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Potsdamer

Notfallkorb für Frauen

Aufgetafelt: 20 Tüten im Wert von je 35 Euro übergibt das Unternehmernetzwerk BNI an den Verein "Fördert Frau". Hier im Bild Alexandra Anger, Direktorin von BNI (links) und Martina Engel-Fürstberger, Vereins-Vorsitzende von "Fördert Frauen" und Mitglied beim BNI.

Aufgetafelt: 20 Tüten im Wert von je 35 Euro übergibt das Unternehmernetzwerk BNI an den Verein "Fördert Frau". Hier im Bild Alexandra Anger, Direktorin von BNI (links) und Martina Engel-Fürstberger, Vereins-Vorsitzende von "Fördert Frauen" und Mitglied beim BNI.

Potsdam.20 Tüten voll mit Lebensmitteln und Drogerieartikeln hat der Unternehmernetzwerk BNI gestern in dem Potsdamer Proviantamt an den Verein „Fördert Frau“ überreicht, der unter anderem das Potsdamer Frauenhaus unterstützt. 70 Potsdamer Unternehmen wie Architektürbüros, Arztpraxen oder Malerfachbetriebe, die Teil des Netzwerkes sind, haben Lebensmittel und Pflegeprodukte gespendet. Mit der Aktion „Notfallkorb“ soll vor allem den Frauen geholfen werden, die gerade neu im Frauenhaus oder den Zufluchtswohnungen angekommen sind.

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Aktuell leben in dem Frauenhaus 10 Frauen und 12 Kinder. Damit ist die Kapazitätsgrenze voll ausgeschöpft. In den Zufluchtswohnungen können acht Personen untergebracht werden. Manche Frauen würden nur kurze Zeit dort bleiben, weil sie dann aus Schutzbedarf in ein anderes Frauenhaus wechseln, andere würden bis zu 12 Monaten bleiben, um sich von dort aus ein neues Leben aufzubauen.

Die Frauen, die dort Schutz finden, zahlen ihre Miete und Lebenshaltungskosten eigenverantwortlich. Auch die Einrichtung hätte kein Budget, um zu unterstützen. „Sie sind teilweise traumatisiert und aus heiklen Situationen herausgerissen“, sagt Martina Engel-Fürstberger, Vorstandsvoritzende vom Verein „Fördert Frauen“ und Mitglied beim BNI. „Es ist toll, wenn dann für die erste Zeit eine Reserve da ist, die sie nehmen können.“ Was gebraucht wird, hat sie vorher in einer Liste abgefragt. Es waren vor allem haltbare Lebensmittel wie Babynahrung oder Konserven-Suppe und Pflegeartikel wie Duschgel, Shampoo oder Zahnpasta, die zur Überbrückung der ersten Tage und bei Engpässen helfen sollen.

Viele Frauen stehen finanziell nicht gut da, weiß Heike Kottwitz, die die Wohnungen betreut. Die meisten von ihnen seien auf das Jobcenter angewiesen, einige bekämen auch Erwerbsunfähigkeitsrente. „Da bleibt am Ende des Monats nicht viel übrig. Für die Frauen ist es deshalb eine große Unterstützung“, sagt die 53-Jährige. Auch zur Tafel zu gehen, sei oft eine Hürde.

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Wer den Nottfallkorb unterstützen möchte, kann Lebensmittel in der Schiffbauergasse 4H abgeben. Unter www.foerdertfrau-potsdam.de finden Sie eine Liste mit benötigten Dingen.

Von Anne Knappe

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