Schließung droht

Ungewisse Zukunft für Karstadt-Filiale in Potsdam – was bisher bekannt ist

Der Karstadt in der Brandenburger Straße stand schon 2020 vor dem Aus, wurde aber in letzter Sekunde gerettet.

Der Karstadt in der Brandenburger Straße stand schon 2020 vor dem Aus, wurde aber in letzter Sekunde gerettet.

Potsdam. Nach Eröffnung des Schutzschirmverfahrens im Oktober 2022 steht die Schließung mehrerer Galeria-Filialen im Raum - auch in Potsdam ist die Lage auch am 25. Januar 2023 noch unklar. Von der Unternehmensleitung gibt es dazu derzeit keinen Kommentar. Eine Entscheidung könnte jedoch noch im Januar fallen.

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Die Karstadt-Filiale auf der Brandenburger Straße, der Einkaufsmeile in der Potsdamer Innenstadt, ist eine von insgesamt 131 Warenhäusern, in denen deutschlandweit die Mitarbeiter des Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof derzeit um ihre Jobs bangen.

Wie viele und welche Filialen bundesweit geschlossen werden, wurde bisher noch nicht öffentlich kommuniziert – die Zukunft der Potsdamer Karstadt-Filiale ist also weiter offen. Zunächst hieß es, dass es noch im Januar 2023 Antworten geben würde. Nach aktuellen Medien-Berichten könnte es aber auch bis März dauern, bevor Klarheit herrscht. Aktuell kursiert (mal wieder) eine Liste, auf der die Potsdamer-Filiale als Kandidat für eine Schließung gilt. Eine Bestätigung dafür gibt es aber (noch) nicht.

Dennoch wird in nahezu allen Standorten diskutiert, wie es und ob eine Schließung der jeweiligen Filiale verhindert werden könnte. An diversen Standort (u.a Duisburg, Dortmund, Lüneburg und Kiel) werden laut Medienberichten Unterschriften für den Erhalt der Filialen gesammelt.

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Was aber feststehe: Mitarbeiter, die aufgrund von Filialschließungen ihren Job verlieren, erhalten eine Abfindung in Höhe von zwei Monatsgehältern, allerdings maximal 7500 Euro. Das gehe aus dem Interessensausgleich zwischen Management und Betriebsrat hervor, berichtet das „Handelsblatt“.

In dem Papier heiße es zudem, dass Galerie Karstadt Kaufhof schlimmstenfalls 81 Standorte nicht fortführen wolle. Damit blieben noch 48 Häuser übrig. Jedoch könne sich laut Interessensausgleich die Zahl der voraussichtlich zu schließenden Filialen sich noch reduzieren.

Vieles wird davon abhängen, wie die Gespräche zwischen dem Unternehmen Galeria Karstadt Kaufhof und den Vermietern der jeweiligen Gebäude - in Potsdam das "Stadtpalais in der Brandenburger Straße - laufen. Laut Handelsblatt verlieren jedoch immer mehr Vermieter den Glauben an das Konzept "Warenhaus".

Unternehmen nennt noch keine Fakten

Am 16. Januar 2023 hatte zunächst das Handelsblatt berichtet, dass das Unternehmen an einem neuen Konzept für die Zeit nach dem Insolvenzverfahren arbeite. Demnach "soll nicht nur die Zahl der Filialen drastisch sinken, sondern das ganze Unternehmen sehr viel dezentraler organisiert werden", berichtet die Zeitung und beruft sich dabei auf Insider-Informationen. So sollen die bleibenden Häuser offenbar mehr Entscheidungskompetenz bekommen und das Sortiment der Filialen "stärker von Standort zu Standort differenziert" werden. Eine Bestätigung des Unternehmens zur künftigen Ausrichtung gab es jedoch nicht.

Nach Informationen der Deutschen-Presse-Agentur am 17. Januar 2023 hat die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof wiederum selbst erklärt, dass mittlerweile "mehrere Bieter" Interesse an der Übernahme von Geschäften geäußert hätten. Konkreter wurde es jedoch noch nicht; zu den Interessenten machte das Unternehmen keine Angaben.

