Droht im Norden der Superstau?

Krampnitz-Tram kommt 2025

Die alte Brücke des Friedens.

Die alte Brücke des Friedens.

Potsdam.
Schon 2020 sollen die ersten Mieter auf dem Areal der Deutschen Wohnen in Krampnitz einziehen. Doch erst fünf Jahr danach soll es eine Straßenbahnverbindung aus der Innenstadt zum neuen Viertel im Norden Potsdams geben, das bald auf mehr als 10 000 Bewohner wachsen soll. Oliver Glaser, Geschäftsführer des Verkehrsbetriebes in Potsdam (ViP), stellte den Zeitplan für die Tramverbindung am Dienstag im vierten Forum Krampnitz vor.

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Demnach soll 2022 mit dem Bau der Trassenverlängerung ab Campus Jungfernsee begonnen werden. Für die Straßenbahngleise wird es an der Stelle der früheren Brücke des Friedens über den Sacrow-Paretzer Kanal einen Brückenneubau parallel zur 2012 eröffneten Nedlitzer Südbrücke geben. Im Norden der Insel hingegen ist kein Brückenneubau für die Tram geplant. Hier werden die Gleise über 400 Meter auf der Bundesstraße 2 über die Nedlitz-Brücke verlegt.

Neu Fahrlands Ortsbürgermeisterin Carmen Klockow (Bürgerbündnis) reagierte im Forum alarmiert: Schon jetzt drohe der Verkehrskollaps. Nervös zeigte sie sich auch wegen des absehbaren Baustellenverkehrs.

Bis Krampnitz soll das Tramgleis westlich der Bundesstraße 2 entlang geführt werden. Vom Haupteingang des künftigen Wohngebiets am Turm zur B 2 soll die Trasse über drei Stationen bis zu einer Wendeschleife am anderen Ausgang des Viertels Richtung Fahrland und dann auch gleich bis in die Ortslage hinein verlängert werden.

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Laut Glaser soll die Tram ab Sommer 2025 im 20-Minuten-Takt bis nach Fahrland fahren. Die Bahnen zwischen Krampnitz und der Innenstadt hingegen sollen im Zehn-Minuten-Takt pendeln.

Bis zur Freigabe der Straßenbahntrasse soll das neue Viertel laut Glaser mit zusätzlichen Bussen angefahren werden. Für die Erweiterung des Straßenbahnnetzes um insgesamt 7,5 Kilometer sollen bis 2025 zusätzliche sechs 40-Meter-Bahnen angeschafft werden.

Auf Nachfragen aus dem Publikum zu einer Straffung des Zeitplans verwies der ViP-Geschäftsführer am Dienstag im Forum auf den ursprünglichen Zeitplan, nach dem die Krampnitz-Tram frühestens 2030 in Betrieb genommen werden sollte.

Vorgestellt wurde am Dienstag zugleich ein Energiekonzept für das neue Viertel, nach dem die Haushalte von Anfang an CO2-neutral und ab 2040/50 auch fossilfrei, also unter Verzicht auf Erdgas mit Energie versorgt werden sollen.

Zu den vom Chef der Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP), Jürgen Altmann, vorgestellten Quellen zählen neben Windkraft und Sonnenenergie auch die Erschließung von 70 Grad warmem Wasser aus 2200 Metern Tiefe und die Einspeisung von Biomethan aus einer Biogasanlage, die die EWP nach aktuellem Stand in Damsdorf bei Kloster Lehnin errichten wolle.

Von Volker Oelschläger

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