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Überblick: 8. November 2021

Darüber spricht Potsdam am heutigen Montag

Vor dem Landgericht wird heute ein Prozess um eine mutmaßliche Kindstötung weitergeführt, in der Biosphäre locken tropische Blüten und Potsdam darf sich auf einen Synagogen-Neubau freuen.

Vor dem Landgericht wird heute ein Prozess um eine mutmaßliche Kindstötung weitergeführt, in der Biosphäre locken tropische Blüten und Potsdam darf sich auf einen Synagogen-Neubau freuen.

Potsdam.Guten Morgen! Die neue Woche beginnt regnerisch, doch ab dem Mittag sollte es nicht nur trocken sein – auch die Sonne könnte sich zeigen. Also Schirm und Maske nicht vergessen!

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Die aktuelle Corona-Lage in Potsdam

Insgesamt 131 Corona-Neuinfektionen am Wochenende und eine Inzidenz von 189,4: die Infektionslage in Potsdam spitzt sich immer weiter zu. Das Gesundheitsamt sieht insbesondere eine rasante Dynamik in den Gemeinschaftseinrichtungen Kita und Schule, besonders in der Grundschule.

Um ein durchlaufendes Infektionsgeschehen vor allem in Schulen und Kita zu unterbrechen, gelten ab sofort in Potsdam neue Regeln für Kontaktpersonen. Details dazu lesen Sie hier.

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News und Termine

Endlich ist es soweit: Nach jahrelangem Ringen soll heute Morgen der Grundstein für Potsdams neue Synagoge gelegt werden. Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) bekräftigte letzten Mittwoch in der Stadtverordnetenversammlung abermals, dass die jüdischen Gemeinden in Potsdam "eine Begegnungsstätte mitten unter uns" benötigen. Die neue Synagoge werde das jüdische Leben "wieder für uns alle sichtbarer machen", so Schubert. Erwartet werden dafür heute Morgen in Potsdam unter anderem Brandenburg Ministerpräsident Dietmar Woidke und Kulturministerin Manja Schüle. Zudem hat sich der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, angekündigt.

Prozess wird fortgesetzt: Eine Frau aus Potsdam muss sich vor dem Landgericht verantworten: Ihr wird vorgeworfen, ein Kind geboren und kurz danach getötet zu haben. Die Aufklärung gilt als kompliziert – nicht nur, weil der Fall so lange zurückliegt. Eine Baby-Leiche fehlt, die Anklage beruht auf einer Aussage eines Nachbarn der Frau. Es ist ein Indizienprozess. An den ersten Prozesstagen hatten bereits ihr Ex-Mann und ein weiterer Nachbar ausgesagt. Ihr geschiedener Mann offenbarte (krankheitsbedingt) erschreckende Gedächtnislücken, die Aussagen des Nachbarn stützen dagegen die Anklage.

Herbstzeit ist Einbrecherzeit: Gerade in der dunklen Jahreszeit machen sich die Langfinger wieder auf die Tour. Bundesweit findet mehr als die Hälfte aller registrierten Einbrüche in Häuser und Wohnungen im Dunkeln statt – dabei werden Jahr für Jahr Wertsachen in Millionenhöhe gestohlen. Anders als man gemeinhin vielleicht annimmt, kommen die Einbrecher selten in der Nacht, sondern am Nachmittag und den frühen Abendstunden. Damit ist die dunkle Jahreszeit für die Kriminellen prädestiniert. Doch man vorbeugen. Wie das am besten geht, erklären heute Experten der Polizei. Zwischen 10 U rund 14 Uhr bietet die Polizei heute am Hornbach-Baumarkt, Am Friedrichspark 101, eine Beratung an.

Was kann man heute in Potsdam unternehmen?

Besuch in den Tropen: Die Biosphäre lädt heute zu einem "besonderen Farbenspiel". Präsentiert werden "eine exotische Vielfalt aus Farben und Formen" und jede Menge dekorative "Blüten vieler Schönheiten aus dem Regenwald". Die Biosphäre hat ab 9 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter www.biosphaere-potsdam.de.