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Zu den Chancen des Erhalts der einzelnen Standorte schweigt das Unternehmen aber weiterhin. In einer Pressemitteilung vom 17. Januar 2023 teilte das Unternehmen lediglich mit, dass feststeht, "dass die Filialen in der jetzigen Struktur und Anzahl nicht aufrechterhalten werden können".

Welche Karstadt-Filiale es jedoch trifft, wurde nicht mitgeteilt: "Aufgrund der laufenden Gespräche mit Vermietern und möglichen Erwerbern steht zum jetzigen Zeitpunkt nicht fest, welche Filialen weiterbetrieben oder geschlossen werden".

Die Geschäftsleitung sowie der Gesamtbetriebsrat haben sich bis auf Weiteres darauf verständigt, "einzelne Standorte nicht zu kommentieren".

Das bestätigte auch Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) am 18. Januar 2023 im Hauptausschuss der Stadt Potsdam: es gebe aktuell "gar keine Signale" seitens des Konzerns. Schubert hatten im Hauptausschuss seine Bemühungen um eine Außenstelle der Stadtverwaltung im Karstadt-Palais an der Brandenburger Straße vorgestellt. Offenbar kann er mit Unterstützung der Stadtverordneten rechnen. Bei der Debatte eines Antrages der Sozial-Linken dazu gab es allerdings auch Kritik und bei der abschließenden Abstimmung viele Enthaltungen.

In der jetzigen Form keine Zukunft

In einem Interview mit der "Wirtschaftswoche" und der "Lebensmittel-Zeitung" hatte Arndt Geiwitz, Generalbevollmächtigte von Galeria Karstadt Kaufhof, am 19. Januar 2023 verkündet, dass der schwer angeschlagene Warenhauskonzern in drei bis vier Jahren wieder schwarze Zahlen schreiben soll. Dafür sollen nicht nur viele Filialen geschlossen oder verkleinert werden, auch in der Zentrale ist ein großer Stellenabbau geplant. Zudem soll Galeria-Eigentümer Signa soll mit einer 200-Millionen-Euro-Spritze eine wichtigen Beitrag zum Neustart leisten.

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Genaue Zahlen zu den Filialschließungen und dem Stellenabbau nannte Geiwitz dagegen nicht, hob aber hervor, dass es "den größten Aderlass […] in der Zentrale geben" wird. In den Filialen, die der Konzern weiter betreiben wolle, werde man versuchen, so wenig Kündigungen wie möglich auszusprechen. Auch wo Galeria-Filialen schlössen, müssten die Mitarbeiter nicht unbedingt arbeitslos werden, betonte der Sanierungsexperte. "Wir verhandeln noch mit Interessenten, die die Filialen nutzen wollen. Ich hoffe, dass wir Beschäftigte in zur Schließung vorgesehenen Filialen bei dem jeweiligen Erwerber unterbringen."

Mit Blick auf die geplanten Filialschließungen sagte Geiwitz: "Wir werden uns von Häusern trennen, die dauerhaft Verluste schreiben. Wie viele das sein werden, steht noch nicht fest." Dem Vernehmen nach, sind auch Filialen, bei denen die Immobilien dem Galeria-Eigentümer Signa gehören, nicht davon ausgenommen. "Wir werden auch Signa-Filialen schließen. Das ist jetzt schon sicher", so Geiwitz.

Die verbleibenden Standorte sollen nach seinen Worten tendenziell verkleinert werden. Auf der anderen Seite sei er "davon überzeugt, dass die Galeria-Warenhäuser eine Zukunft haben, wenn auch nicht in ihrer derzeitigen Form". Auch die Karstadt-Filiale in Potsdam?

Stand der Dinge: So steht es bundesweit um die Karstadt-Filialen

Deutschlands letzter großer Warenhauskonzern sucht seit Oktober 2022 erneut Rettung in einem Schutzschirmverfahren. Auf den Handelsriesen kommen weitere Filialschließungen zu. Betriebsbedingte Kündigungen sind vermutlich unvermeidbar. Der Konzern beschäftigt insgesamt rund 17.000 Mitarbeiter in 97 deutschen Städten.

