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Treuenbrietzen

Russischer Abend begeistert die Besucher

Das Theater 89 zeigte drei Einakter aus Anton Tschechows Repertoire.

Das Theater 89 zeigte drei Einakter aus Anton Tschechows Repertoire.

Treuenbrietzen. „Wir werden regelrecht überrannt“, freute sich Birgitta Anders von der Stadtinformation Treuenbrietzen am Samstagabend. Deutlich über 100 Menschen strömten zum „Russischen Abend“ mit dem Theater 89 auf das idyllische Gelände unterhalb des Treuenbrietzener Wahrzeichens, dem Wasserturm.

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Hans-Joachim Frank, künstlerischer Leiter des Ensembles, war überwältigt: „Wir haben uns unser Publikum erarbeitet.“ Zum siebten Mal findet die Sommertournee der Truppe 2018 in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischem Stadtkernen“ und dem Kulturland Brandenburg statt.

„Es ist großartig zu sehen, wie sich die Stadtzentren mit der Zeit entwickelt haben“, sagte Frank.

Bürgermeister Michael Knape zeigte sich als Gastgeber in seiner Begrüßung überzeugt: „Wir brauchen keine großen Kulissen, wir bieten selbst die beste Kulisse.“ Tatsächlich war das Schauspiel vor dem immer dunkler werdenden Himmel und dem vom Scheinwerferlicht erleuchteten Turm ein ganz besonderer Anblick.

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Auf der Bühne wurden drei Einakter von Anton Tschechow gezeigt, in denen die Schauspieler zu komödiantischer Höchstform aufliefen. Das Ensemble präsentierte „Der Bär“, den Monolog „Vom Schaden des Tabaks“ und „Der Heiratsantrag“.

In den scherzhaften Miniaturen über die ach so menschlichen Schwächen offenbarte sich die tiefe Menschenkenntnis des Autors Tschechow. Trotz karikaturistischer Übertreibung wirkten die dargestellten Figuren authentisch.

Aus dem Publikum erklangen schon nach wenigen Szenen erste „Bravo“-Rufe. Nadja Reichardt, Zuschauerin und Frau von Matthias Zahlbaum, der den „noch nicht alten Gutsbesitzer“ in „Der Bär“ verkörperte, zeigte sich angetan von der Aktualität in Tschechows Dialogen. Auch die Michendorferin Christine Winter war von dem unterhaltsamen Abend begeistert: „Fantastisch.“

Musikalisch unterstützt wurde die Truppe des Theaters 89 vom Frauenchor Raduga, zu Deutsch „Regenbogen“, aus Altes Lager, in dem überwiegend russlanddeutsche Aussiedlerinnen singen.

Das Zusammenspiel von Chor und Ensemble erzeugte eine wohlige Stimmung – so mancher Zuschauer summte die Melodien für sich mit.

Der Erfolg der „Sommertheater in historischen Stadtkernen“ hat die Veranstalter ermuntert, das Format jetzt vom Schauspiel auf die Musik zu übertragen.

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Die Kammerakademie Potsdam wird in Treuenbrietzen, Beelitz und Beeskow zu „verwunschenen Konzerten“ an ungewöhnliche, der Öffentlichkeit zumeist (noch) nicht zugängliche Orte einladen.

In Treuenbrietzen wird die Veranstaltung am 21. September um 19 Uhr stattfinden.

Von Andreas Trunschke

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