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Treuenbrietzen

Schüler zeigen seit 20 Jahren Courage

Beim Landestreffen zu 20 Jahren „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ war am Montag auch eine Abordnung der Gesamtschule Treuenbrietzen dabei.

Beim Landestreffen zu 20 Jahren „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ war am Montag auch eine Abordnung der Gesamtschule Treuenbrietzen dabei.

Treuenbrietzen. Diese jungen Leute sind eigentlich schon alte Hasen: Schüler des einstigen Gymnasiums „Am Burgwall“ Treuenbrietzen gehörten im Jahr 2001 zu den ersten Schulen ohne Rassismus im Brandenburg. Und so war eine Abordnung der heutigen Gesamtschule auch am Montag mit dabei, als im Potsdamer Landtag das 20. Jubiläum des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ gefeiert wurde. Von den heute 80 Schulen im Brandenburger Netzwerk waren 110 Kinder und Jugendliche aus 40 Schulen angereist, um sich auszutauschen.

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Gratulation vom Vizepräsidenten

Dieter Dombrowski (CDU), der Vizepräsident des Landtages gratulierte dem Netzwerk zur Eröffnung des Treffens im Plenarsaal: „Was dieses Schulnetzwerk so erfolgreich macht, ist die Selbstbestimmung der Schülerinnen und Schüler, die sich freiwillig und bewusst dafür entscheiden, bei Pöbeleien und Angriffen aufgrund von anderer Kleidung, Sprache oder Hautfarbe aktiv zu werden“, sagte der Landtagsabgeordnete.

Das Gymnasium „Am Burgwall“ in Treuenbrietzen trägt den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ stolz

Das Gymnasium „Am Burgwall“ in Treuenbrietzen trägt den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ stolz. So auch 2016 zum 25-jährigen Bestehen der Schule.

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„Sie verpflichten sich freiwillig, gegen jede Form von Diskriminierung einzutreten, bei Konflikten einzugreifen und gemeinsame Aktionen gegen Rassismus zu starten“, so Dombrowski. „Schulen ohne Rassismus verändern Schulalltag und Schulkultur hin zu einem Klima gegenseitiger Achtung, Anerkennung der Individualität des Anderen. Wenn diese guten Beispiele von weiteren Schulen übernommen werden, dann wird es in Brandenburg bald hoffentlich nur noch Schulen ohne Rassismus geben“, so der CDU-Abgeordnete.

Beim Landestreffen zu 20 Jahren „Schule ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ trat auch die Schulband der Gesamtschule Treuenbrietzen auf

Beim Landestreffen zu 20 Jahren „Schule ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ trat auch die Schulband der Gesamtschule Treuenbrietzen auf.

Die Abordnung aus Treuenbrietzen war mit Schulsozialarbeiter Sven Gatter zur Jubiläumsveranstaltung nach Potsdam gereist. Darunter auch die Schulband, die das Jubiläumstreffen gemeinsam mit zwei weiteren Bands und einem Rapper musikalisch begleitet haben. Nach dem Festakt beteiligten sich die Jungen und Mädchen im Landtag – so wie bei ihren regelmäßigen Treffen – wieder an Workshops zu verschiedenen Themen.

Beim Landestreffen zu 20 Jahren „Schule ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ war Sozialarbeiter Sven Gatter (re) mit einer Abordnung der G

Beim Landestreffen zu 20 Jahren „Schule ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ war Sozialarbeiter Sven Gatter (re.) mit einer Abordnung der Gesamtschule Treuenbrietzen dabei.

Die Schüler diskutierten in sechs Arbeitsgruppe zu Themen wie Hassreden im Internet, globalem Lernen und zum Schreiben über couragiertes Tun. Sie fragten sich, wie sie Antisemitismus im Vorfeld begegnen können, wie man eigentlich Gesellschaft gestaltet und traten mit allein nach Europa geflüchteten Altersgenossen in einen lyrischen Dialog.

20 Jahre eingetreten für bunte Vielfalt

Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) sagte: „20 Jahre‚ Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage‘ heißt 20 Jahre Eintreten für die bunte Vielfalt unserer Gesellschaft, gegen Diskriminierung, Mobbing und Gewalt“ In den zwei Jahrzehnten sei ein sehr aktives Netzwerk gewachsen mit inzwischen 80 Schulen, „die in besonderer Weise und besonders mutig Diskriminierung und Rassismus im Alltag entgegentreten“.

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Regelmäßig beschäftigen sich Treuenbrietzener Gymnasiasten mit Fragen  zum  Rassismus

Regelmäßig beschäftigen sich Treuenbrietzener Gymnasiasten mit Fragen zum Rassismus. So wie hier voriges mit der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Thema „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ zum Auftakt eines Erasmus-Projektes.

Dieses Engagement sei nicht selbstverständlich, so die Ministerin. So dankte Schülern und Lehrern sowie der Landeskoordination des Programms und allen Partnern des Netzwerks für ihren Einsatz gegen Rassismus, Intoleranz und Diskriminierung. „Ich ermuntere alle, weiter so engagiert zu sein, wenn es darum geht, Mauern von Vorurteilen zu durchbrechen und aktiv für Weltoffenheit und Menschenrechte einzutreten“, sagte Britta Ernst.

70 Prozent müssen mitmachen

Als erste in Brandenburg war vor 20 Jahren eine Schule aus Beeskow dem Netzwerk beigetreten. Seit 2003 berät und unterstützt die Landeskoordination Brandenburg die mittlerweile 80 Courage-Schulen im Land.

Um eine Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage zu werden, müssen sich mindestens 70 Prozent aller Schüler, Lehrkräfte und Mitarbeiter mit ihrer Unterschrift zu den Grundsätzen des Netzwerks bekennen sowie langfristig Aktionen und Projekte gegen Rassismus durchführen.

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Von Thomas Wachs

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