Galeria-Chef Miguel Müllenbach hatte bereits im Oktober 2022 gesagt, dass das Filialnetz im Zuge des Schutzschirmverfahrens "um mindestens ein Drittel reduziert werden" müsse. Damit stünden mehr als 40 Warenhäuser zur Disposition.

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Doch es war zu hören, dass es auch doppelt so viele Häuser treffen könnte. Galeria selbst betonte allerdings Anfang Januar 2023, dass die Zahl der Filialen, die im Fokus der Prüfung einer Schließung standen, zuletzt deutlich reduziert werden konnte - ohne allerdings weitere Details zu nennen.

Galeria-Geschäftsführer und Arbeitsdirektor Guido Mager blickt positiv in die Zukunft. "Mit dieser Einigung haben wir gemeinsam mit dem Gesamtbetriebsrat eine wesentliche Weichenstellung für das Fortbestehen von GALERIA und die erfolgreiche Umsetzung unseres Sanierungsplans erreichen können. Wir möchten allen Beteiligten für die herausfordernden, stets konstruktiven und zielorientierten Verhandlungen danken", wird er in einer Mitteilung des Unternehmens zitiert.

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Hoffnung im Herbst 2022: Onlinehändler gibt Angebot ab...

Im Oktober 2022 hatte der Onlinehändler Buero.de im Oktober die Übernahme von insgesamt 47 Filialen der insolventen Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof angeboten. Nach übereinstimmenden Medienberichten gab es bereits eine Liste mit Standorten in mittelgroßen Städten – Potsdam tauchte auf der ominösen offenbar Liste nicht auf.

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Rückschlag im Winter 2022: ...und zieht es dann wieder zurück

Am 22. Dezember 2022 hat der Onlinehändler sein Angebot zur Übernahme zurückgenommen. "Wir haben unser Angebot für die 47 Filialen in der Tat zurückgezogen", sagte buero.de-Chef Markus Schön. "Die Gerüchte über viel weitergehende Schließungen und die in diesem Zusammenhang in den letzten Tagen für uns deutlich gewordene Konfliktlage führen zu veränderten Rahmenbedingungen, die für uns nicht akzeptabel sind", teilte er weiterhin mit.

Galeria Karstadt Kaufhof hatte seinerseits am 21. Dezember 2022 mitgeteilt, ein erstes Übernahmeangebot für eine Reihe von Filialen erhalten zu haben. Dieses bestehe auch nach wie vor, hatte ein Sprecher des Handelsriesen nach Bekanntwerden des Rückziehers von buero.de gesagt.

Weitere Angebote von mehreren anderen Interessenten wurden zudem erwartet. Zu den Namen der Interessenten und zur Frage, für welche Häuser sich die potenziellen Investoren interessierten, wollte der Sprecher aus Vertraulichkeitsgründen im vergangenen Jahr nicht Stellung nehmen.

Der Betriebsrat des angeschlagenen Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof hatte sich enttäuscht darüber geäußert, dass der Onlinehändler buero.de sein Übernahme-Angebot für Filialen zurückgenommen hatte. „Es wäre eine Chance gewesen“, sagte der Galeria-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Jürgen Ettl. „Es ist ein bisschen frustrierend, dass so schnell das Handtuch geschmissen wurde.“ Die ersten Gespräche seien konstruktiv gewesen.

Was heißt das für den Karstadt-Standort Potsdam?

Welche Auswirkungen das Schutzschirmverfahren auf die Karstadt-Filiale in der brandenburgischen Landeshauptstadt hat, ist ungewiss. Aktuell sind in Potsdam noch viele Fragen offen: Hat die Karstadt-Filiale in Potsdam eine Chance auf Fortbestand? Was bedeutet der aktuelle Rückzieher von buero.de für die Potsdamer Karstadt-Filiale? Bleibt das Warenhaus in der Brandenburger Straße in seiner jetzigen Form bestehen? Gibt es eine Neuausrichtung der Potsdamer Karstadt-Filiale? Was ist mit den Karstadt-Mitarbeitern in Potsdam?

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Fragen, die nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch die Kunden auf der Brandenburger Straße und nicht zuletzt die Potsdamer Lokalpolitik umtreibt. Zufriedenstellende Antworten sind derzeit nicht zu bekommen.

