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Verkehr in Potsdam

Parkgebühren in Potsdam steigen – Parkhäuser werden zur günstigen Alternative

Parken in der Potsdamer Innenstadt wird teurer.

Parken in der Potsdamer Innenstadt wird teurer.

Potsdam. Die Parkgebühren in Potsdam sollen voraussichtlich ab dem Sommer deutlich steigen. Bis zu drei Euro pro Stunde kostet das Parken dann in einer neuen großräumigen Parkzone, die den gesamten Stadtkern umfasst. Bislang lag der Tarif im Bereich zwischen Hegelallee und Charlottenstraße, sowie Luisenplatz und Bassinplatz bei zwei Euro pro Stunde, ringsherum bei 1,50 Euro. Die neue Parkzone 1 (siehe Karte) ist deutlich größer.

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Ab dem Sommer höhere Preise möglich

Dadurch verdoppeln sich die Parkgebühren in manchen Straßen, etwa der Yorckstraße oder Am Kanal. Auch im übrigen Stadtgebiet wird das Parken teurer. Hier steigt der Tarif von einem Euro auf 1,50 Euro. Wenn die Stadtverordneten der neuen Parkgebührenordnung zustimmen, könnte sie im Juni oder Juli in Kraft treten.

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Parkgebühren Planung

Parkgebühren Planung

Warum steigen die Gebühren?

Die Stadt will den ruhenden Verkehr stärker in die Parkhäuser der Innenstadt locken. Durch die Preiserhöhung ist ein Stellplatz auf der Straße erstmals deutlich teurer als ein Stellplatz im Parkhaus. „Wir wollen, dass die Autofahrer die recht gut versteckten Parkhäuser stärker frequentieren“, erklärte der Potsdamer Baubeigeordnete Bernd Rubelt (parteilos) bei der Vorstellung der neuen Gebührenordnung am Montag. So soll auch das Suchen nach Parkplätzen in den Straßen eingedämmt werden.

„Die umliegenden Parkhäuser sind nicht ausgelastet. Das große Karstadt-Parkhaus ist höchstens zum Weihnachtsmarkt im Holländischen Viertel mal voll“, sagt Thomas Schenke, der Leiter des Fachbereichs Mobilität im Rathaus.

Zudem sind die Parkgebühren in Potsdam seit 2016 nicht erhöht worden, die Tickets für Bus und Bahn dagegen sind in diesem Zeitraum gleich drei Mal teurer geworden.

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Wie hoch sind die Einnahmen?

Die Stadt Potsdam rechnet künftig mit jährlich rund 4,4 Millionen Euro Einnahmen. Zum Vergleich: 2019, dem letzten Jahr vor der Corona-Pandemie, lagen die Einnahmen durch Parkgebühren bei 3,6 Millionen Euro. Das Geld fließt zu 100 Prozent in den Unterhalt von städtischen Straßen, sowie Rad- und Gehwegen.

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Wie teuer sind andere Städte?

Im bundesweiten Vergleich liegt Potsdam nach der Erhöhung im Mittelfeld. Drei Euro werden beispielsweise auch in Berlin, Leipzig, Rostock oder Wiesbaden verlangt. Teurer sind Städte wie Stuttgart, Köln und Karlsruhe, wo bis zu 4,50 Euro pro Stunde fällig sind.

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Was kosten die Parkhäuser?

Sieben Parkhäuser befinden sich in der Innenstadt. An der IHK und am Werner-Alfred-Bad parkt man mit 1,50 Euro pro Stunde am günstigsten. Im Marktcenter variiert der preis zwischen 1,50 und 2,50, wobei die erste Stunde kostenlos ist. Zwei Euro kostet es am Luisenplatz, in der Wilhelmgalerie und am Bassinplatz. Das Karstadt-Kaufhaus an der Hegelallee ist mit 2,50 Euro derzeit das teuerste Parkhaus – aber immer noch günstiger als ein Stellplatz an der Straße.

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Wo verschwinden Parkplätze?

Die Zahl der Stellplätze im Zentrum für Besucher wird sinken. So sollen in der Gutenbergstraße stattdessen Fahrradstellplätze entstehen. in der Dortu- und Lindenstraße sieht die Verwaltung Potenzial für die Umnutzung von Parkraum zugunsten von Gastronomen und Einzelhändlern. Die Zahl der Anwohnerstellplätze in der Innenstadt werde sich nicht verringern, so Rubelt.

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Was gilt für Carsharing-Autos?

Carsharing soll in Potsdam gefördert werden, da statistisch dann weniger private Autos genutzt werden. Das zeigt sich auch in der neuen Gebührenordnung. Mit einem Auto eines Carsharing-Anbieters kostet der Parkschein nur 50 Cent pro Stunde. Carsharing-Autos mit Elektro-Antrieb parken sogar kostenlos.

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