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Demografiebericht

Prognose bis 2030: Diese Region in Potsdam-Mittelmark soll besonders viele Einwohner verlieren

Ziesar verliert nach der Prognose deutlich an Einwohnern.

Ziesar verliert nach der Prognose deutlich an Einwohnern.

Mittelmark. Dem Südwesten des Landkreises Potsdam-Mittelmarks droht nach einer Schätzung des Landkreises Potsdam-Mittelmark ein weiterer erheblicher Bevölkerungsschwund. Konkret wird die Region Ziesar bis 2030 rund 17 Prozent an Bevölkerung verlieren. Das geht aus dem neuesten Demografie-Bericht des Landkreises Potsdam-Mittelmark hervor, den Bernd Schade, Fachbereichsleiter für Soziales, jetzt vorgestellt hat.

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Nirgendwo sonst im Landkreis wird es nach den Schätzungen einen solchen Rückgang geben wie im Amt Ziesar. Grund ist der weitere Wegzug junger Menschen und die ohnehin hohe Zahl älterer Menschen in der Region. In absoluten Zahlen entspricht das für das Amt Ziesar einem Minus von 1046 Bewohnern.

Teltow wächst um 19 Prozent

Zum Vergleich: Das prognostisch am stärksten wachsende Teltow wird im gleichen Zeitraum rund 19 Prozent an Bevölkerung hinzugewinnen, was 4823 Männern, Frauen und Kindern entspricht.

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Für den Altkreis Brandenburg erwarten die Experten einen Rückgang von sieben Prozent. Einzige Ausnahme: Für die Gemeinde Groß Kreutz (Havel) rechnet der Landkreis mit einem Wachstum von 2,5 Prozent, was 211 Bewohnern entspricht.

Amt Beetzsee büßt ebenfalls ein

Fast zehn Prozent verliert das Amt Beetzsee an Einwohnern, acht Prozent Bevölkerungsminus wird für Wusterwitz erwartet. Kloster Lehnin muss danach auch mit einer sinkenden Bevölkerungszahl rechnen mit Minus 7,6 Prozent.

Der gesamte Altkreis Brandenburg wird von rund 38.666 Männern, Frauen und Kindern im Jahr 2016 auf 35.800 sinken.

Einen noch drastischeren Rückgang erlebt die Region um die Stadt Bad Belzig. Dort erwarten die Experten einen Rückgang von 9 Prozent. Von 4302 Einwohnern im Jahr 2016 wird die Zahl in Wiesenburg auf 3670 sinken. Mit 15 Prozent weniger Einwohnern muss nach Einschätzung des Sozialamtes Wiesenburg rechnen. Das Amt Brück mit 10.671 Bewohnern im Jahr 2016 wird nach der Bevölkerungsschätzung unter die 10.000-er Marke fallen auf 9897.

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Bad Belzig verliert neun Prozent

Bad Belzig verliert danach neun Prozent und wird 2030 rund 10.070 Einwohner zählen und damit weniger als die Gemeinde Kloster Lehnin (siehe Infokasten).

Der gesamte Landkreis wird ein leichtes Wachstum von knapp einem Prozent erleben. Zählte Potsdam-Mittelmark 2016 genau 212.207 Bewohner, werden es im Jahr 2030 fast 2000 mehr sein. Zu verdanken wäre das den Boom-Regionen Stahnsdorf (plus 12 Prozent), Teltow (plus 19 Prozent), Seddiner See (plus 11 Prozent) und Werder (plus 8 Prozent).

Durchschnittsalter: 46

Das Durchschnittsalter in Potsdam-Mittelmark liegt mit Stand von 2017 bei 46 Jahren. Das ist unter dem des Landesdurchschnitts mit 47 Jahren, aber über dem des bundesweiten Altersdurchschnitts von 44 Jahren.

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Der Demografie-Bericht für Potsdam-Mittelmark ist der mittlerweile vierte. Er beruht auf Berichten des Landesamtes für Bauen und Verkehr und des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg bezüglich der Bevölkerungsprognose für 2017 bis 2030. Er zeigt auch die Entwicklung der verschiedenen Altersgruppen.

Weniger Kinder und Jugendliche

„Es zeigt sich weiterhin eine allgemeine Verringerung der Bevölkerungszahl der unter 15-Jährigen“, sagt Fachbereichsleiter Bernd Schade. Auch die Zahl der Erwerbsfähigen wird sinken. Grund: Immer mehr Babyboomer, also die geburtenstarken Jahrgänge der 50-er und 60-er Jahre, gehen in den Ruhestand. Deutlich zunehmen wird nicht nur die Zahl der Senioren insgesamt, sondern auch die der Frauen ab 90 Jahren.

Im Altkreis Brandenburg liegt die Zahl der 0 bis 20-Jährigen überall unter der der Menschen, die älter als 65 Jahre alt sind. Im engeren Speckgürtel von Berlin mit Kleinmachnow, Teltow und Stahnsdorf sieht es genau umgekehrt aus. Nur in Nuthetal gibt es etwas mehr Senioren als Kinder, Jugendliche und Heranwachsende. Diese Region profitiert nach Angaben des Landratsamtes stark von dem Zuzug von der Altersgruppe der 30- bis 50-Jährigen. Dabei handelt es sich meist um „gut ausgebildete Fachkräfte und Hochschulabsolventen mit Familien, die die gute Anbindung an Potsdam und Berlin schätzen“.

Von Marion von Imhoff

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