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Potsdam

Hunderte bei „Fridays for Future“

Emil (9) aus Potsdam demonstriert auf dem Potsdamer Luisenplatz.

Emil (9) aus Potsdam demonstriert auf dem Potsdamer Luisenplatz.

Potsdam/Cottbus. Emil trägt die Rebellion schon auf dem T-Shirt. Der Neunjährige protestierte am Freitag wieder mit vielen anderen Kindern und Jugendlichen gegen die zögerliche Klimapolitik der Bundesregierung. Auf dem Luisenplatz war der Potsdamer mit etwa 700 Gleichgesinnten Teil der „Fridays For Future“-Bewegung. In ganz Europa mahnten junge Demonstranten erneut, ihre Zukunft und die Lebensgrundlagen der kommenden Generationen nicht zu verspielen. Immer häufiger schließen sich Erwachsene dem Protest an.

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„Verbrennt Kalorien, nicht Kohle“

Auf selbst gebastelten Plakaten standen in Potsdam Sprüche wie „Verbrennt Kalorien, nicht Kohle“ oder „say no to plastic“ (zu deutsch: „Sag Nein zu Plastik“).

Vor der Europawahl sei ein Statement für den Klimaschutz besonders wichtig, sagte die 28-Jährige Marlen. Sie wolle für eine bessere Zukunft eintreten. Die müsse grün sein, vor allem für ihre Tochter. Ihr Kind hatte die Mutter zur Kundgebung mitgebracht. Auch der 57-jährigen Sibylle Ganz geht es beim Klimaschutz um die Zukunft. Dabei sei nicht nur der Kohleausstieg wichtig, sondern auch der Verkehr. „Dafür kann jeder etwas tun.“ Sie sei Mitglied im Verkehrsclub Deutschland (VCD), dessen Initialen auch auf ihrem Plakat mit der Aufschrift: „Verkehrswende jetzt“ standen.

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Uni untersagt Kundgebung

In rund zehn weiteren Städten hatten die Veranstalter zu Demonstrationen aufgerufen. In Cottbus kamen nach Angaben der Veranstalter aber nur 50 Menschen auf dem Heronplatz in der Innenstadt zusammen. Ursprünglich war die Kundgebung auf dem Gelände der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) geplant. Dies wurde jedoch kurzfristig durch die Uni untersagt, weil dort am Freitag der Brandenburger Energietag stattfand.

Es sei ein „zu großes Sicherheitsrisiko“ gewesen, die Demonstration parallel zur Veranstaltung mit rund 400 Teilnehmern laufen zu lassen, sagte Sprecherin Marita Müller. Auf dem Forum stehe ein großes Zelt, was nur noch Zufahrten für das Be- und Entladen der Messestände und die Fluchtwege offen lasse.

„Ich bedauere die Absage ausdrücklich“, teilte die energiepolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Heide Schinowsky, mit. Es sei Usus, dass sowohl Befürworter wie der Verein Pro Lausitzer Braunkohle als auch Kritiker der Brandenburger Energiepolitik am Rande des Energietages auf dem Uni-Gelände friedlich demonstrierten.

Von MAZonline

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