Potsdamer Stadtentwicklung

Erster Blick auf die Zukunft von Krampnitz

Geplanter Central Park im Herzen von Krampnitz.

Geplanter Central Park im Herzen von Krampnitz.

Krampnitz. Die Entwürfe für das künftige Krampnitz-Viertel werden derzeit im Bornstedter Firmensitz der kommunalen Immobilienholding Pro Potsdam in der Pappelallee 4 öffentlich ausgestellt. Dienstagmittag wurde die Schau im Foyer von Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos) und dem Geschäftsführer des Entwicklungsträgers Potsdam, Bert Nicke, eröffnet.

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Die großformatigen Tafeln mit den neun Entwürfen aus der finalen Wettbewerbsrunde sind noch bis 30. April wochentags von 9 bis 18 Uhr zu sehen. Insbesondere der Siegerentwurf dürfte dabei das Interesse auf sich ziehen. Am 19. März hatte das Preisgericht eine Gemeinschaftsarbeit des Berliner Büros Machleidt und der ebenfalls in Berlin ansässigen Sinai Landschaftsarchitekten GmbH gekürt. Dabei wurde zwar die Struktur der denkmalgeschützten Kasernen von Kramp­nitz aufgegriffen, aber neu interpretiert.

In der Beurteilung der Jury heißt es: „Das städtebauliche Konzept ermöglicht es, ein Quartier mit eigener Identität zu schaffen: Dazu definiert es eine große Parkfläche im Innern, die den Baumbestand in Wert setzt und dem neuen Quartier eine starke Freiraum-Mitte gibt.“

In Krampnitz sollen in den nächsten zehn bis 15 Jahren bis zu 10 000 Menschen leben. Neben den denkmalgeschützten Gebäuden, in denen circa 3000 Menschen wohnen werden, soll ein Neubauquartier mit breit gefächertem Wohnungsangebot entstehen. Als „Rückgrat der Erschließung“ wird im Mobilitätskonzept die verlängerte Tramlinie genannt. Die zweite Säule der Erschließung ist „die Einbindung in das Radwegenetz der Stadt Potsdam“.

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Bert Nicke (Entwicklungsträger Potsdam), Bernd Rubelt (Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt der Landeshauptstadt) und Jury-Vors

Bert Nicke (Entwicklungsträger Potsdam), Bernd Rubelt (Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt der Landeshauptstadt) und Jury-Vorsitzender Uli Hellweg (Städteplaner) bei der Vorstellung der Siegerentwürfe für Krampnitz.

Im Gegenzug will man konsequent die Rolle des Autos zurückdrängen – diese sollen im Straßenraum „vergleichsweise wenig präsent“ sein. Für das Parken sind überwiegend Quartiersgaragen vorgesehen. Neue Formen der Mobilität – Carsharing beziehungsweise Bikesharing – sollen an Mobilitätsstationen angeboten werden.

Angesichts der angepeilten Größe von Krampnitz könnte sich der Verkehr als die Achillesferse des Projekts erweisen. Zuletzt wurden immer wieder Stimmen laut, die sogar einen Verkehrskollaps auf der engen Straße zwischen dem Zentrum und Groß Glienicke befürchten. „Uns ist das Problem natürlich bewusst – wir suchen innovative Lösungen“, erklärte Nicke.

Einer der Lösungsansätze, um die Verkehrsmassen zu reduzieren, ist die Ansiedlung von viel Infrastruktur vor Ort. Damit sollen Fahrtwege entfallen. Wann genau Krampnitz seine erste Grundschule bekommt, ist noch nicht klar. Laut Nicke soll der genaue Zeitplan in den nächsten Wochen vorgelegt werden.

Von Ildiko Röd

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