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Kultur in Potsdam

Pinke Parade von der City zur Schiffbauergasse

Viele Gäste hatte der Verein „Kultür“ am Sonntag bei der „pinken Parade“ zu seinem 5. Geburtstag, hier der Teltower Carnevalsclub.

Viele Gäste hatte der Verein „Kultür“ am Sonntag bei der „pinken Parade“ zu seinem 5. Geburtstag, hier der Teltower Carnevalsclub.

Innenstadt. Na, wenn das kein Grund zum Feiern ist: Fünf Jahre ist der Benefiz-Verein "Kultür Potsdam" geworden, und mit einem bunten Volksfest wurde das am Sonntag gefeiert. Die Sonne ließ Sommergefühle aufkommen, die "Pinke Parade" vom Stadtzentrum zur Schiffbauergasse karnevalistische. Dem zackigen Potsdamer Fanfarenzug hinterdrein marschierten der Potsdamer, der Teltower und der Fercher Karnevalsclub sowie das "Narrenschiff" als Faschingstruppe der Landesregierung. Da mischte sich trommelwirbelnde Marschmusik mit wummernden Schlagerrhythmen so laut, dass sogar die Sirenen eines Rettungswagens beinahe nicht zu hören waren; vier Polizeimotorräder mit Blaulicht sorgten aber für Ordnung im Verkehr.

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Der bunten und lärmenden Parade schloss sich ein zwar stilleres, aber doch abwechslungsreiches Mitmachfest im Hof des Kulturstandortes und in der Schinkelhalle an, zu dem bis zum Abend mehrere hundert Menschen kamen. Die bekamen Showeinlagen, Lesungen, Vorführungen und diverse Mitmachangebote ebenso kostenlos geboten wie Snacks, Getränke und sogar Eis – da bildete sich eine Schlange. Vereine und Kultureinrichtungen stellten sich vor, steuerten Fachliches bei zum Neugierigmachen, boten aber auch Gegrilltes und Gebackenes.

Am Stand des Naturkundemuseums etwa war Museumspädagogin Christiane Höricke von Kindern und Eltern umringt, die Tierspuren in den nassen Sand drücken und mit Gips ausgießen wollten, wie das Polizisten am Tatort tun oder eben auch Wildforscher. Zu einem solchen wurde in Minutenschnelle der 4-jährige Edwin Albert, der eine Fuchspfote als Stempel benutzen und den Abdruck ausgießen konnte für Zuhause.

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Es wurde mit Mobiles gefahren, auf der Luftburg des Stadtsportbundes getobt und Seil gesprungen. In der Halle konnten sich Kinder und Jugendliche afrikanische Zöpfe flechten und bunt bis zum Po verlängern lassen. Sich mit Kostümen und Perücken zu verkleiden, bot die Kulisse für ganz besondere Fotos.

Die Potsdamer Klinik-Clowns warteten mit der ersten Vorstellung in der Halle auf. Sie versuchen, Patienten jeden Alters in Kliniken, Betreuungsstätten und Pflegehäusern aufzuheitern und haben aus ihrer jahrelangen Praxis inzwischen ein anspruchsvolles eigenes Programm geschaffen, das gestern nicht brüllend komisch, sondern verhalten heiter daher kam und für viel Beifall des Publikums sorgte. Nächtes Jahr gehen sie damit sogar auf Tournee. Das Publikum hatte sich dazu auf einer Turnmatte versammelt, auf der auch Volleyball mit Gymnastik-Luftbällen gespielt wurde.

Die Schirmherrin und Potsdamer Schauspielerin Isabell Gerschke ist seit vielen Jahren auch Tanzpädagogin am Kulturstandort und betreut dort Kindergruppen. "Kultur fängt mit diesen Kleinen an", sagte sie. "Wenn die Kinder schon Zugang zu Kultur finden, werden aus ihnen im späteren Leben bessere Menschen." Kultur müsse sich jeder leisten können, sagte sie: "Kultur macht den Kopf weit und Denken groß." Der Kultür-Verein sorgt ja für verbilligte Tickets für Wenigverdiener, 13500 in fünf Jahren.

Von Rainer Schüler

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