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Festival in Potsdam

Das „Rhythm against Racism“ wird erwachsen

Die 18. Auflage von „Rhythm Against Racism“ auf dem Luisenplatz versammelte wieder bis zu 4000 Potsdamer, um mit Musik ein Zeichen für Toleranz zu setzen.

Die 18. Auflage von „Rhythm Against Racism“ auf dem Luisenplatz versammelte wieder bis zu 4000 Potsdamer, um mit Musik ein Zeichen für Toleranz zu setzen.

Innenstadt. Der traditionelle Tanz in den Mai findet für Tausende Potsdamer auf dem Luisenplatz statt. Wie schon in den Vorjahren besuchten auch an diesem Montag bis zu 4000 Menschen das Festival „Rhythm against Racism.“ Das kostenfreie Festival, das mit Musik ein Zeichen gegen Intoleranz und Rassismus setzen will, feierte in diesem Jahr seinen 18. Geburtstag. Bei der Premiere 2001 kamen immerhin bereits einige Hundert Menschen unter dem Namen „Jung und Alt gegen rechte Gewalt“ zusammen.

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Was haben 18 Jahre mit Musik gegen Rassismus gebracht?

Doch hat die ganze Musik gegen rechts in den letzten fast zwei Jahrzehnten auch etwas gebracht? Initiator Christian Träger vom Förderverein für Jugendarbeit in Brandenburg e.V. hat darauf nur eine Antwort parat: „Auf jeden Fall. Wir haben jedes Jahr aufs Neue den Piks in die richtige Richtung gesetzt. Zum Beispiel in Richtung der Stadtpolitik und auch der Landespolitik und dass man darauf achten muss, Rassismus auch auf einer politischen Ebene entgegenzuwirken oder zu bekämpfen“, sagt Träger. Die diversen Infostände verschiedener Gewerkschaften und Organisationen informieren über aktuelle Themen wie Flucht, Politik oder auch Rassismus im Alltag.

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Das Festival ist fast ein Familientreffen

„Wir kommen aus Potsdam und sind jedes Jahr hier. Das Flair und die Musik treiben uns immer wieder her“, erzählen Mario und Daniel, die die Auftritte bei einem kühlen Bier genießen. Die Atmosphäre von „Rhythm against Racism“ war wieder familiär, entspannt, mit Badespaß im Springbrunnen für zahlreiche Kinder – fast ein Familientreffen, bei dem die Musik nicht die erste Rolle spielt.

Doch ab 17 Uhr starteten „Strom & Wasser“ als erster Act den eigentlichen Festivalabend. Der Potsdamer Musiker John Apart fiel krankheitsbedingt leider aus. Als die Lokalhelden von „Hasenscheiße“ gegen 19 Uhr zum Soundcheck ansetzten, füllte es sich langsam vor der Bühne. Spätestens jetzt wird es schwer, die Füße still zu halten. „Ich bin jetzt das dritte Mal hier. Die Stimmung ist immer klasse und auch kleinere Bands bekommen eine Bühne“, schwärmt Felix, Studierender der Universität Potsdam.

Damit das Festival auch weiterhin bestehen bleibt, wird es von Gewerkschaften wie der DGB Jugend und der Stadt Potsdam unterstützt. Die Bands bekommen laut Christian Träger keine Gage, sondern lediglich Reise und Hotel bezahlt – sie wollen ein Zeichen setzen.

Von Max Skowronek

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