diese relativ hohe GRZ berücksichtigt auch die besondere Situation des auf drei Seiten von Straßen eingefassten Eckgrundstücks und gestattet eine baulich-räumlichen Fassung zu den Straßen“, heißt es in der Begründung zum Entwurf.

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Albers hat für die Fläche bereits konkrete Interessenten. DSH-Projektentwickler Wolfgang Schulz aus Potsdam und seine beiden Kollegen Fridtjof Rachel und Dietmar Dressler präsentierten vor rund drei Jahren einen groben Entwurf für einen kleinteiligen Gebäudekomplex mit einem einheitlichen Sockelgeschoss, der neben einem Hotel auch einen Hof- und Gartenbereich, Boutiquen, Handels- und Dienstleistungseinrichtungen beinhaltete. „Das waren erste Ideenskizzen“, so Albers. „Die Reaktion aus der Gemeindevertretung war – vorsichtig formuliert – überrascht bis skeptisch.“

Projektentwickler warten auf weitere Entwicklungen

Inzwischen seien die Vorarbeiten für das Vorhaben eingestellt worden, weil der Entwickler erst Eigentümer sein wolle, bevor er noch mehr investiere. „Sie haben grundsätzlich noch Interesse, wollen aber erst sehen, dass es Möglichkeiten gibt, das Projekt auch umzusetzen“, versichert der Bürgermeister. Mit dem B-Plan würden die Rahmenbedingungen geschaffen, mit einem städtebaulichen Konzept könnten dann Details festgelegt werden, beschreibt Albers. Immerhin hätte der Standort eine große Bedeutung für Stahnsdorf als Eingangssituation aus Kleinmachnow und Potsdam kommend.

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