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Turm für die Medienstadt Babelsberg

Grüne plädieren für ergebnisoffene Werkstatt mit Libeskind

Grünen-Fraktionschefin Saskia Hüneke plädiert für ein Werkstattverfahren, bevor der Libeskind-Turmentwurf in der Medienstadt umgesetzt wird.

Grünen-Fraktionschefin Saskia Hüneke plädiert für ein Werkstattverfahren, bevor der Libeskind-Turmentwurf in der Medienstadt umgesetzt wird.

Babbelsberg.Die Grünen-Fraktion der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung wehrt sich gegen die Vorfestlegung des Bauausschusses für den Libeskind-Entwurf in der Medienstadt Babelsberg. Am Mittwoch erklärten die Fraktionsspitzen Saskia Hüneke und Gert Zöller, dass sie sich eine Zusammenarbeit mit dem Architekten Daniel Libeskind gut vorstellen könnten, wenn zunächst die "städtebaulichen Rahmenbedingungen für das Areal geklärt werden".

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Erst sollen Höhe, bauliche Dichte und Bauweise genauer untersucht werden

So sollen „Höhe, bauliche Dichte, ökologische Bauweise, Bezug zum Filmstandort und zur weiteren Umgebung“ der Bebauung des Grundstücks an der Großbeerenstraße und August-Bebel-Straße in einer Werkstatt betrachtet werde. „Der von Herrn Libeskind vorgestellte Entwurf stellt jedoch eine weitgehende Vorfestlegung der genannten Kriterien dar und kann daher nicht als Grundlage für weitere Planungen dienen“, so Hüneke und Zöller in der Mitteilung.

Im Bauausschuss hatte es nach MAZ-Informationen am Vorabend im nicht-öffentlichen Teil eine sehr knappe Entscheidung gegeben. Zur Debatte stand, ob man den bislang noch nicht öffentlich präsentierten Entwurf von Libeskind für einen Mediencampus samt 60 Meter hohem Turm als Basis für die weitere Bauplanung nehme. Schon dort plädierten die Grünen demnach dafür, stattdessen gemeinsam mit Libeskind ganz neu mit ihm über den Standort und auch die Turmidee nachzudenken, unterlagen aber in der Abstimmung.

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Das Votum des Bauausschusses stellt aber nur eine Empfehlung für die Stadtverordneten dar. Auch die Verwaltung hatte sich gegen die Weiterentwicklung des Turm-Entwurfs ausgesprochen und für einen Wettbewerb mit verschiedenen Architekten geworben. Einen Wettbewerb hatte der Bauausschuss aber einstimmig zugunsten von Libeskind abgelehnt. Ein Grund dafür: Es handelt sich um ein privates Bauvorhaben – die Wahl des Architekten ist daher in der Regel auch dem Investor überlassen.

Die Verwaltung will den Stadtverordneten bis November einen Vorschlag machen, welchen Weg man gehen könnte. Klar ist, dass der Bebauungsplan Nr. 119 „Medienstadt“, der gerade auch aus anderen Gründen geändert wird“, bislang keinen Turm in dieser Höhe zulässt.

Von Peter Degener

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