Wird die Karstadt-Filiale in Potsdam schließen?

Der aktuelle Rückzieher von buero.de bedeutet für die Potsdamer Karstadt-Filiale aber nicht zwangsläufig das Aus. Bereits das Fehlen der Potsdamer Filiale auf der besagten Liste (siehe oben) war nicht gleichbedeutend mit der Schließung. Es wurde vielmehr als ein Fingerzeig gedeutet, dass Galeria Karstadt Kaufhof auch zukünftig die Potsdamer Karstadt-Filiale betreiben könnte.

Offiziell lässt die Pressestelle der „Galeria Karstadt Kaufhof GmbH“ die Frage zur Zukunft der Potsdamer Filiale derzeit jedoch noch offen.

Auf MAZ-Anfrage wurde im Herbst 2022 lediglich erklärt: „Über einzelne Standorte, die jetzt Gegenstand einer sehr sorgfältigen Einzelfallbetrachtung und Analyse sind, können wir zu diesem Zeitpunkt noch keine Aussagen treffen“ – und daran hat sich bisher nichts geändert.

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Gibt es eine Zukunft für die Karstadt-Filiale in Potsdam?

Noch besteht also Hoffnung auf ein Verbleib der Filiale in der Brandenburger Straße in der Potsdamer Innenstadt, denn nach dem Insolvenz-Schock 2020 und der überraschenden Rettung war Mitte 2021 der Plan bekanntgeworden, dass der Konzern einen Komplettumbau seiner Filialkette anstrebt. "Galeria 2.0", so der Projektname für den raumgreifenden Neustart, der auch die Mitarbeiter am Standort in der brandenburgischen Landeshauptstadt aufatmen ließ. Viel getan hat sich seitdem in Potsdam jedoch nicht. Bis jetzt.

Ideen von Karstadt-Filiale in Kassel übernehmen?

In der Stadtverwaltung setzt man sich zurzeit verstärkt für den Erhalt der Potsdamer Karstadt-Filiale ein.

Bereits bei der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung am 9. November 2022 wurde deutlich, dass eine Mehrheit der Stadtverordneten Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) bei seinen Bemühungen um den Erhalt der Karstadt-Filiale in der Potsdamer Innenstadt unterstützt. Ein entsprechender Dringlichkeitsantrag fand bei der Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch eine breite Mehrheit.

Am 18. November 2022 war Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) zusammen mit dem Wirtschaftsbeigeordneten Bernd Rubelt (parteilos) und Götz Friederich, dem Vorsitzenden der Händlervereinigung AG Innenstadt und des Potsdamer Wirtschaftsrates, nach Kassel gereist.

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Zurück kam Schubert mit Anregungen, wie die Karstadt-Filiale attraktiver werden könnte. Für Schubert ist klar, dass das Kaufhaus dringend Frequenzbringer benötigt. Das müssen nach Ansicht des Oberbürgermeisters nicht unbedingt neue oder veränderte Sortimente sein. So sei die Karstadt-Filiale in Kassel „ein klassisches Kaufhaus“ wie in Potsdam, doch sei dort beispielsweise im ersten Obergeschoss ein kommunaler Terminal aufgebaut, wo Service- und Beratungsleistungen der Stadtverwaltung und der städtischen Unternehmen angeboten werden.

Ohne Neuausrichtung droht das Aus

Potsdams Karstadt-Kaufhaus könnte das Insolvenzverfahren der Galeria-Kette überleben, aber es muss sich dafür vermutlich völlig neu erfinden. Bei einer Tagung zur Zukunft des Hauses und der Innenstadt konnte der Galeria-Strategieplaner Engelbert Thulfaut am 24. November 2022 nicht sagen, ob die Gläubigerversammlung einem Sanierungskonzept für den Konzern zustimmt und Potsdam einen Chance zum Überleben gibt, doch auch dort wurde klar: ohne eine durchgreifende Neuausrichtung gibt es gar keine Chance.

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Vorschläge für den Erhalt

Einen Monat später, in der Stadtverordnetenversammlung am 7. Dezember 2022, hatte Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) dann erläutert, wie die Karstadt-Filiale erhalten bleiben könnte. Seinen Ausführungen zufolge will die Stadt städtische Dienstleistungen in der Karstadt-Filiale an der Brandenburger Straße anbieten, kündigte Schubert an.

