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Potsdams höchste Baustelle

Bauarbeiten am „Mercure“: Darum verschwindet der Schriftzug am Hotel

Die Buchstaben am „Mercure“-Hotel werden abgebaut.

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Abnahme des markanten „M“ vom Mercure am Dienstagmorgen.

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Seit Jahren bemüht sich die Hotelleitung darum, die 1992 an der Traufe angebrachte zwölf Meter lange, einen Meter hohe Leuchtreklame gegen modernere, dem aktuellen Markendesign entsprechende Lettern austauschen zu lassen. "Wir haben inzwischen einige Schritte im Corporate Design ausgelassen", sagt Daniel Schmidt, der Potsdams höchste Baustelle bei seinem Amtsantritt vor einem Jahr von seinem Vorgänger Marko Wesolowski übernommen hatte. Schon Wesolowski bemühte sich in seinen vier Jahren an der Spitze des Potsdamer "Mercure" um eine neue Reklame.

Aus drei mach zwei: Der Innenstadt-Giebel bleibt frei

Der neue Schriftzug darf nicht mehr so schön leuchten.

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Das M als größter Buchstabe wird einen Meter und 17 Zentimeter messen, der komplette neue Schriftzug bringt es auf 14 Meter. Zudem werden insgesamt nur noch zwei statt drei Schriftzüge montiert – der der historischen Innenstadt und dem Landtagsschloss zugewandte Giebel bekommt kein Signet mehr und bleibt leer. „Es gibt Vorgaben – und wir müssen uns daran halten, so ist das nun einmal“, sagt Daniel Schmidt. Die Kosten für das Make-over rangieren laut Direktor im hohen fünfstelligen Bereich. „Aber nun ist für alle weithin sichtbar: Wir bleiben!“ Und: „Wir lieben Potsdam!“ Seit dem Valentinstag prangt die Herzensbotschaft ganz oben am Sicherheitszaun des Dachs. „Eines der beiden Banner mussten wir aber wieder entfernen, weil es vom Sturm zerfetzt wurde“, so Daniel Schmidt.

Der 50. Geburtstag nach umkämpften Zeiten

Immer wieder in den vergangenen Jahren der Ruf nach Abriss des einstigen DDR-Vorzeigehotels laut geworden – immer wieder firmierte sich in der Stadt ein starker Protest dagegen. Die Debatte zerrte an den Nerven der Mitarbeiter und war laut Direktion auch geschäftsschädigend.

Der neue Schriftzug ist nun nach umkämpften Zeiten auch ein Geschenk des Hotels an sich selbst – immerhin feiert das Haus am 1. Mai seinen 50. Geburtstag. „Eine große Party wird es nicht geben“, sagt Daniel Schmidt. „Aber wir veranstalten an diesem Tag einen Brunch im Restaurant Oscar mit einem Sektempfang in der 17. Etage.“ Einige wenige Karten seien noch zu haben.

Landmarke am Rande der Innenstadt

Das „Mercure“ war das zehnte Interhotel der DDR. Es wurde ab 1966 prominent am Eingang zum Stadtzentrum gebaut und am 1. Mai 1969 eröffnet.

Mit 430 Betten ist es nach Dorint und Kongresshotel das drittgrößte Hotel Potsdams.

Das Hotelhochhaus hat 17 Etagen und ist 62 Meter hoch.

Die Immobilie gehört dem französischen Unternehmen FDM. Betreiber ist die Event Hotelgruppe. Mercure ist eine Marke des global agierenden Accor-Konzerns, zu dem u.a. Sofitel, Novotel, Pullmann und Ibis gehören.

Eine Millioneninvestition hatte FDM im Jahr 2018 auf den Weg gebracht: Bei laufendem Betrieb wurden sämtliche Zimmer und Suiten renoviert. nf

Von Nadine Fabian

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