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Hollywood-Film abgdreht

„Matrix 4“ hinterlässt einen Regenbogen in Babelsberg

Das Filmteam zum Abschluss der Dreharbeiten in Babelsberg.

Das Filmteam zum Abschluss der Dreharbeiten in Babelsberg.

Babelsberg. Der Hollywood-Blockbuster „Matrix 4“ ist abgedreht – und hinterlässt ein leuchtendes Signal für Toleranz in den Babelsberger Filmstudios.

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Ehrung für die Regie-Schwestern Lana und Lilly Wachowski

Am Mittwoch hat das Studio Babelsberg zu Ehren der Filmemacherinnen Lana und Lilly Wachowski sein größtes Filmstudio in „Rainbow Stage“ umbenannt. „Damit setzt Studio Babelsberg ein klares Zeichen für Toleranz, Respekt und Vielfalt“, teilte das Studio mit. Die zwei Regisseurinnen sind LGBTQ-Aktivistinnen haben schon vor Jahren ihr Coming-out als Transgender-Personen gehabt und ihre Geburtsnamen Larry und Andy abgelegt. Aus den Brüdern wurden die Wachowski-Schwestern.

Matrix-Regisseurin Lana Wachowski (Mitte, mit Sonnenbrille), Hauptdarsteller Keanu Reeves (2.v.r.) und Studiochef Christoph Fisser (l.) haben zusammen weiteren teammitgliedern auf das Ende der Dreharbeiten und die Umbenennung des Filmateliers angestoßen.

Matrix-Regisseurin Lana Wachowski (Mitte, mit Sonnenbrille), Hauptdarsteller Keanu Reeves (2.v.r.) und Studiochef Christoph Fisser (l.) haben zusammen weiteren teammitgliedern auf das Ende der Dreharbeiten und die Umbenennung des Filmateliers angestoßen.

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Das Studio ehrte sie, weil sie in Babelsberg in den letzten 15 Jahren eine Vielzahl von Filmen gedreht haben. Darunter „V wie Vendetta“, „Speed Racer“ und „Cloud Atlas“. Seit dem Frühjahr war hat Lana Wachowski Regie beim Film „Matrix 4“ mit Keanu Reeves in der Hauptrolle in Babelsberg geführt. „Die Einweihung der Rainbow Stage markiert auch den erfolgreichen Abschluss der Dreharbeiten“, teilte das Studio mit. Lana Wachowski posierte mit Superstar Keanu Reeves, Studiochef Christoph Fisser und weiteren Teammitgliedern für ein Foto vor der Halle – es ist das erste Mal, dass Keanu Reeves öffentlich in Babelsberg in Erscheinung trat.

Die Regenbogenfahne ist Symbol der sexuellen Toleranz

Der Regenbogen als Symbol der nicht-heterosexuellen Identität vieler Menschen strahlt nun von Stage 20 herab, dem größten Filmatelier auf dem Gelände. Die US-amerikanische Künstlerin Alexandra Grant hat das großformatige Kunstwerk gestaltet. Das spanische Künstlerinnenduo Cachetejack kreierte darunter eine Informationstafel mit einer Illustration für Lana und Lilly Wachowski. Der Schriftzug „Rainbow Stage“ basiert auf der Schriftart „Gilbert“ – einer Hommage an Gilbert Baker, den Erfinder der Regenbogenfahne.

„Studio Babelsberg ist bunt – und stolz darauf“

„Studio Babelsberg ist bunt – und stolz darauf. Der Regenbogen steht für Toleranz, Respekt und Vielfalt, für Frieden und Hoffnung. Es gibt insbesondere in den heutigen Zeiten kein schöneres Symbol für die Werte, die Kultur- und Filmschaffende seit Jahren leben und für die wir uns alle aktiv einsetzen“, erklärte Studio-Vorstand Christoph Fisser.

Das Filmatelier Nr. 20 in Babelsberg. Zahlreiche erfolgreiche Kinofilme entstanden hier. Darunter „Operation Walküre“ mit Tom Cruise, „Monuments Men“ mit George Clooney, „Drei Engel für Charlie“ und zuletzt Matrix 4.

Das Filmatelier Nr. 20 in Babelsberg. Zahlreiche erfolgreiche Kinofilme entstanden hier. Darunter „Operation Walküre“ mit Tom Cruise, „Monuments Men“ mit George Clooney, „Drei Engel für Charlie“ und zuletzt Matrix 4.

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Sein Vorstandskollege Charlie Woebcken nannte die Dreharbeiten inmitten der Corona-Pandemie eine Herausforderung für alle Beteiligten. "Dank unserer umfangreichen und effektiven Sicherheits- und Hygienekonzepte, des unermüdlichen Einsatzes des medizinischen Personals und der COVID-19-Beauftragten vor Ort, aber auch dank der hohen Motivation und Mitarbeit jedes einzelnen Teammitglieds konnten wir die Produktion erfolgreich beenden und schauen optimistisch in die Zukunft", erklärte er.

Neben Matrix 4 wurde auch der Hollywood-Film „Uncharted“ während der Pandemie mit strengen Hygienemaßnahmen in Babelsberg gedreht. Auch dieses Projekt wurde kürzlich beendet.

Von Peter Degener

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