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Als Beispiel nannte er die Zulassung von Neufahrzeugen, die Abholung von Ausweisdokumenten oder die Beantragung von Terminen im Bürgerbüro. „Ebenso werden hier Angebote der städtischen Beteiligungen, angefangen von Verträgen zur Energieversorgung über kulturelle Angebote bis hin zur Sperrmüllbeantragung bereitgestellt. Die Kolleginnen und Kollegen der Wirtschaftsförderung und des Verwaltungsmanagements prüfen gerade verschiedene Möglichkeiten zur Umsetzung einer Außenstelle im Gebäude des Karstadt.“

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"Wir dürfen nichts unversucht lassen, um den Fortbestand des Karstadt zu sichern, so Schubert. Er dankte daher auch allen Stadtverordneten und Fraktionen, die sich gemeinsam mit der Verwaltung, "sei es mit Anträgen oder ehrenamtlichen Engagement, für den Erhalt des Karstadt einsetzen. Ganz besonderer Dank gilt hier auch dem Vorsitzenden der AG Innenstadt Götz Friederich, der ebenfalls in Kassel war, um sich hier das dortige Konzept anzuschauen“.

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Wann gibt es Klarheit über die Zukunft der Potsdamer Karstadt-Filiale?

Das Unternehmen ist seit kurz vor Weihnachten 2022 in Gesprächen mit den Vermietern, sagte ein Sprecher des Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof. Dabei gehe es neben der Miete selbst auch um weitere Fragen wie zum Beispiel eine mögliche Verkleinerung der Mietfläche, energetische Sanierungen oder Modernisierungs- und Baumaßnahmen.

Ob ein Standort erhalten bleiben könne, werde auch stark von diesen Gesprächen abhängig sein. "Wir gehen davon aus, dass es im Laufe des Januars des kommenden Jahres Klarheit darüber geben wird", so der Sprecher.

Stadtforscherin warnt vor Karstadt-Aus

Ein mögliches Aus weiterer Filialen des angeschlagenen Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof gefährdet aus Sicht der Stadtforscherin Ricarda Pätzold in Kommunen auch die Entwicklung in Fußgängerzonen und angrenzenden Kiezen. "In vielen Fällen stünde da nach einer Schließung einfach eine große Immobilie, die langsam vor sich hin bröckelt", sagte Pätzold vom Institut für Urbanistik der Deutschen Presse-Agentur. "Man hätte eine Leerstelle, die sich auch auf den Kiez auswirkt." Manche Warenhäuser stünden mitten in Wohngegenden und seien auch ein sozialer Treffpunkt, der dann wegfallen würde.

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Ändern müsste sich bei Karstadt..?

Was glauben die MAZ-Leser? Ist die Potsdamer Karstadt-Filiale zu retten? Was muss sich bei dem Kaufhaus ändern? Ist das Sortiment zeitgemäß? Genügt der Service? Sollte Karstadt mehr Außenwirkung in die Innenstadt entfalten?

► Ihre Ideen bitte an die Mail-Adresse potsdam-stadt@maz-online.de schicken.

Solidaritäts-Demo von Verdi

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte die Einzelhandelsbeschäftigten von Ikea und Thalia in Berlin und Brandenburg am 16. Dezember 2022 zu Streiks aufgerufen. Die Streikversammlung fand vor dem Karstadt-Haus in der Müllerstraße in Berlin-Wedding statt. Damit solle Solidarität für die Beschäftigten von Galeria Karstadt Kaufhof gezeigt werden. Darüber hinaus verfolgt Verdi für die Angestellten bei Ikea und Thalia ganz eigene Ziele: für die Mitarbeiter des schwedischen Möbelhauses wird „wirksame Beschäftigungssicherung, Weiterqualifizierung für die neuartigen Jobs und tariflicher Arbeits- und Gesundheitsschutz“ gefordert. Für die Beschäftigten bei Thalia will die Gewerkschaft die Tarifbindung zurückerlangen und damit eine bessere Bezahlung erreichen.

Von MAZonline

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