Rätsel aus der Potsdamer Vergangenheit

Historische Fotos aus dem Potsdam-Museum: Schwarmwissen der Leser gefragt

Spielende Kinder auf Trümmern des Potsdamer Stadtschlosses – das Foto gibt Rätsel auf.

Spielende Kinder auf Trümmern des Potsdamer Stadtschlosses – das Foto gibt Rätsel auf.

Potsdam. Können Sie auf historischen Aufnahmen auf Anhieb ein barockes Typenhaus in der Innenstadt einer bestimmten Straße zuordnen? Oder erkennen Sie anhand eines Baustellenfotos aus den Siebziger Jahren, welches Potsdamer Plattenbaugebiet da gerade im Bau ist? Die Foto-Sammlung des Potsdam-Museums wächst ständig.

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„Aber die Arbeit mit einem Bildarchiv ist nur so gut, wie die Stichworte in der Datenbank. Oft werden konkrete einzelne Gebäude, Orte oder Personen gesucht. Man muss also bei Zugängen zur Sammlung möglichst genau verifizieren, was zu sehen ist“, sagt Judith Granzow. Die Museologin ist seit 2010 am Potsdam-Museum für die Foto-Sammlung zuständig. Immer wieder geben Fotos ihr und ihren Kollegen Rätsel auf. Wer ist abgebildet? Welche Straße ist das genau? Was für ein Ereignis wurde abgelichtet?

Judith Granzow leitet die Fotoabteilung des Potsdam-Museums.

Judith Granzow leitet die Fotoabteilung des Potsdam-Museums.

Können Sie etwas zu den Fotos sagen? Dann schreiben Sie uns!

Das Potsdam-Museum und die Märkische Allgemeine Zeitung setzen ab sofort auf das Schwarmwissen der Leser. Sie kennen die Stadt, erinnern sich womöglich an Ereignisse – und können dazu beitragen, die Fragen zu beantworten, die sich den Fachleuten im Museum stellen.

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In loser Folge veröffentlicht die MAZ Fotos aus dem Bestand des Potsdam-Museums. Judith Granzow erklärt, welche Informationen es dazu gibt – und was man gern wissen würde. Helfen Sie mit! Sollten Sie etwas zu einem Foto sagen können, schreiben Sie uns bitte eine E-Mail mit dem Betreff "Fotorätsel" an potsdam-stadt@maz-online.de.

Die Foto-Sammlung des Potsdam-Museums

Der Foto-Bestand des Potsdam-Museums umfasst mehrere hunderttausend Bilder – Tendenz wachsend. Neben Einzelmotiven gehören dazu auch viele Kleinbild-Filme. So wurde mit Hilfe des Fördervereins des Museums die Sammlung Werner Taag digitalisiert. Auf den rund 1500 Kleinbild-Filmen sind über 40.000 Motive zu finden, die die Entwicklung Potsdams nach 1945 zeigen.

Vor allem die Zahl der Fotografien aus der DDR-Zeit und seit der Wiedervereinigung ist immens. „Bislang war die Frage bei unseren Recherchen oft, ob es überhaupt ein Bild von einem bestimmten Ort gibt. Nun wird es wichtiger auszuwählen, welche Motive wir aufheben können“, sagt die verantwortliche Museologin Judith Granzow.

Zum Auftakt gibt es ein Rätsel aus der Stadtrandsiedlung zwischen Waldstadt I und dem Schlaatz. Der Potsdamer Fotograf Werner Taag (1915-1998) wohnte dort und dokumentierte am 30. April 1969 spielende Kinder auf historischen Fragmenten von Sandsteinsäulen.

Eine ganze Halde mit Resten des Stadtschlosses befand sich zwischen Waldstadt I und dem heutigen Schlaatz. Doch was wurde aus diesen Trümmern?

Eine ganze Halde mit Resten des Stadtschlosses befand sich zwischen Waldstadt I und dem heutigen Schlaatz. Doch was wurde aus diesen Trümmern?

Ein Junge malträtiert die Trümmer mit Hammer und Meißel. Vermutlich handelte es sich um Reste des Potsdamer Stadtschlosses, das wenige Jahre zuvor gesprengt worden war. Doch laut Granzow ist diese Halde selbst bei der Schlösserstiftung SPSG unbekannt, die die Reste des Stadtschlosses für die Zukunft und die mittlerweile erfolgte Rekonstruktion bewahrt hatte.

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Ein Junge malträtiert im April 1969 Stadtschloss-Trümmer, die an der Stadtrandsiedlung lagerten.

Ein Junge malträtiert im April 1969 Stadtschloss-Trümmer, die an der Stadtrandsiedlung lagerten.

„Wir gehen davon aus, dass diese Fragmente irgendwann umgelagert wurden. Aber kamen Sie zur SPSG? Wann? Es ist vage, was mit diesem Haufen dort passiert ist“, sagt Judith Granzow. Vielleicht können sich die Anwohner noch daran erinnern – und vielleicht erkennt jemanden auch den fleißig draufhauenden Jungen mit Hammer und Meißel.

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