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Kunst für Gehörlose: Geführte Touren durch die Kunstsammlung im Museum Barberini werden aufgrund der Corona-Pandemie derzeit nicht angeboten. Auf eine Einführung von Experten muss aber niemand verzichten. Das Museum bietet heute einen Einführungsvortrag von Kunsthistorikerin Alexandra Schmöger im Auditorium an. Anschließend ist ein individueller Museumsrundgang möglich. Der heutige Vortrag um 17 Uhrwird von einem Gebärdendolmetscher begleitet. Weitere Informationen zur Veranstaltung unter www.museum-barberini.de.

Lesung und Gespräch: Jenny Erpenbeck liest heute Abend in Potsdam aus ihrem neuen Roman "Kairos". Darin geht es um die 19-jährige Katharina und Hans, ein verheirateter Mann Mitte Fünfzig. Die beiden begegnen sich Ende der 80er Jahre zufällig in Ostberlin und kommen für die nächsten Jahre nicht voneinander los. Vor dem Hintergrund der untergehenden DDR und des Umbruchs nach 1989 erzählt Jenny Erpenbeck in ihrer unverwechselbaren Sprache vom Weg zweier Liebender im Grenzgebiet zwischen Wahrheit und Lüge. Der Abend wird moderiert von Carsten Wist. Es soll noch (ganz wenige) Restkarten im Literaturladen Wist auf der Brandenburger Straße geben. Weitere Informationen zur Veranstaltung unter www.bibliothek.potsdam.de.

Die Auflösung des Bilderrätsels

Haben Sie das neue Potsdam-Bilderrätsel gesehen? Jetzt kommt Ihre letzte Chance, es selbst zu enträtseln, denn unter dem Foto folgt die Auflösung:

Das Potsdam-Bilderrätsel der MAZ. Wo ist das in Potsdam? Folge 31

Das Potsdam-Bilderrätsel der MAZ. Wo ist das in Potsdam? Folge 31

1997 wurde zeitgleich mit dem Einkaufszentrum Stern-Center auch eine Brücke über die Nuthestraße gebaut, damit Fußgänger und Radfahrer vom Wohngebiet Stern dorthin gelangen konnten. Auf dem Bild sieht man die Rampe für Radfahrer, die hinauf zur Brücke führt. Autofahrern ist vor allem der etwa 35 Meter hohe rote Pfeiler bekannt, an dem die sechs Stahlseile hängen, die die Brücke tragen.

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Weil die Seile in gleichen Abständen an dem Pylon angebracht sind und genau wie die Saiten einer Harfe nebeneinander liegen, handelt es sich um eine „Schrägseilbrücke mit Harfensystem“. Doch eines war im Gegensatz zum Musikinstrument nicht vorgesehen – die starken Schwingungen, die man beim Herüberlaufen spürte.

Die Auffahrt zur Fuß- und Radbrücke über die Nuthestraße am Stern-Center.

Die Auffahrt zur Fuß- und Radbrücke über die Nuthestraße am Stern-Center.

Das Unbehagen der Fußgänger führte zu einer wissenschaftlichen Untersuchung und derr Diplomarbeit einer angehenden Bauingenieurin der Potsdamer Fachhochschule. Die Frage: Wodurch werden die Schwingungen ausgelöst? Sind die Seile nicht ausreichend gespannt? Was bewirken Temperatur-Unterschiede an den Gelenken, auf denen die etwa 77 Meter breite Brücke ruht? Mit Sensoren wurde festgestellt, wann und wo die Schwingungen entstehen.

Die Antwort: Die Fußgänger selbst sorgen für die Schwingungen – und zwar vor allem vom Wohngebiet kommend zwischen dem ersten und dem zweiten Seil. Weil die Bewegung der Brücke aber in einem akzeptablen Bereich liegt, haben die Erkenntnisse aus der Diplomarbeit zu keinen Veränderungen an der Brücke geführt. Wer in diesen Dingen feinfühlig ist, sollte also langsam über die Brücke gehen (Rätsel: Peter Degener).

