Mitbestimmung in Potsdam

Demo: Fragen darf man; Antworten bleiben aus

Demo „Stadt für alle“ am Rathaus von Potsdam

Demo „Stadt für alle“ am Rathaus von Potsdam

Nauener Vorstadt. Unter dem Dach des Netzwerkes „Stadt für alle“ haben am Mittwochnachmittag vor dem Potsdamer Rathaus rund 100 Menschen für mehr Mitbestimmung bei politischen Entscheidungen demonstriert. Die Bevölkerung habe immer stärker das „Gefühl, man regiert an uns vorbei“, sagte ein Sprecher aus der Teltower Vorstadt, wo sich Unmut gegen die geplante Bebauung des RAW-Geländes regt, die keine Rücksicht auf die umgebende Wohnbebauung nimmt. In Potsdam bedeute Mitbestimmung, „dass man Fragen stellen darf, aber keine Antworten bekommt“, sagte der Sprecher der Anwohnerinitiative: „Das muss aufhören!“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Demo im Regen: Das Bündnis „Stadt für alle“ fordert mehr Mitbestimmung und eine sozialere Politik in Potsdam.

Demo im Regen: Das Bündnis „Stadt für alle“ fordert mehr Mitbestimmung und eine sozialere Politik in Potsdam.

Für das Kreativzentrum „Rechenzentrum“ wurde der Erhalt des Gebäudes als Domizil der eingemieteten Künstler und als Zeugnis der DDR-Architektur verlangt. Gleichzeitig forderte eine „Initiative für ein Potsdam ohne Garnisonkirche“ den Baustopp des Kirchturms, einen Verzicht auf den angedachten Bau des Kirchenschiffes als Jugendbegegnungszentrum und die Auflösung der Stiftung für den Wiederaufbau.

Für die Beschäftigten des städtischen Klinikums „Ernst von Bergmann“ und der angeschlossenen Unternehmen wurde eine Bezahlung nach Tariflohn angemahnt, um dringend nötiges Personal zu binden. Aus Potsdam-West trug eine Sprecherin die Forderung in die Kundgebung, Luxuswohnungen wie an der „Havelwelle“ aus dem Mietspiegel herauszuhalten, um einen weiteren Anstieg der Durchschnittsmiete zu verhindern.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Bewohner der Wichgrafstraße 11 prangerten den Verwertungstrieb von Hauseigentümern und die Vertreibung langjährig angestammter Mieter an. Stadtverordnete der Anderen, der Linken, der Grünen und der CDU mischten sich unter die Teilnehmer der Demonstration, ergriffen aber nicht das Wort. Zeitgleich lief im Stadthaus die Stadtverordnetenversammlung, auf der einige der Streitthemen behandelt wurden.

Von Rainer Schüler

Mehr aus Potsdam

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen