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Werder

Betreiber möchte das Kino endlich kaufen

Der Scala Kulturpalast in der Eisenbahnstraße in Werder ist dringend sanierungsbedürftig.

Der Scala Kulturpalast in der Eisenbahnstraße in Werder ist dringend sanierungsbedürftig.

Werder.Vor drei Jahren hat Gösta Oelstrom den Scala Kulturpalast in Werder übernommen. Nun möchte der Betreiber das 1940 erbaute Kino kaufen, wie er via Facebook angekündigt hat. „Wir als jetzige Mieter können das erfolgreiche Konzept nur weiter fortsetzen, wenn wir das Haus selbst kaufen“, erklärt er. Abgesehen vom Betrieb verschlinge das denkmalgeschützte Haus Kosten, die kaum allein mit einem wirtschaftlichen Betrieb zu erzielen seien. Eine Grundsanierung des Hauses wäre dringend notwendig.

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Derzeit wird noch ausgelotet, ob der TV-Produzent Gösta Oelstrom selbst als potenzieller Käufer auftritt oder der Verein "Freundeskreis Scala Kulturpalast". Vor allem fehlt es aber an Geld, weshalb das Team auf Spenden angewiesen ist. Eine Sammelaktion auf Facebook läuft noch zwei Wochen. Angesetzt sind hier 36 000 Euro, ein Bruchteil des Kaufpreises. Unterstützer können helfen, indem sie beispielsweise Fördermitglied des Vereins werden, Werbung beim Betreiber buchen oder als Sponsor auftreten. "Grundsätzlich wollen wir mit den Spenden das Haus als Kulturort sichern", so Gösta Oelstrom. Zunächst würden die Spenden als Eigenanteil in den Kauf des Scalas fließen und später als Eigenanteil für Förderprogramme zur Sanierung dienen. Auch Veranstaltungen wie das Musikfestival "Werder klingt" könnten mit dem Geld unterstützt werden.

„Wir haben unser Herz verloren“

Mit ehrenamtlicher Hilfe konnte das Gebäude immer wieder notdürftig repariert werden, "um wenigstens einen sicheren Betrieb gewährleisten zu können." Unzählige Events, Konzerte und Filme waren seither in den ehemaligen "Fontane Lichtspielen" zu sehen und zu erleben. Die vergangenen drei Jahre hätten bewiesen, dass das Konzept aus Veranstaltungsort, Kino und Gastronomie funktioniert. Einnahmen investierte der Betreiber zum Beispiel in einen modernen Projektor oder in eine Dolby-5.1-Tonanlage. Auch die Treppe vor dem Eingang wurde im Frühjahr vorigen Jahres erneuert. "Wir sind noch lange nicht auf eine Goldgrube gestoßen, aber unser Herz haben wir verloren", sagt der Betreiber, der das Scala mit seiner Gesellschaft "stars and heroes UG" seit Juli 2015 führt.

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Schon nach dem ersten Jahr in Werder war es Gösta Oelstroms Wunsch, sein Traumkino irgendwann zu kaufen. Die Reparaturen und Investitionen sollten sich langfristig auszahlen. Die seit Jahren bestehende Verkaufsabsicht des Besitzers werde nun endlich real, berichtet der Berliner weiter.

Von Luise Fröhlich

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