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Initiative #LastSeen

Deportationen in der NS-Zeit: Ausstellung in historischem Mercedes-Laster in Potsdam

Ausstellung über NS-Deportationen im Lkw vor dem Landtag in Potsdam.

Ausstellung über NS-Deportationen im Lkw vor dem Landtag in Potsdam.

Potsdam. Der historische Mercedes-Laster L 312 auf dem Steubenplatz ist ein Hingucker. Sein Thema ist Sichtbarkeit. Das Stichwort #LastSeen steht auf der Plane. Die Arolsen-Stiftung stellt damit die Frage: Wo wurden Menschen, die aus deutschen Städten in der NS-Zeit vor aller Augen abgeholt und in Konzentrationslager oder Ghettos verbracht wurden, zum letzten Mal gesehen? Rund 550 Fotos von solchen Deportationen im öffentlichen Raum sind bekannt.

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Der Truck fährt durch deutsche Städte und macht bis 24. Mai auch in Potsdam halt. Auf der Ladefläche öffnet von 10 bis 18 Uhr täglich eine Ausstellung zum Thema. Sie zeigt Bilder von Menschen, die später nie wieder gesehen wurden.

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Fotos gesucht

Die Macher hoffen darauf, dass auch bislang unbekannte Fotos auftauchen, denn die Initiative #LastSeen ist auch ein Aufruf, bisher unbekannte Bilder von Deportationen zur Verfügung zu stellen. Unter dem Motto „Bring your photo“ würden Expertinnen und Experten am 23. Mai im Filmmuseum Potsdam private Fotofunde sichten und Tipps für die weitere Recherche geben.

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Die 1948 gegründete Arolsen Archives dokumentieren und erforschen die nationalsozialistische Verfolgung. Partner von #LastSeen sind die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, das Münchner Institut für Stadtgeschichte und Erinnerungskultur, das USC Dornsife Center for Advanced Genocide Research in Los Angeles sowie das Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. Gestartet ist die Schau am 20. Januar in München.

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Am Dienstag werden Brandenburgs Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke und Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (beide SPD) an dem Ausstellung-Lkw erwartet und Grußworte sprechen. Angekündigt ist auch die Direktorin der Arolsen Archives, Floriane Azoulay.

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Von MAZonline/ epd

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