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Feminismus

Marie-Juchacz-Preis für Potsdamer Frauenwahllokal

Seit November besteht das Frauenwahllokal, noch bis Mai gibt es dort jede Menge Informationen zur Geschichte des Wahlrechts für die weibliche Hälfte der Bevölkerung.

Seit November besteht das Frauenwahllokal, noch bis Mai gibt es dort jede Menge Informationen zur Geschichte des Wahlrechts für die weibliche Hälfte der Bevölkerung.

Berlin. Das Potsdamer Projekt Frauenwahllokal ist am Montag mit dem Marie-Juchacz-Preis ausgezeichnet worden. Die mit 1500 Euro dotierte Auszeichnung wird 2019 anlässlich des seit 100 Jahren bestehenden Wahlrechts für Frauen von der SPD-Bundestagsfraktion vergeben.

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Das Frauenwahllokal wurde initiiert von einer Gruppe um die Soziologin Sabine Hering und die Historikerin Jeannette Toussaint, es zeigt eine Ausstellung zum Frauenwahlrecht in Deutschland und informiert über historische weibliche Abgeordnete aus der Region, darunter Marie Juchacz selbst. Sie war 1919 für den Wahlkreis Potsdam in die Deutsche Nationalversammlung eingezogen, als erste Frau überhaupt hielt sie eine Rede im Parlament.

Der Preis wird von der SPD-Bundestagsfraktion verliehen, die Potsdamer Abgeordnete Manja Schüle (3. von links) und Parteichefin Andrea Nahles (2. von rechts) posieren mit den Geehrten

Der Preis wird von der SPD-Bundestagsfraktion verliehen, die Potsdamer Abgeordnete Manja Schüle (3. von links) und Parteichefin Andrea Nahles (2. von rechts) posieren mit den Geehrten

Die Journalistin Sophie Paßmann hielt im Berliner Reichstag die Laudation auf die Potsdamer Preisträgerinnen. Diese hätten mit ihrem „unbezahlbaren und unbezahlten Engagement“ einen unkomplizierten Zugang zur Geschichte der Frauenrechtsbewegung geschaffen, so Sophie Paßmann in ihrer Rede. Die Initiatorinnen des Projekts wollen sich nun nicht auf ihrem Preis ausruhen, sondern kündigen eine Reihe von Veranstaltungen an, darunter ein Speed-Mentoring für junge Frauen.

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„Das Frauenwahllokal will nicht nur an die historischen Ereignisse erinnern, die 1918 zum Frauenstimmrecht geführt haben, sondern auch die Durchsetzung frauenpolitischer Forderungen zum Abbau noch existierender Benachteiligungen von Frauen unterstützen“ erklärt Jeannette Toussaint ihr Engagement im Projekt. Bis zur Kommunalwahl im Mai besteht das Lokal noch im Eiscafé „Evas Sünde“.

Von Saskia Kirf

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