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Kinderbauernhof Groß Glienicke

Linke wollen Kinderbauernhof retten

Die Linke-Fraktion will den Kinderbauernhof Groß Glienicke retten.

Die Linke-Fraktion will den Kinderbauernhof Groß Glienicke retten.

Groß Glienicke. Die Linken-Fraktion der Stadtverordnetenversammlung möchte den Fortbestand des Kinderbauernhofes sichern. Dazu legt sie einen Antrag vor, den benachbarten Bebauungsplan 19, „Ehemaliger Schießplatz“ in Groß Glienicke, stadtauswärts links der Ketziner Straße um Flurstücke rechts zu vergrößern, auf denen der Bauernhof, eine Reittherapieanlage und eine Autowerkstatt des Grundstückseigentümers liegen. Für diese Flurstücke soll ein „sonstiges Sondergebiet“ ausgewiesen werden mit kulturellen, sozialen, gesundheitlichen und gewerblichen Nutzungen.

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Das soll den Betrieb des Kinderbauernhofs, einer therapeutischen Einrichtung, eines Reiterhofs, einer pädagogischen Werkstatt sowie von Seminarräumen und einer Betriebswohnung umfassen.

Die Erschließung des Geländes ist bereits gesichert, betonen die Linken. Für den von der Stadt im Plangebiet 19 auf der anderen Straßenseite bevorzugten Ersatzstandort gibt es keinerlei Erschließung. Den Abriss und den Neuaufbau des Bauernhofes soll der Trägerverein der Kita „Spatzennest“ bezahlen, der das aber nicht kann und will.

Durch die Erweiterung des erst in Aufstellung befindlichen B-Planes 19 wollen die Linken alle bisherigen Nutzungen in den sanierten Schweineställen und auf dem Freigelände der früheren LPG „Ernst Thälmann“ erhalten und den Abriss verhindern. Der ist nach Ansicht der Potsdamer Bauverwaltung zwingend; sie hat rund 20 Nutzungsuntersagungen und Abrissverfügungen erlassen, die alle gerichtsanhängig sind und deshalb nicht vollzogen werden.

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Frühere Schweineställe wurden saniert, ohne Genehmigung, sagt die Stadt. Die Linken wollen nicht zulassen, dass der Kinderbauernhof wegen baurechtlicher Formalien beseitigt wird.

Frühere Schweineställe wurden saniert, ohne Genehmigung, sagt die Stadt. Die Linken wollen nicht zulassen, dass der Kinderbauernhof wegen baurechtlicher Formalien beseitigt wird.

Die Stadt behauptet, es gebe keinerlei Baugenehmigungen für die Gebäude, für deren Sanierung der Eigentümer und LPG-Käufer Michael Fruth mündliche Zustimmungen von Vertretern mehrerer Ämter der Stadtverwaltung gehabt haben will. Er geht von einer Sanierung bestehender Gebäude aus, die Stadt von einem Neubau.

Der Bauernhof wird seit zwölf Jahren unbehelligt und unter ständiger Kontrolle des Veterinäramtes der Stadt betrieben. Ein anonymer Mitarbeiter der Stadt hatte einem leitenden Vertreter der Bauaufsicht unterstellt, er habe Schwarzbauten geduldet, weil er sein Auto in der dortigen Werkstatt reparieren ließ und seine Tochter ein Pferd im dortigen Pferdehof stehen hatte. Die Korruptions-Staatsanwaltschaft Neuruppin hat dem Vernehmen nach aber keinen Beweis dafür gefunden.

Von Rainer Schüler

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