Energiekrise

Potsdamer Weihnachtsmarkt 2022: An diesen Stellen wird gespart

Lediglich das Riesenrad am Bassinplatz durfte 2021 nach Schließung des Weihnachtsmarktes weiter betrieben werden. Im Bild: Christoph Meyer (Betreiber)

Lediglich das Riesenrad am Bassinplatz durfte 2021 nach Schließung des Weihnachtsmarktes weiter betrieben werden. Im Bild: Christoph Meyer (Betreiber)

Innenstadt. Der Cottbuser Weihnachtsmarkt-Veranstalter Coex würde den bevorstehenden Weihnachtsmarkt in der Potsdamer City abends eine Stunde früher schließen, falls Energiesparzwänge das erfordern. Ein entsprechendes Angebot hat Coex-Chef Eberhard Heieck der Stadtverwaltung gemacht. „Wenn die Stadt es will, machen wir statt um 21 Uhr schon um 20 Uhr zu“, sagte Heieck am Donnerstag der MAZ.

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Auch sonst gebe es eine Reihe von Sparauflagen. So darf Glühwein nicht mehr aus dauererhitzten Behältern ausgeschenkt werden, sondern nur noch aus Durchlauferhitzern (die PNN berichteten.) Das sei zwar in der Beschaffung der entsprechenden Geräte teurer, räumte Heieck ein, es sei im Betrieb aber wirtschaftlicher, weil der Glühwein erst erhitzt wird, wenn Kunden ihn bestellen. Es gibt Geräte mit einem, zwei oder drei Zapfhähnen. Ein Durchlauferhitzer mit drei Hähnen kann 3000 Euro und mehr kosten. „Das haben viele Geschäftsleute ja längst“, sagt Heieck: „Schließlich spart das Strom und Glühwein. Denn wo nicht ständig erhitzt wird, verdunstet auch weniger.“

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Alles schon mit LED

Bisherige Energiesparlampen werden dieses Jahr komplett auf LEDs umgestellt, die dann auch weniger Betriebszeit auf dem Markt haben: Zwischen 22 Uhr abends und 14 Uhr am folgenden Nachmittag ist die Marktbeleuchtung ganz aus, sogar an den drei großen Weihnachtsbäumen. Auch die Lampen am großen Riesenrad werden erst nachmittags eingeschaltet. Auf den Energiefresser Eisbahn wird verzichtet.

Es wird die beiden Kopf-Märkte auf dem Luisenplatz und dem Bassinplatz geben und Stände auf der Brandenburger Straße. Die Buden, die wegen der Neupflasterung der Straße zwischen Jäger- und Friedrich-Ebert-Straße, dort keinen Platz mehr haben, ziehen Heieck zufolge zum Bassinplatz um. Ob es 150 bis 160 Buden werden in der City oder nur 140, weiß Heieck noch nicht. „Wir beobachten ein Händlersterben“, sagte er.

Coex-Chef Eberhard Heieck 2021 auf dem Weihnachtsmarkt am Bassinplatz

Coex-Chef Eberhard Heieck 2021 auf dem Weihnachtsmarkt am Bassinplatz

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Heizungen in den Buden sind verboten, egal ob mit Strom oder Gas betrieben, betont Heieck. Der Energieverbrauch sei dafür viel zu hoch. Der Marktmeister werde das täglich kontrollieren.

Im vergangenen Jahr hatte das Land Brandenburg den schon eröffneten Weihnachtsmarkt am ersten Tage abgesagt, weil die Corona-Regeln angesichts schnell steigender Ansteckungszahlen nicht mehr einzuhalten waren. Die unerwartete Absage am Montag, dem 22. November wurde am Mittwoch, dem 24.11. gültig. Das sorgte für viel Frust bei den Händlern, die darauf völlig unvorbereitet waren.

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