Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Gesundheit in Potsdam

Mehr Patienten seit Corona: Kinder-Psychiatrie am Potsdamer Klinikum wird aufgestockt

Chefarzt Dr. med. Stephan Anis Towfigh ist Leiter der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychosomatik.

Chefarzt Dr. med. Stephan Anis Towfigh ist Leiter der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychosomatik.

Potsdam. Das Klinikum „Ernst von Bergmann“ reagiert auf den deutlich gestiegenen Bedarf an psychiatrischen Behandlungen für Kinder und Jugendliche. Die Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik wurde um eine weitere Station vergrößert.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Damit stehen nun 35 Behandlungsplätze zur Verfügung. Zuvor waren es 28 vollstationäre Plätze gewesen. So können rund 65 Patientinnen und Patienten mehr pro Jahr dort behandelt werden, teilt das städtische Krankenhaus mit.

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam.

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam.

Die Klinik befindet sich seit dem Umzug im Jahr 2020 in dem alleinstehenden Gebäude V des Klinik-Campus auf den Ebenen 1 bis 3 und wird nun auch Teile der vierten Gebäude-Ebene nutzen. Insgesamt stehen drei altersspezialisierte Stationen mit insgesamt 25 Betten für Kinder und Jugendliche und eine Station mit zehn Behandlungsplätzen für Kinder und Jugendliche mit sehr akuten Erkrankungen zur Verfügung.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

"Mit dieser Erweiterung schaffen wir mehr Aufnahmekapazität, die wir dringend benötigen, um dem gestiegenen Versorgungsbedarf gerecht zu werden." erklärt Chefarzt Stephan Anis Towfigh. Er hatte noch im MAZ-Interview im März berichtet, wie sehr der Bedarf an Behandlungen gestiegen ist – vor allem seit der Corona-Pandemie: "Die Kinder und Jugendlichen kommen kränker zu uns als vor der Pandemie. Bei Ess-Störungen oder Depressionen sehen wir das ganz deutlich." In den Lockdowns hätten sich Kinder oft stärker zurückgezogen und ihr Leiden fiel erst später auf. "Dadurch hat das Kind länger und schwerwiegender gelitten, bevor es uns vorgestellt wird", sagte der Potsdamer Spezialist.

Lesen Sie auch

Und die jetzige Erweiterung der Kinder- und Jugendpsychiatrie reiche noch nicht aus, sagt Towfigh heute. Das Bergmann-Krankenhaus seit weiterhin mit dem brandenburgischen Gesundheitsministerium „in Gesprächen über einen zusätzlichen Aufbau, wenn die 35 Behandlungsplätze wegen des sehr hohen Bedarfs, welcher auch durch die Pandemie nochmal verstärkt wurde, nicht ausreichen werden“.

Chefarzt Dr. med. Stephan Anis Towfigh.

Chefarzt Dr. med. Stephan Anis Towfigh.

Angela Herbst, Stationsleitung der neuen Station ergänzt: „Wir freuen uns, dass sich mit dieser Erweiterung die Rahmenbedingungen für den stationären Aufenthalt, die Behandlung und nicht zuletzt die Pflege der jungen Patienten und Patientinnen weiter verbessern werden, zum Wohle der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die KJP am Klinikum Ernst von Bergmann behandelt Kinder im Alter von fünf bis 18 Jahren, verfügt neben einer großen Institutsambulanz über insgesamt vier Stationen und behandelt mit den 90 Mitarbeitenden rund um die Uhr 35 Kinder und Jugendliche vollstationär, die beispielsweise unter psychotischen Erkrankungen, Depressionen, Sozialverhaltensstörungen, Angstzuständen oder Essstörungen leiden, suizidgefährdet sind oder sich selbst verletzen.

Hilfe im Notfall findet man hier: Kinder- und Jugend­psychiatrische Institutsambulanz­, Tel. 0331/24 14 19 21; Kinder-Notaufnahme: Tel. 0331/24 13 59 18; www.klinikumevb.de/kinderpsychotherapie.

Von MAZonline/axe

Mehr aus Potsdam

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.