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Kommentar zu den Inklusionstagen

Nur ein Mix angelutschter Trostbonbons

MAZ-Redakteurin Nadine Fabian

MAZ-Redakteurin Nadine Fabian

Potsdam. Seit zehn Jahren gibt’s die UN-Behindertenkonvention, seit zehn Jahren reden wir über Inklusion – und sind dieser guten Idee kein Stück näher gekommen. In einer inklusiven Gesellschaft ist es normal, verschieden zu sein. Jeder ist willkommen. Alle profitieren, egal ob mit oder ohne Behinderung.

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Potsdam hält die Fahne der Inklusion besonders hoch – und zeigt dabei, wie weit entfernt wir von gleichberechtigter Teilhabe sind. Das Programm der Inklusionstage sagt viel darüber aus, wie wir auf Menschen mit Behinderung schauen: Es ist auf den ersten Blick üppig und entpuppt sich beim zweiten als Mix angelutschter Trostbonbons. Die Führungen, Tag-der-offenen-Tür- und Diskussionsangebote: Das ist alles toll, das ist alles wichtig – das alles gibt's aber längst und wird für die Aktionswoche nur fix zusammengerafft.

Mit großer, aber hohler Geste wird hier eine Chance vertan, dem Menschenrecht Inklusion wenigstens für ein paar Tage gerecht zu werden. Dabei haben Potsdam und die Potsdamer mehr verdient als einen Haufen Nettigkeiten und gut gemeinter Zugeständnisse, die klarer als jeder Bordstein machen, dass wir Menschen mit Behinderung noch immer nur einen Platz fernab der Mehrheitsgesellschaft zugestehen.

Von Nadine Fabian

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