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Bäume und Sitzgelegenheiten

Heißes Pflaster: Kein Schatten für Potsdams Alten Markt

Die Quader dürfen nicht mit Holzauflagen versehen werden.

Die Quader dürfen nicht mit Holzauflagen versehen werden.

Innenstadt. Die Aufenthaltsqualität auf dem Alten Markt ist nur schwer zu verbessern. Zusätzlichen Sitzgelegenheiten und einer verstärkten Begrünung und Verschattung stünden zahlreiche Hürden entgegen – so erklärt es die Stadtverwaltung auf Nachfrage der Grünen-Stadtverordneten Janny Armbruster, die dort mehr Schatten schaffen möchte.

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Planung des neuen Alten Marktes absichtlich nur mit Stein-Material

Die Grünen hatten zudem vorgeschlagen, die Granit-Würfel vor dem Potsdam-Museum durch Holz-Auflagen zu angenehmeren Sitzgelegenheiten umzuformen. Die Stadt lehnt das jedoch ab: „Es sind urheberrechtliche und denkmalrechtliche Belange zu beachten“, heißt es.

Man hatte bewusst nur mit Stein geplant, um die aus Verkehrsgründen nötigen Poller „in den historischen Materialkanon des Platzes zu integrieren und sie damit trotz ihrer Größe gestalterisch zurückhaltend in den Platz einzufügen.“ Hölzerne Sitzauflagen „konterkarieren“ diese gestalterische Absicht. Zudem würden die Poller mit Holzauflage zu hoch zum Sitzen sein. Das Kompromissangebot der Stadt: „Auf dem Platz könnte das Sitzangebot durch eine mobile Möblierung temporär in der warmen Jahreszeit erweitert werden.“

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Nur beiderseits der Freitreppe der Nikolaikirche sind nach Ansicht des Rathauses noch Bäume auf dem Alten Markt möglich.

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Bei der Begrünung nennt das Rathaus ebenfalls Hürden, „insbesondere baumphysiologische, unterirdische leitungstechnische und denkmalrechtliche Rahmenbedingungen sowie Maßgaben zu Nutzungsansprüchen an die Platzflächen“. Zu deutsch: Auch wenn der Platz größtenteils frei ist, so muss dies auch so bleiben, damit er vielfältig nutzbar bleibt und sich nicht vom barocken Erscheinungsbild entfernt.

Nur an der Treppe der Nikolaikirche sind noch Bäume möglich

Ausnahme sind die Flächen beiderseits der Freitreppe der Nikolaikirche: Sie könnten „in Anlehnung an das historische Vorbild“ mit Bäumen neugestaltet werden – und deren Einfassung könnte als Sitzgelegenheit dienen – allerdings gilt auch hier: das Material muss wegen sich Denkmalschutz und Urheberrecht anpassen – also ginge nur Stein.

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Janny Armbruster hält diese Einschränkungen für überzogen. „Warum muss es eins zu eins historisch sein? Das würde ich gerne diskutieren. Man erlebt es doch in diesem heißen Sommer – niemand hält sich lange auf dem Alten Markt auf“, sagte sie am Montag der MAZ. „Wir brauchen mehr Schatten durch Bäume auf dem Alten Markt – und zwar an so vielen Stellen wie möglich. Darunter kann man gerne temporär Bänke stellen“, kommentiert sie die Aussagen der Verwaltung.

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