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Werder an der Havel

Regiobus weitet Fahrten der Linie 631 aus

Sie brachten 2017 das neue Angebot auf den Weg (v.l.): Wolfgang Blasig, Christian Große, Manuela Saß und Hans-Jürgen Hennig.

Sie brachten 2017 das neue Angebot auf den Weg (v.l.): Wolfgang Blasig, Christian Große, Manuela Saß und Hans-Jürgen Hennig.

Werder. Die Regiobus Potsdam Mittelmark GmbH will an ihren Fahrplänen schrauben. Grund ist, dass mehr Menschen das vor zwei Jahren eingeführte Powerbus-Angebot nutzen als erwartet. Das teilte Regiobus-Geschäftsführer Hans-Jürgen Hennig gestern im Rathaus in Werder mit. Gemeinsam mit der Bürgermeisterin der Stadt Werder, Manuela Saß, und dem 1. Beigeordneten, Christian Große (beide CDU), stellte Hennig die Evaluation der vergangenen zwei Jahre vor.

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30 Prozent mehr Fahrgäste

Nach der Beurteilung der Nachfrage stand für Hennig und sein Planer-Team fest: Auf Strecken, wo die Nachfrage groß ist, muss das Angebot ausgeweitet werden. Dort hingegen, wo es eine schwache Nachfrage gibt, soll es auch ein kleineres Linien-Angebot geben. Im gesamten Powerbus-Netz nutzten 30 Prozent mehr Menschen den Bus als noch vor zwei Jahren.

Die mit Abstand am stärksten nachgefragte Linie ist die 631. Sie verzeichnete in den vergangenen zwei Jahren 64 Prozent mehr Fahrgäste. Deshalb soll ihr 15-Minuten-Takt wochentags in der Richtung Potsdam–Werder in der Zeit von 13.30 Uhr bis 19.30 Uhr ausgedehnt werden. „Um auch die Bedingungen der arbeitenden Bevölkerung, aber auch im beginnenden Freizeitverkehr und auch im Einkaufsverkehr deutlich besser abzudecken“, sagte Hennig.

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Linie 631 soll nachts mehr fahren

Außerdem möchte er eine weitere Fahrt der Linie 631 am frühen Morgen von „Werder Post“ zum Bahnhof einsetzen. Ziel ist, den Gäste den Umstieg in den RE 1 um 6.30 Uhr zu ermöglichen. „Damit werden alle Fahrten der 631 in Zukunft einen direkten Umstieg am Bahnhof Werder an der Havel haben“, sagte Hennig.

Eine weitere Schraube, die Hennig und sein Planer-Team drehen, ist der Nachtverkehr der Linie 631. Bisher fuhr er samstags, sonntags und an Feiertagen zweimal in der Nacht. Es soll bei diesen Verkehrstagen bleiben, allerdings wird es mehr Fahrten geben. In beide Richtungen fahren dann zwei zusätzliche Busse und bis 2.30 Uhr wird die Linie 631 im 60-Minuten-Takt fahren. Nachtfahrten bekommen einen Anschluss zum RE 1 aus Berlin.

Autonomes Fahren in Werder?

Anders sieht es bei der Linie 634 aus. Die Fahrtrichtung von Werder nach Neu-Töplitz ist so wenig nachgefragt, dass der Regiobus außerhalb des Schülerverkehrs reduziert wird. Zudem möchte Hennig prüfen, ob die Bedienung der Haltestelle „Markt“ auf der Insel sich noch lohnt. Dort befördere sein Unternehmen wenig Fahrgäste, habe aber hohe Betriebskosten. „Die nächste Haltestelle ist nicht so weit weg“, sagte er, „wir überlegen, ob wir dort ein anderes Angebot machen können, das sowohl die Verbindung zur Insel sicherstellt als auch die Verträglichkeit für die Insel.“

Das könnten Busse sein, die elektrisch oder gar autonom fahren. Er ist überzeugt, dass das autonome Fahren schon aus purer Neugierde gut angenommen wird. Christian Große ergänzte: „Unser Ziel ist es, innerhalb des nächsten halben Jahres, gemeinsam mit dem Landkreis ein Pilotprojekt zu starten.“

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Die neuen Fahrpläne gelten ab Sonnabend, 13. April. Sie sind einzusehen unter www.regiobus-pm.de

Von Annika Jensen

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