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Period Poverty

Kostenfrei und unkompliziert: Tampons und Binden in öffentlichen Gebäuden in Potsdam

„Menstruationsprodukte in öffentlichen Toiletten sollten so selbstverständlich sein wie Toilettenpapier und Seife“, sagt Martina Trauth, Potsdams Gleichstellungsbeauftragte.

„Menstruationsprodukte in öffentlichen Toiletten sollten so selbstverständlich sein wie Toilettenpapier und Seife“, sagt Martina Trauth, Potsdams Gleichstellungsbeauftragte.

Potsdam. Die Spender für Tampons und andere Periodenprodukte in öffentlichen Gebäuden in Potsdam werden laut Rathaus "insgesamt gut angenommen". In mehreren Häusern wie etwa im Bürgerhaus am Schlaatz müssten die Hygieneartikel regelmäßig neu aufgefüllt werden, erklärte die Verwaltung am Donnerstag in einer Mitteilung.

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Im März dieses Jahres hatte der Kommunale Immobilien Service Potsdam im Rahmen eines Pilotprojektes insgesamt 40 Spender für kostenlose Periodenprodukte in verschiedenen öffentlich zugänglichen Gebäuden der Landeshauptstadt mit viel Publikumsverkehr angebracht.

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Seit einigen Wochen sind auf den Spendern Aufkleber mit QR-Codes angebracht. Damit haben die Nutzerinnen eine Feedback-Möglichkeit, damit die Stadt das Angebot bei Bedarf verbessern und Anregungen aufnehmen kann. „Diese Erkenntnisse dienen auch der Evaluation für eine eventuelle flächendeckende Anbringung der Spender“, so das Rathaus.

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„Sollte so selbstverständlich sein wie Toilettenpapier“

Martina Trauth, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, erklärt: „Menstruationsprodukte in öffentlichen Toiletten sollten so selbstverständlich sein wie Toilettenpapier und Seife. In Potsdam werden nun diese Produkte besser und unkomplizierter zur Verfügung gestellt. Wer sich keine Menstruationsprodukte leisten kann, leidet unter ,period poverty‘, also Periodenarmut.“ Studierende, die Bafög erhalten, Auszubildende und Menschen mit geringem Einkommen seien davon betroffen.

Die Spender befinden sich überall im Stadtgebiet. Allein in den Verwaltungsgebäuden im Zentrum, am Bahnhof und in der Behlertstraße gibt es 15 Spender. Auch im Bildungsforum, in den städtischen Museen und Gedenkstätten, sowie in den Bürgerhäusern am Schlaatz und in Bornim gibt es Spender. Auch mehrere weiterführende Schulen und Oberstufenzentren wurden bereits ausgestattet.

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