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Potsdam

Heinrich-Mann-Allee bleibt Grün

Die Bäume in der Heinrich-Mann Allee in Höhe der Staatskanzlei sollten auf beiden Straßenseiten komplett beseitigt werden.

Die Bäume in der Heinrich-Mann Allee in Höhe der Staatskanzlei sollten auf beiden Straßenseiten komplett beseitigt werden.

Teltower Vorstadt.Die Stadtverwaltung muss die Ausbaupläne für die Heinrich-Mann-Allee zwischen dem Leipziger Dreieck und der Friedhofsgasse noch einmal überarbeiten. Denn die Stadtverordneten haben am Montag auf Antrag der Grünen mit großer Mehrheit einen weitgehenden Erhalt des Baumbestandes beschlossen.

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„Die bestehende Allee ist erhaltenswert“, hieß es in der Begründung des Antrags: „Sowohl für das Leipziger Dreieck als auch die Heinrich-Mann-Allee wurde bislang auch die Frage der Aufenthaltsqualität thematisiert.“ Die gegenwärtigen Planungen ließen dies jedoch „vermissen“.

Die Stadtverwaltung hatte erst kürzlich auf Anfrage der Linken mitgeteilt, dass der Baumbestand ist in diesem Straßenabschnitt "über die gesamte HeinrichMann-Allee, also zwischen Staatskanzlei und alter Heinrich-Mann-Allee, nicht zu halten" sei. Im Zuge der weiteren Planung solle aber "geprüft" werden, "wo Nachpflanzungen möglich sind".

Das gilt nun nicht mehr: Laut Stadtverordnetenbeschluss ist die Planung „vor Einleitung des Planfeststellungsverfahrens entsprechend zu überarbeiten und der Stadtverordnetenversammlung im September 2019 vorzulegen“.

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Wolfhard Kirsch als Vorsitzender der Fraktion Bürgerbündnis/FDP erklärte vor der Abstimmung, er begrüße mit dem Antrag sehr, dass die Bäume bleiben sollen. Er warnte allerdings davor, dass daraus ein „Diktum“ werden könnte, nach dem gar keine Fällungen mehr möglich sind. Man müsse Prioritäten setzen. SPD-Fraktionschef Pete Heuer sagte: „Die SPD folgt dem Antrag.“

Beschlossen wurde auf Antrag von Grünen und Linken zudem, das die Stadt eine Einwohnerversammlung zum geplanten Ausbau der Heinrich-Mann-Allee durchführen wird: Der „gravierende Umbau“ der Heinrich-Mann-Allee erfordere die Beteiligung der Anwohner, so die Grünen in ihrem Antrag: „Bislang waren Information und Beteiligung unzureichend.“

Nach Angaben der Linken zeigen Gespräche mit Anwohnern und Gewerbetreibenden „immer wieder, dass es viele offene Fragen und eine große Verunsicherung hinsichtlich der Umbaupläne in der Heinrich-Mann-Allee in diesem Bereich gibt“.

Das betreffe sowohl die Planungen und Abläufe des Baugeschehens, vor allem aber die Auswirkungen, die sie nach Fertigstellung der Umbauarbeiten zu erwarten haben.

In dem Ende vergangenen Jahres durchgeführten Verkehrsforum seien diese Fragen „nicht explizit beantwortet“ werden, so die Stadtverordnete Sigrid Müller (Linke) im Plenum.

Die angekündigte Verlagerung der Straßenbahntrasse dichter an die Wohnhäuser, die Fällung von Bäumen, die der Straße den Alleecharakter und damit den Schutz vor Lärm und Staub nimmt, der Wegfall von Parkplätzen bedeuteten „große Veränderungen in dem unmittelbaren Lebensumfeld, die vor Beginn der Bauarbeiten besprochen werden“ müssten.

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Von Volker Oelschläger

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