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B-Plan vor Gericht

Erneute Klagen gegen Groß Glienicker Uferweg

Die Groß Glienicker Bürgerinitiative „Freier Uferweg“  informierte am Sonnabend bei einem Picknick an der Badewiese.

Die Groß Glienicker Bürgerinitiative „Freier Uferweg“ informierte am Sonnabend bei einem Picknick an der Badewiese.

Groß Glienicke.Gegen den Uferweg entlang des Groß Glienicker Sees wird erneut von Anliegern geklagt. „Der Rechtsanwalt, der viele Eigentümer hier vertritt, hat noch einmal grundsätzlich Klage gegen die Gültigkeit des Bebauungsplans Nr. 8 erhoben. Er stellt ihn mit der Behauptung infrage, dass in den letzten Jahren nichts passiert ist, um ihn umzusetzen“, sagte Winfried Sträter, Ortsvorsteher von Groß Glienicke, beim traditionellen Picknick der Bürgerinitiative „Freier Uferweg“ am Sonnabend.

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Die Sorge um diese Klage hält sich bei Sträter allerdings in Grenzen. Der B-Plan sei rechtsgültig „und wenn die Umsetzung sich verzögert, liegt das vor allem an den klagenden Eigentümern selbst“, so Sträter.

Im August wird exemplarisch ein Fall vor Gericht verhandelt

Der Ortsvorsteher verteidigt die Strategie der Stadt auf Verhandlungen zu setzen und erhofft sich bereits im August einen kleinen Erfolg. „Dann wird die zuständige Baulandkammer in Neuruppin über einen exemplarisch ausgewählten Fall verhandeln, der von der Enteignungsbehörde zuvor im Sinne der Stadt entschieden wurde“, so Sträter. Die Behörde hatte es für rechtmäßig erklärt, dass Anlieger zumindest ein Wegerecht durch ihr Grundstück für die Öffentlichkeit zubilligen müssten. Der Eigentümer hatte gegen diese Entscheidung Klage erhoben.

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Sträter will öffentlichen Weg durch private Uferbereiche hindurch

„Wir respektieren, dass viele Uferflächen abseites des Weges privat sind und nicht betreten werden dürfen“, so Sträter. Das solle durch Schilder auch gekennzeichnet werden. „Wir bekennen uns zum Weg und nicht zum gesamten Ufer und sehen darin einen fairen Interessenausgleich“, sagte Sträter. Diese Vorgehensweise wolle er mit einem Antrag im Ortsbeirat bekräftigen.

Ortsvorsteher Winfried Sträter vor dem gesperrten Ende des Uferwegs südlich der Badestelle.

Ortsvorsteher Winfried Sträter vor dem gesperrten Ende des Uferwegs südlich der Badestelle.

Ortsbeiratsmitglied Andreas Menzel hat dagegen als Vertreter der zweiten Bürgerinitiative „Freies Ufer“ beantragt „zu prüfen, ob und wie das Betretungsrecht an Groß Glienicker Seeuferabschnitten, die den Anforderungen an Freie Landschaften genügen, für die Allgemeinheit sicher gestellt werden kann.“

Diesen umfassenderen Weg hält Sträter für riskant. „Das könnte zeitweilig für ein öffentliches Ufer sorgen, aber ähnlich wie am Griebnitzsee dann zu dauerhaften Sperrungen führen“, sagt Sträter. Dort steht das Mediationsverfahren zwischen Stadt und Eigentümern wie berichtet kurz vor dem Scheitern. Doch auch in Groß Glienicke geht Ortsvorsteher Sträter von weiteren jahrelangen Verhandlungen und Einzelfallklagen aus.

Neue Figuren werden am Skulpturenpfad aufgestellt

In der Zwischenzeit soll der Uferweg trotz allem ein schöneres Erlebnis werden als bisher. Die Stadt hat mittlerweile zahlreiche Uferflächen vom Bund ankaufen können. Hierfür will Sträter im nächsten Ortsbeirat beantragen, dass die Stadt mit Aufastungen und einzelnen Fällungen den See vom Weg aus für Spaziergänger noch sichtbarer werden lässt.

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Außerdem kündigte die Initiative „Freier Uferweg“ beim Picknick an, dass noch im Sommer ein weiteres zeitgenössisches Kunstwerk am Skulpturenpfad (siehe Infokasten) entlang des zwei Kilometer langen Seeufers eingeweiht werden soll.

Entlang des Uferwegs machen Eigentümer deutlich, dass der Abschnitt bis zum Ufer nicht Teil des öffentlichen Weges ist.

Entlang des Uferwegs machen Eigentümer deutlich, dass der Abschnitt bis zum Ufer nicht Teil des öffentlichen Weges ist.

Von Peter Degener

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