Damals war’s

Heute vor genau 105 Jahren kam der Schriftsteller und Maler Peter Weiss in Potsdam auf die Welt. Der künstlerische Grenzgänger und Freigeist wurde am 8. November 1916 in einer Villa in Neubabelsberg als Sohn eines deutsch-jüdisch-ungarischen Textilfabrikanten und einer Opernsängerin geboren.

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Vermutlich wäre er lieber ein paar Straßen weiter im proletarischen Babelsberg zur Welt gekommen. Gegen seine bourgeoise Herkunft positionierte er sich ein Leben lang in vielen seiner Kunstwerke. Das ging bis zum Selbsthass, wenn er zum Beispiel wiederholt einen niedlichen kleinen Jungen in Matrosenuniform in die Collagen montierte. Die großbürgerliche Idylle erlebte er als zwanghafte Ordnung, der Wohlstand war für ihn ein Synonym für seelische Armut.

Der Schriftsteller, Maler und Filmregisseur Peter Weiss im Herbst 1965 in Berlin.

Der Schriftsteller, Maler und Filmregisseur Peter Weiss im Herbst 1965 in Berlin.

Seine Eltern zogen 1938 nach Schweden. Dabei konnte Arwed, ein Halbbruder von Peter Weiss, helfen, der nicht unter die Rassengesetze fiel und sogar Mitglied der NSDAP war. Weiss studiert zu der Zeit Malerei in Prag und folgte seinen Eltern später ins Exil. Er zelebrierte sich weiter als einsamer Außenseiter und kreiste um sich selbst. Ende der 1930er-Jahre pilgerte er zu Hermann Hesse in die Schweiz, dessen "Steppenwolf" sein romantisches Grundgefühl der Fremdheit in der bürgerlichen Welt bestätigte. Ende der 1950er-Jahre setzte sich Weiss in der Erzählung "Abschied von den Eltern" autobiografisch mit seiner Kindheit auseinander.

In seinem literarischen Hauptwerk "Ästhetik des Widerstands", das er wenige Monate vor seinem frühen Tod abschloss, behandelte Weiss auf rund 1000 Seiten im hohen literarischen Ton Fragen der Ideologie und Parteidisziplin, der künstlerischen Moderne und der Arbeiterbewegung. Das Werk löste in Ost und West viele interessante ideologische Diskurse aus. Peter Weiss galt als schillernder Linksintellektueller. Er starb 1982.

LESETIPP: Sein Werk ist fast vergessen, aber die Person bleibt interessant

Verkehr in Potsdam

Rund um das Leipziger Dreieck geht es voran: Nach Angaben der Stadtverwaltung endet heute die Vollsperrung der Leipziger Straße. Damit kann der Verkehr wieder wie gewohnt über die Leipziger Straße in Richtung Innenstadt fließen, die Umleitung über den Brauhausberg entfällt. Doch die nächste Baustelle und die nächste Umleitung in dem Gebiet folgen – morgen!

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Der Fortschritt der Bauarbeiten am Leipziger Dreieck hat auch positive Folgen für den Busverkehr: Ab heute Morgen, vermutlich ab 8.15 Uhr, verkehren die Busse der Linien 605, 609, 638, 694, 695, N14, N15, N16 und N17 "wieder planmäßig über die ÖPNV-Trasse Lange Brücke", teilte der Verkehrsbetrieb mit.

VERKEHRSPROGNOSE: Alle aktuellen Baustellen in dieser Woche in Potsdam

Wie wird das Wetter heute in Potsdam?

Das Wetter ist am Montagmorgen noch regnerisch. Ab dem Mittag bleibt es trocken und es könnte sich sogar die Sonne zeigen. Die Temperaturen steigen auf bis zu 10 Grad.

Von MAZonline

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