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Kommunikation in Werder

Werders Ortsvorsteher wünschen sich mehr Informationen

Zum Neubau der Autobahnbrücke nach Kemnitz dringen nur wenige Informationen in den Ortsteil vor.

Zum Neubau der Autobahnbrücke nach Kemnitz dringen nur wenige Informationen in den Ortsteil vor.

Werder. Stadt und Dörfer – ein Spannungsfeld. Die Zusammenarbeit zwischen den Verantwortlichen der Werderaner Verwaltung und den Ortsvorstehern sei in der Regel ordentlich – doch an einigen Punkten klemmt es, erfuhr die MAZ bei einer Umfrage unter den acht Ortsvorstehern Eveline Kroll (CDU) in Bliesendorf, Dirk Lutze (CDU) in Plessow/Plötzin, Frank Ringel (Bürger Bund Töplitz/CDU) in Töplitz, Joachim Thiele (Bürger für Kemnitz/SPD) in Kemnitz, Sigmar Wilhelm (Freie Bürger) in Glindow, Stephan Hübner (Bürgerbündnis Derwitz/CDU) in Derwitz, Carsten Mendling (Freie Bürger) in Phöben sowie Gunter Schinke (Die Linke) in Petzow.

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„Art des Umgangs muss verbessert werden“

„Die Art des Umgangs miteinander ist stark verbesserungsbedürftig“, sagt Joachim Thiele. Konkret bemängelt der Kemnitzer Ortschef, dass er und die Ortsbeiratsmitglieder häufig ungenügend mit Informationen versorgt werden. Ein Beispiel dafür sei der im Herbst erfolgende Abriss und Neubau der über die Autobahn 10 direkt nach Kemnitz führenden Autobahnbrücke. Bislang seien lediglich wenige Fakten über das Vorhaben des brandenburgischen Landesbetrieb Straßenwesen in den Ort vorgedrungen. „Der Landesbetrieb ist zwar zuständig, aber man kann doch trotzdem einfach einmal darüber informieren“, erläutert Thiele. Ein anderes Mal ging es um das Aufstellen von Sitzbänken vor dem Dorfgemeinschaftshaus. „Die Bänke wurden einfach aufgestellt – niemand hat überhaupt vorher einmal nachgefragt, an welcher Stelle wir die Bänke gern haben möchten“, sagt der Ortsvorsteher. Zudem würde sich Thiele wünschen, dass die Werderaner Stadtverordneten die Meinung der Ortsbeiratsmitglieder bei Beschlüssen, die Kemnitz betreffen, stärker berücksichtigen.

Wunsch nach Bauhofmitarbeiter für Töplitz

Der Töplitzer Ortschef Frank Ringel lobt, dass Stadtchefin Manuela Saß (CDU) an jeder Sitzung des Ortsbeirates teilnimmt und somit einige Probleme direkt geklärt werden können. Dem Wunsch des Gremiums, den Neubau der Wublitzbrücke mit einem kombinierten Rad- und Fußweg auszustatten, sei durch die Zusammenarbeit mit Werders Bauamt entsprochen worden. Das Projekt „Größeres Ärztehaus“ werde ebenso von der Verwaltung in Zusammenarbeit mit der städtischen Haus- und Grundstücksverwaltung unterstützt. Den Verlust eines eigens für Töplitz zuständigen Bauhofmitarbeiters bemängelt Ringel hingegen. Der Ortsbeirat wünscht sich trotz Fachkräftemangels und coronabedingten Ausfällen wieder einen Bauhofmitarbeiter, der an zwei Tagen pro Woche auf der Insel tätig ist und etwa kleinere Reparaturen erledigt. „Er muss nicht täglich präsent sein“, sagt Ringel. Die Übernahme von weiteren Pflegeverträgen für Töplitzer Grünflächen wäre ebenso wünschenswert. Somit könnte das Ortsbild aufgewertet werden.

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Schnelle Lösung für kleine Probleme

„In Diskussion stehen die zeitlichen Abläufe bei der kontinuierlichen Pflege des örtlichen Erscheinungsbildes einschließlich der Grünflächenpflege, des Baumbestands und der Erhaltung von Ordnung und Sauberkeit in Glindow“, sagt Ortschef Sigmar Wilhelm. Ziel sei es, die gegenseitige Information zu dem Thema zu vertiefen. Das wichtigste Projekt in Glindow sei der Bau eines Bürgerhauses, sagt Wilhelm. Dabei werde eine „wirkungsvolle Unterstützung“ von der Stadtverwaltung erwartet. Generell könnten Probleme aufgrund der regelmäßigen Teilnahme von Werders Vizebürgermeister Christian Große (CDU) an den Ortsbeiratssitzungen sowie der engen Zusammenarbeit mit den Verwaltungsmitarbeitern zügig geklärt werden. Bei anstehenden Investitionen werde der Ortsbeirat grundsätzlich vorher gehört, hebt Sigmar Wilhelm hervor.

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Eveline Kroll und Dirk Lutze wünschen sich hingegen, dass Bautätigkeiten, Pflegearbeiten oder Ordnungsangelegenheiten mit den Ortsbeiratsmitgliedern besser abgestimmt und diese stärker einbezogen würden. Das Engagement von Saß und Große bewerten Kroll und Lutze mit „sehr positiv“. Beide pflegten den Kontakt zu den Einwohnern und Feuerwehrleuten von Plessow, Plötzin und Bliesendorf intensiv. Kleinere Probleme würden zügig gelöst. Das Ortsteilbudget, das in jedem Ortsteil individuell verwaltet wird, sei ebenso positiv.

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Von Elke Kögler

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